Walter-Benjamin-Serie: Unbedankte Arbeit der Erinnerung - derStandard.at

12.11.2020 13:09:00

Walter-Benjamin-Serie: Unbedankte Arbeit der Erinnerung:

Walter-Benjamin-Serie: Unbedankte Arbeit der ErinnerungBenjamins Prosaskizzenbuch "Berliner Kindheit um 1900" (1940) verknüpft eigene Eindrücke mit Anhaltspunkten zu einer Geschichte der ModerneFoto: Akademie der Künste, Berlin

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Wenn Walter Benjamin seine Kindheit jemals mit der Vorstellung von Geborgenheit verband, so muss ihm diese nachträglich als unheimlich erschienen sein, als finster und – der Tendenz nach – als hochproblematisch. 30 makellose Prosaskizzen umfasst seine 1932 begonnene"Berliner Kindheit um 1900". Das Buch bildet ein Sammelsurium köstlichster Kindheitseindrücke. Und doch gehört dieser autobiographische Schlüsseltext zu Benjamins gewaltsam"zerschlagenen" Projekten:"Die Reihenfolge hat er nicht mehr festgelegt", hieß es jahrelang aus den Kreisen der Nachlassverwalter. Tatsächlich hat der Autor, selbst bereits an der Schwelle zum Exil stehend, mit einem Gefühl wachsender Verzweiflung an der Zusammenstellung der Druckvorlage herumgedoktert.

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