Österreich, Österreicher, Stefan M. Gergely

Österreich, Österreicher

Wie sehr die Österreicher das Wirtshaus vermissen

Vier Monate nach der Schließung österreichischer Gastronomiebetriebe zum Zweck der Eindämmung der Corona-Pandemie wurden nun von der Bundesregierung ...

04.03.2021 22:31:00

Dass die heimische Bevölkerung gesellige Treffen in Schanigarten, Café und Beisl bereits schmerzlich vermisst, zeigen nun die Ergebnisse einer brandaktuellen Umfrage.

Vier Monate nach der Schließung österreich ischer Gastronomiebetriebe zum Zweck der Eindämmung der Corona-Pandemie wurden nun von der Bundesregierung ...

erste Öffnungsschritte in Aussichtgestellt. Vorarlbergs Lokale machen Mitte März den Anfang, die weiteren Bundesländer sollen später folgen. Ziel ist - je nach Infektionsgeschehen - eine bundesweite Öffnung im April. Dass die heimische Bevölkerung dieser entgegenfiebert und gesellige Treffen in Schanigarten, Café und Beisl bereits schmerzlich vermisst, zeigen nun die Ergebnisse einer brandaktuellen Umfrage.

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Artikel teilen0DruckenDie Österreicher vermissen den Besuch beim Lieblingswirten - so lassen sich die Ergebnisse einer Umfrage des Online Research Instituts Marketagent kurz zusammenfassen. Dafür wurden 1000 Online-Interviews mit Österreichern zwischen 14 und 75 Jahren im Zeitraum von 24. Februar bis 2. März durchgeführt. Die Themen: Sinnhaftigkeit der Schließung der Gastro, begleitenden Maßnahmen zur Wiedereröffnung und das wahrgenommene Infektionsrisiko in Lokalen.

Sozialer Aspekt fehltOb Kaffeehaus, Restaurant oder Heuriger - knapp jeder zweite Österreicher war vor der Corona-Pandemie zumindest einmal pro Woche in einem Lokal anzutreffen, ein Drittel ein- bis zweimal im Monat. Gut 77 Prozent gaben in der Umfrage an, das gesellige Zusammensein bei Kaffee und Kuchen - oder Bier und Stelze - zu vermissen, der headtopics.com

fehlt sowohl männlichen als auch weiblichen Befragten am meisten. „Das Wirtshaus ist wie Urlaub von daheim. Wann dürfen wir endlich wieder Urlaub machen?“, bringt es Stefan M. Gergely, Gründer des Schlossquadrats in Wien-Margareten, auf den Punkt.

(Bild: KRONE Kreativ)Verwöhnmomente fehlen, Frauen wollen nicht mehr kochenSechs von zehn Frauen geben an, Treffen mit Freundinnen sehr zu vermissen. 41 Prozent freuen sich auch schon darauf, nicht mehr kochen zu müssen und jede Fünfte sehnt sich danach, sich anlässlich

eines Restaurantbesuchsschick zu machen. Daneben können die Befragten das gute Essen, die Abwechslung vom Alltag sowie auch den ein oder anderen Verwöhnmoment - beispielsweise durch den Service im Lokal - kaum erwarten. Die junge Generation (14 bis 29) sehnt sich hingegen nach durchtanzten Nächten in Diskotheken oder Cocktails in der Lieblingsbar.

Österreich will Ende März Gastgärten öffnen:Video: APAInfektionsrisiko in Cafés gering eingeschätztDennoch hält jeder Zweite die Schließung der Gastronomiebetriebe für sinnvoll (52 Prozent der Männer, 45 Prozent der Frauen), das Infektionsrisiko in Lokalen wird unterschiedlich hoch eingeschätzt. So verorten die Befragten vor allem in Tanzbars bzw. Diskotheken und Clubbing-Locations, aber auch in Cocktail-Bars und im Beisl, ein durchaus hohes Ansteckungsrisiko. In Kaffeehäusern und Lokalen halten je knapp sechs von zehn Befragte eine Infektion indes für ziemlich unwahrscheinlich. Speziell an der frischen Luft fühlen sich die Befragten sicher, so gilt das Risiko im Lokal mit Gastgarten für 62 Prozent als äußerst gering. headtopics.com

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Zustelldienste als Alternative zum LokalbesuchAls sinnvolle Maßnahmen für die Wiedereröffnung werden verpflichtende Mindestabstände (80 Prozent), Masken (70 Prozent) und Corona-Tests (62 Prozent) erachtet. 63 Prozent würden einen Schnelltest direkt beim Eingang gutheißen, knapp sechs von zehn Befragte das verpflichtende Vorweisen eines höchstens 48 Stunden alten Testergebnisses. Ein Einbahnsystem an den Ein- und Ausgängen, um Begegnungen unter den Gästen zu reduzieren, gilt ebenfalls als adäquate Maßnahme.

(Bild: Marketagent)34 Prozent der Betriebe überleben nichtBis dahin nutzt gut jeder Zweite mindestens einmal pro Monat alternativ einen Zustell- bzw. Abholdienst (vor der Pandemie: 38 Prozent). 46 Prozent wollen nicht (mehr) selbst kochen, 43 Prozent so die Gastronomie unterstützen. Mit dem Angebot, Service, Lieferzeit und Preisgestaltung sind neun von zehn Probanden zufrieden. Jeder Zweite will Take Away auch nach der Corona-Pandemie verstärkt nutzen.

(Bild: stock.adobe.com)Doch Gastro-Öffnunghin oder her, die Pforten so manchen Restaurants werden wohl trotzdem geschlossen bleiben, sind die Österreicher überzeugt: Im Schnitt rechnen sie damit, dass ein Drittel der Betriebe die Pandemie nicht übersteht. Auch die Unterstützung der Gastronomie-Branche durch den österreichischen Staat ist aus der Sicht von mehr als jedem zweiten Befragten nicht ausreichend, um die monatelangen Corona-bedingten Schließungen und finanziellen Einbußen zu überbrücken.

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Deswegen will ja Peterle bald die Biergärten öffnen; er leidet auch schwer darunter Einfach machen! Warum lassen sich die Menschen eigentlich ihr Leben verbieten? Die Ordnungsstrafen sind doch eh´ verfassungswidrig.