Warum Kurzstreckenflüge umweltfreundlicher als Langstreckenflüge sind

Warum Kurzstreckenflüge umweltfreundlicher als Langstreckenflüge sind

15.06.2021 18:01:00

Warum Kurzstreckenflüge umweltfreundlicher als Langstreckenflüge sind

Für den Luftfahrtexperten Robert Machtlinger geht die Diskussion um Kurzstreckenverbote und Ticketmindestpreise an der Realität vorbei.

Ein anderer Vergleich macht das noch deutlicher: Moderne Flugzeuge verbrauchen auf der Kurzstrecke auf 100 Kilometer pro Person 2,3 Liter Kerosin. „Da ist man genauso unterwegs wie in einem Pkw mit drei Leuten, wenn dieser 6,9 Liter verbraucht.“ Der gewünschte Effekt werde mit einem Verbot von Kurzstreckenflügen also nicht erreicht. Das Thema gebe es übrigens nur in Europa, in den USA oder Asien praktisch gar nicht.

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Soziale GerechtigkeitAuch Mindestpreise betrachtet Machtlinger skeptisch: „Das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“ Leute mit höherem Einkommen werden dann auch noch in Zukunft fliegen können, Leute mit niedrigerem Einkommen nicht. Außerdem würde nicht jedes Ticket bei einem Billigflieger „nur 20 Euro“ oder weniger kosten, es gebe auch teurere Tickets.

Airbus-Chef warnt vor Konkurrenz aus ChinaDer Flugverkehr insgesamt ist laut Machtlinger für 2,7 Prozent des weltweiten -Ausstoßes verantwortlich. Das Ziel der Branche sei es, bis 2030 -neutral zu sein. Um das zu erreichen, sei schon viel passiert. „Moderne Flugzeuge sind um 20 bis 25 Prozent effizienter als ihre Vorgängermodelle“, sagt Machtlinger. Wenn alle Flugzeuge, die älter als zehn Jahre sind, durch neue ersetzt würden, wäre die weltweite Flugzeugflotte um 20 Prozent umweltfreundlicher. headtopics.com

Zahl der Flugzeuge steigtTriebwerkstechnik und Aerodynamik hätten sich verbessert, die Flugzeuge seien leichter und die Streckenführung optimiert worden. Mit Hilfe von synthetischem Treibstoff – durch dessen Produktion gebunden wird, das dann beim Flug wieder freigegeben wird – soll -Neutralität erreicht werden.

Fliegen wird auch langfristig noch ein Thema sein, glaubt der FACC-Chef. Bis 2039 sollen 40.000 neue Flugzeuge auf den Markt kommen. Ursprünglich wurde das für 2038 prognostiziert, die Covid-Pandemie hat das nur um ein Jahr zurück revidiert. Zählt man die Flugzeuge dazu, die bereits existieren und 2039 noch in der Luft sein werden, kommen die Prognosen auf rund 50.000 Flugzeuge. Das wäre mehr als doppelt soviel als heute. Derzeit gibt es weltweit 22.000 Flugzeuge.

Reiselust steigtDer Drang zum Reisen ist jetzt während des Ausklingens der Corona-Pandemie wieder stärker zu spüren, bei internationalen Flügen wird das aber noch ein bisschen dauern, sagt Machtlinger. In Asien sei das Passagieraufkommen wieder auf Vorkrisenniveau, in den USA bei rund 80 Prozent, Europa hinke mit 65 Prozent noch hinterher – wegen der unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Ländern. Erst ab 2023 oder 2024 werde der Flugverkehr wieder das Vorkrisen-Ausmaß erreichen.

Luftfahrt in Europa auf zaghaften ErholungskursFACC hat die Einbrüche im Luftverkehr 2020 mit einem Umsatzrückgang von 800 auf 530 Millionen Euro gespürt. 2021 werde mit rund 500 Millionen Euro Umsatz relativ stabil bleiben, auch FACC werde erst in zwei bis drei Jahren wieder an 2019 anschließen können. headtopics.com

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Schwieriges JahrDas Unternehmen will die laufenden Effizienzprogramme in den nächsten Monaten fortsetzen. Nach dem schwierigen Pandemiejahr 2020 fährt FACC ein striktes Kosten- und Liquiditätsmanagement. Ein Schlüssel für baldiges Wachstum ist laut Machtlinger die Optimierung der Lieferketten und eine Reduktion der Lagerbestände. Der Mitarbeiterstand verringerte sich binnen Jahresfrist von 3.361 auf 2.528.

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