Wenn alle mit dem E-Auto fahren würden...

Der KURIER hat recherchiert, was die Elektrifizierung des gesamten privaten Pkw-Verkehrs in Österreich bedeuten würde.

18.10.2021 11:34:00

Der KURIER hat recherchiert, was die Elektrifizierung des gesamten privaten Pkw-Verkehrs in Österreich bedeuten würde.

Der KURIER hat recherchiert, was die Elektrifizierung des gesamten privaten Pkw-Verkehrs in Österreich bedeuten würde.

8,6TerawattstundenStrom wären nötig, um die dafür benötigten 3,3 Milliarden Liter Sprit durch Strom zu ersetzenAllerdings beruht der jetzige Durchschnittswert auf relativ vielen Kleinwagen. Wenn in Zukunft vermehrt auch größere und schwerere Autos mit Strom fahren, würde er steigen. Günter Paurtisch von der Österreichischen Energieagentur (AEA) hält deswegen einen Bedarf von zehn TWh für realistischer.

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Zum Vergleich: Derzeit werden in Österreich jährlich 72 TWh Strom verbraucht, es entstünde also ein Mehrbedarf von 14 Prozent. Bis 2030 soll die Ökostrom-Produktion kräftig ausgebaut werden, allerdings wird erwartet, dass auch der Stromverbrauch in mehreren Sektoren steigt. Im Klimaschutzministerium schätzt man, dass 2030 etwa ein Drittel der privaten Pkw Strom tankt, der Bedarf dafür wäre im Ökostromausbau eingerechnet. Der Mehrbedarf, der durch eine Umstellung des gesamten privaten Pkw-Verkehrs anfallen würde, ist dadurch aber nicht abgedeckt.

Bei Oesterreichs Energie, der Interessensvertretung der E-Wirtschaft, sieht man das Problem weniger in der benötigten Strommenge, denn in der Belastung für das Stromnetz. So würde ein Anteil von 30 Prozent E-Mobilität bis 2030 zusätzliche Netz-Ausbaukosten von über vier Mrd. Euro verursachen. headtopics.com

Laden ohne LastspitzenDie Gretchenfrage ist dabei die der Lastspitzen. Idealerweise werden Elektroautos langsam geladen, und zwar automatisch gesteuert dann, wenn gerade weniger Strom gebraucht wird. Das wäre technisch bereits möglich, die legalen und Infrastruktur-Voraussetzungen fehlen aber.

Gelingt Österreich die Stromwende bis 2030?Private Autos stehen etwa 90 Prozent der Zeit über, typischerweise zu Hause und am Arbeitsplatz, so Daniel Hantig von der Regulierungsbehörde E-Control. Deswegen könnten die Akkus der Autos auch als Pufferspeicher dienen und so zur Entlastung der Stromnetze beitragen. Die durchschnittliche wöchentliche Kilometerleistung entspreche zudem etwa einer vollen Akkuladung. Schnellladestationen wären deswegen vor allem an öffentlichen Orten, etwa entlang von Überlandstraßen nötig.

Derzeit gibt es in Österreich 4.972 Ladestationen mit 9.773 Ladepunkten, an Schnellstraßen und Autobahnen findet sich im Schnitt alle 80 Kilometer eine. Die EU-Kommission empfiehlt ein Verhältnis von einem öffentlichen Ladepunkt für zehn Elektroautos. Für den gesamten motorisierten Pkw-Verkehr in Österreich wären also 460.000 öffentliche Ladepunkte nötig. Im dicht besiedelten Gebiet, wo die meisten Fahrzeughalter keine privaten Stellplätze haben, ist der Bedarf höher als am Land.

Genaue Zahlen zum geplanten Ausbau gibt es beim Klimaschutzministerium auf Anfrage des KURIER nicht, diese sollen erst noch erarbeitet werden.Terawattstunde Weiterlesen: KURIER »

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