Wie SPÖ-Gemeinderat Mete im Westen Rendi-Wagner übertrumpfte

Dem 31-jährigen Salzburger gelang von Listenplatz 134 mit einem Social-Media-Wahlkampf ein Überraschungserfolg.

08.10.2019 10:09:00

Dem 31-jährigen Salzburger gelang von Listenplatz 134 mit einem Social-Media-Wahlkampf ein Überraschungserfolg.

Dem 31-jährigen Salzburger gelang von Listenplatz 134 mit einem Social-Media-Wahlkampf ein Überraschungserfolg.

SPÖ, die Wahlsieger. Wobei sich der Salzburger GemeinderatTarik Metenicht unbedingt so bezeichnen würde. Gefreut hat sich der 31-Jährige schon über sein überraschend gutesVorzugsstimmenergebnis. In sieben bisher ausgezählten Bundesländern sind es 7.390 Stimmen. Damit erreichte er von Platz 134 der Bundesliste mehr als die Hälfte der Stimmen von

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Pamela Rendi-Wagner.Fast die Hälfte seiner Vorzugsstimmen kommt aus den drei westlichen Bundesländern, dort ließ er die Parteichefin genauso wie inOberösterreichsogar hinter sich. Zuerst stand freilich die Enttäuschung über das Parteiergebnis am Wahlabend. So spricht er von den letzten Tagen auch von einer „Achterbahn der Gefühle“.

Die Auszählung der Vorzugsstimmen habe ihn dann positiv überrascht. „Ich bin baff über das Ergebnis, vor allem, weil ich imWahlkampfkeinen Fuß außerhalb der StadtSalzburggesetzt habe“, sagtMete. Seinen Persönlichkeitswahlkampf hat er ausschließlich über die sozialen Netzwerke geführt. Über diese sei „viel gegangen“. Eine Woche vor der Wahl freute er sich über 10.000 Facebook-Follower, mittlerweile hält der Salzburger bei mehr als 13.000.

Nicht nur Stimmen der CommunitySogar in die ZIB 2 schaffte es der türkischstämmigeMete– allerdings nur, weil sein Name auf dem Vorarlberger Ergebnis aufgrund seiner sechs akademischen Titeln keinen Platz hatte. Der promovierte Jurist hat unter anderem auch Abschlüsse in Politikwissenschaft und Gesundheitsmanagement.

Seinen Erfolg will er nicht auf die türkische Herkunft reduzieren. Natürlich habe er auch zahlreiche Stimmen aus der Community bekommen. „Aber ich denke, dass mir Menschen die Stimmen gegeben haben, die nicht mehr gehört wurden“, erklärt

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Warum hat das mich nicht überrascht? SPÖ ist die machiavellistische Partei der Welt. Sie kann mit grauen Wölfe, mit Akp'ler, mit Milli Görüs Arbeit machen. Es ist alles egal für sie. Die wichtigste Sache ist, ob sie die Stimme bekommt hat. Es stellt sich die Frage ob Politik überhaupt noch Parteien braucht inder Zukunft . Schlagwörter und persönliche Meinung reicht eigentlich und Social Media übernimmt sowieso die Partei Gremien.

Das sagt doch schon einiges aus, oder?

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