Umwelt - Noch viele offene Fragen beim Einwegpfand

15.10.2021 09:30:00

Der Lebensmittelhandel will nicht auf den Kosten für Rückgabeautomaten und bauliche Veränderungen sitzenbleiben.

Der Lebensmittelhandel will nicht auf den Kosten für Rückgabeautomaten und bauliche Veränderungen sitzenbleiben. Die Ausnahmeregelung für kleine Geschäfte ist gut gemeint, aber keine tragfähige Lösung, sagt WKO-Vertreter Prauchner. Von Rosa Eder-Kornfeld.

Der Lebensmittelhandel will nicht auf den Kosten für Rückgabeautomaten und bauliche Veränderungen sitzenbleiben.

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Zu Korruption im Umfeld der ÖVP: Opposition nimmt Anlauf für neuen UntersuchungsausschussDie drei Oppositionsparteien lassen nicht locker: Schon heute werden SPÖ, FPÖ und Neos einen neuen Untersuchungsausschuss beantragen. Der Ibiza-Ausschuss wurde mit den Stimmen von ÖVP und Grünen abgedreht. Neues Thema: Vermutete Korruption im Umfeld der ÖVP.

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Wer nachhaltig leben will, greift beim Einkaufen zu Mehrwegflaschen.Das Kunsthaus Zürich ist ein Museum der Superlative.Foto: Rita Newman / Theater der Jugend Ritter Länglich entspricht mit seinen roten Bäckchen, seiner dümmlichen Frisur und dem Bäuchlein nicht dem Bild eines Helden, auch seinem Namen macht der Untersetzte wenig Ehre.Jan Josef Liefers hat es in diesem Jahr nicht leicht.

Diese sind in Österreichs Supermärkten jedoch eine rare Spezies. Doch wie kam es dazu? Bis zum EU-Beitritt war noch alles in Ordnung. Von der Idee bis zur Fertigstellung dauerte es 20 Jahre - und selbst nach der glanzvollen Eröffnung am 9. Dank eines Glasflaschengebots, das auf der Hygieneverordnung von 1935 beruhte, betrug der Mehrweganteil etwa bei Mineralwässern im Jahr 1994 fast 100 Prozent. Sie locken ihn mit einem Abenteuer auf die Insel des bösen Baron Bulligrob (Florian Stohr). Mit dem Beitritt Österreichs zur EU und der von den Abfüllern freudig begrüßten Aufhebung des Glasflaschengebots - es wurde als nicht mit dem EU-Gemeinschaftsrecht vereinbar erachtet - rasselte die Mehrwegquote bei Mineralwasser in den Keller.Die Zürcherinnen und Zürcher entzweite zunächst die Frage, ob das ursprüngliche Kunsthaus, 1910 am Standort Heimplatz eröffnet und seitdem mehrfach erweitert, überhaupt einen weiteren Ergänzungsbau benötige. Im Jahr 2005 waren es nur mehr 27 Prozent. Nach seinen Schilderungen aus dem Krankenhausalltag sagte Liefers, er sei dagegen, die noch ungeimpften Deutschen zu einer Immunisierung gegen Sars-CoV-2 zu drängen.

Heute werden nur rund 15 Prozent der verkauften Mineralwässer in Mehrwegflaschen verkauft.000 Quadratmetern mehr als verdoppeln würde. Ihr Gerät erlaubt uns derzeit leider nicht, die entsprechenden Optionen anzuzeigen.Insgesamt lag der Anteil der Mehrwegflaschen über alle Getränkekategorien hinweg (Mineralwasser, Bier, Säfte, Limonaden, Soda und Milch) Anfang der 1990er Jahre noch bei rund 80 Prozent. Seitdem ist er drastisch gesunken und beträgt aktuell knapp über 18 Prozent.2008 gewann der Londoner Architekt David Chipperfield den ausgeschriebenen Wettbewerb. Die Plastikflasche zum Wegwerfen hat hingegen ihren Siegeszug angetreten.B.Nur 70 Prozent Sammelquote bei PlastikflaschenIn Österreich werden jährlich 1,6 Milliarden Getränkeflaschen aus Kunststoff in Verkehr gebracht. Im Winter 2015 erfolgte die Grundsteinlegung. Jeden Tag.

Nur etwa 70 Prozent davon werden gesammelt und aufbereitet. Dieser Prozentsatz muss aber gesteigert werden, wenn Österreich keine Strafzahlungen der EU riskieren will.Schuhschachtel-ÄsthetikChipperfield leitet eines der renommiertesten Architektenbüros weltweit: In Berlin stemmte der Baukünstler jüngst die Neugestaltung der Museumsinsel, in Wien verantwortete er die Adaption des Traditionskaufhauses Peek & Cloppenburg in der Mariahilfer Straße. Die EU-Richtlinie zu Single-Use-Plastic sieht nämlich vor, dass Getränkeflaschen aus Kunststoff bis 2025 zu mindestens 77 Prozent und bis 2029 zu mindestens 90 Prozent getrennt gesammelt und auch recycelt werden müssen. Von vielen Seiten wurde der Ruf nach einem Pfandsystem und des Ausbaus des Mehrweganteils laut - und er wurde nun erhört, obwohl sich der Handel lang dagegen gewehrt hat. Tatsächlich ist die Kunsthaus-Fassade eher schlicht ausgefallen, verkleidet mit hellem Jura-Kalkstein hält sich das Gebäude innerhalb des Stadtbilds diskret im Hintergrund.So soll es ab 2024 im Handel verbindliche Mehrwegquoten geben.

Auch Diskonter, die bis jetzt keine Getränke in wiederbefüllbaren Gebinden im Angebot haben, werden davon betroffen sein. Dem Gebot der Stunde folgend, wurde klimafreundlich gebaut, siehe Material-Recycling, Fotovoltaik und thermische Sonden. Ab 2025 soll für PET-Flaschen und Getränkedosen ein Pfandsystem eingeführt. Das sieht die Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG) vor, die am Mittwoch den Ministerrat passiert hat. Die Eröffnungsausstellung 'Earth Beats' (noch bis 6. Für Geschäfte mit Flächen unter 400 sind Pfandautomaten nicht verpflichtend.Die Ausnahmeregel sei gut gemeint, sagt Christian Prauchner, Obmann des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), im Gespräch mit der 'Wiener Zeitung'.Der Bau steht, der Streit schwelt.

In der Praxis würden aber die Konsumenten erwarten, dass sie auch in den kleinen Geschäften alle Gebinde zurückgeben können und unter Umständen auf die großen Supermärkte ausweichen und gleich dort einkaufen.Daher müsse eine für bauliche Veränderungen und die Anschaffung von Rückgabeautomaten eine Investitionsförderung geben, so Prauchner, der selbst einen Eurospar und zwei Spar-Geschäfte betreibt. Die neuen Räumlichkeiten beherbergen nämlich überwiegend private Sammlungen. Ihn habe die Anschaffung eines Leergutautomaten (ohne Dosenrücknahme und die dazugehörige Software), bei dem die Plastikflaschen zusammengequetscht werden, 36.000 Euro gekostet. Der Neubau in Zürich beherbergt ebenfalls private Stiftungen, darunter die rund 200 Werke umfassende Giacometti-Stiftung, aber eben auch viele private Leihgaben auf begrenzte Zeit, zum Teil sogar mit vorgezogener Kündigungsklausel. Die zusätzlichen Kosten für die Dosenquetschung schätzt er auf 14.

000 bis 15.Kunstaffiner WaffenhändlerDas größte Konfliktpotenzial birgt die Sammlung Bührle: Mit 170 Werken ist sie die umfangreichste Privatkollektion im Haus, enthält wichtige Werke von Vincent van Gogh, Manet, Cézanne sowie Picasso - und nimmt im Neubau beinahe ein ganzes Stockwerk ein.000 Euro. Auch Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, fordert ausreichende Entschädigungen für die Investitionen, die in den kommenden Jahren anstehen - sowohl für den gesamten Lebensmitteleinzelhandel mit seinen Filialen als auch für die mehr als 6. Bührle nicht ohne die Gräuel der NS-Zeit denkbar: Bührle erwirtschaftete sein Vermögen, indem er Waffen gleichermaßen an Nazi-Deutschland wie an Großbritannien verkaufte.700 selbstständigen Kaufleute.Tausche PET-Flaschegegen FahrscheinPrauchner spricht sich auch dafür aus, Möglichkeiten zur Rückgabe von PET-Flaschen und Dosen außerhalb des Lebensmittelhandels zu schaffen. Auch weiß man inzwischen, dass der Industrielle den Großteil seiner Kunstsammlung während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erworben hatte: Er kaufte Bilder, die durch Plünderung und Vertreibung jüdischer Sammler und Galeristen günstig auf dem Kunstmarkt zu haben waren.

In Rom können etwa an Metro-Stationen Plastikflaschen (von 0,25 bis 2 Liter) zurückgegeben und via App Bonuspunkte gesammelt werden, die man dann für den Kauf von Fahrkarten verwenden kann. Pro Flasche gibt es 5 Cent, ein Einzelfahrschein kostet 1,50 Cent, also 30 PET-Flaschen. Die Raub- und Fluchtkunst soll nun das Herzstück des neuen Museums der Stadt sein?Der Historiker Erich Keller kritisiert in seinem soeben erschienen Buch 'Das kontaminierte Museum', dass Bührles problematische Sammlung überhaupt in einem öffentlichen Museum Einzug halte, und stellt die grundsätzliche Frage: Wie sollen Museen mit Erinnerungskultur umzugehen?Im Kunsthaus Zürich entschied man sich dafür, über die Entstehungsgeschichte der Sammlung zu informieren.Wie das Handling des Einwegpfandes aussehen wird, sei noch nicht bekannt, so Prauchner. Die Novelle des AWG muss noch im Parlament behandelt werden. Wünschenswert wäre, dass in den kommenden Jahren daraus eine tiefergehende Auseinandersetzung folgt. Dann will Klimaschutzministerin Leonore Gewessler gemeinsam mit den Partnern und Partnerinnen aus der Wirtschaft die Details erarbeiten.

Gewessler verspricht, rasch Klarheit und Planungssicherheit zu schaffen. Zunächst beschäftigte sich nur die Stiftung Bührle selbst mit der Herkunft ihrer Kunstwerke, nun bestellte die Stadt Zürich eine Historikerkommission, um die Provenienz der Bilder zu klären, weiterführende Forschungen wurden angekündigt.Der Lenkungseffekt der Maßnahmen wird sich zeigen. In Deutschland war das 2003 eingeführte Dosenpfand zunächst erfolgreich. Vielleicht lädt die Sammlung Bührle dazu ein, sich tiefergehend mit der Rolle der Schweiz während der NS-Zeit auseinanderzusetzen. Die Zahl der verkauften Dosen ging von 7,5 Milliarden im Jahr 2002 auf 300 Millionen zurück. 2019 gingen schon wieder 3,9 Milliarden Dosen über die Ladentische..

Das von den Diskontern vorwiegend in Einweg-Plastikflaschen angebotene Bier traf nicht den Geschmack der Kunden. Zudem habe die Dose 'auch wieder einen gewissen Kultcharakter' erlangt, wie der Marketingchef von Konsum Leipzig, Matthias Benz, in einem Fernsehinterview sagte. Die Dose punkte auch durch ihr geringes Gewicht. .