Ukraine-Konflikt - Für den Kreml geht es um alles

16.01.2022 16:00:00

Im Konflikt Russlands mit der Nato ist man einander keinen Millimeter näher gekommen. Gibt es jetzt Krieg?

Russland zieht an der Grenze zur Ukraine Truppen zusammen und lässt Panzer auffahren, während die ganze Woche fieberhaft versucht wurde, den Konflikt zu entschärfen. Ein Überblick über die aktuelle Lage.

Im Konflikt Russlands mit der Nato ist man einander keinen Millimeter näher gekommen. Gibt es jetzt Krieg?

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Der Ukraine-Konflikt - Wiener Zeitung OnlineWZdossiers: Seit acht Jahren dauert der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bereits an. Lesen Sie alles zu den Hintergründen in unserem Dossier mit Analysen, Interviews und Kommentaren. Foto: Außenministerium in Kiew, reuters/Valentyn Ogirenko -

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Djokovic bleibt frei! Finale Entscheidung nahtIm Krimi rund um Novak Djokovic geht es Schlag auf Schlag: Nachdem dem Tennis-Star am Freitag zum zweiten Mal das Visum entzogen worden war, wollten ... Egal wie es ausgeht, so oder so. Am Ende Joker Win. 👉 1 Australische Regierung blutige Nase 👉 0 ....und wenn der nächstes Jahr wieder kommt, wird er sicher ausgebuht, denn wie soll man dieses Szenario vergessen was er da aufführt? Ich hätte ihn, oder zumindest einen von seinem Stab, intelligent genug gehalten. Seine Anwälte freuen sich eine dicke Rechnung zu präsentieren! Ich glaube eher ein Opfer seiner Entourage, ab ins Flugzeug und weg … Schadensbegrenzung!

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Russland zieht an der Grenze zur Ukraine Truppen zusammen und lässt Panzer auffahren, während die ganze Woche fieberhaft versucht wurde, den Konflikt zu entschärfen.Von der Krim-Annexion bis zu den russischen Truppenaufmärschen vor der Ostukraine.4.Hackerangriff: Russische Drohungen auf ukrainischen Regierungsseiten "Ich sehe die heutigen Entwicklungen als ersten Akt einer Tragödie, dem noch weitere folgen werden", analysiert Russland-Experte Gerhard Mangott im KURIER-Gespräch.

Man hat verhandelt, gedroht und versucht, irgendwie eine gemeinsame Basis zu finden. Jetzt herrscht Ratlosigkeit: Ist die Kriegsgefahr gebannt oder steuert Europa nur fünfeinhalb Autostunden von Wien entfernt tatsächlich auf eine militärische Konfrontation zu? Handelt es sich bei den drastischen Worten Russlands, der Nato und des OSZE-Vorsitzes nur um Kulisse und wie könnte ein Krieg mit Russland, so der doch Wirklichkeit wird, aussehen? Auf diese Fragen sollen hier Antworten gefunden werden. Gastkommentar Was soll, was kann die EU tun, wenn Moskau Kiew angreift und Peking Taipeh? Ukraine-Krise Russland ließ den Ukraine-Konflikt in den vergangenen Wochen eskalieren.\nEine Woche lang wurde verhandelt. Von Hubert Hobmaier, KFV Traunstein Neben der Printausgabe findet sich ein Onlineexemplar auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes. Was hat es gebracht?\nIn einem Punkt waren sich beide Seiten einig: Es war gut, dass man mit der längeren Funkstille gebrochen und wieder miteinander gesprochen hat.. Auch betonten Politiker beider Seiten, weiter miteinander reden zu wollen. Sergej Lawrow ist seit 2004 Außenminister Russlands und gilt als enger Vertrauter Wladimir Putins.

In der gegenwärtig angespannten Lage ist das bereits ein Fortschritt. Russland-Ukraine Russland zieht zehntausende Soldaten an den Grenzen zur Ukraine zusammen.400 Frauen einen Lehrgang des Kreisfeuerwehrverbandes, lediglich 84 Frauen und Männer besuchten einen Lehrgang an einer der staatlichen Feuerwehrschulen. Das sollte aber nicht überdecken, dass man sich inhaltlich keinen Millimeter angenähert hat. Und dass Russland signalisiert, nicht ewig reden zu wollen: Gebe es keine 'konstruktive Antwort auf unsere Vorschläge', müsse Moskau 'die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um das strategische Gleichgewicht zu gewährleisten und unannehmbare Bedrohungen für die nationale Sicherheit zu beseitigen', sagte der russische OSZE-Botschafter Alexander Lukaschewitsch. Osteuropa Unterzeichner des Gründungsdokuments der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) erinnern sich bei.\nWie wahrscheinlich ist jetzt, dass es zum Krieg kommt?\nAn sich ist das Interesse Russlands an einem Krieg mit der Ukraine gering. 47 Lehrgangstypen Eigens dafür erstellt Josef Linner jährlich einen neuen Katalog an Angeboten. Bei einem Angriff auf das Nachbarland auf breiter Front hätte Russland weit mehr zu verlieren als zu gewinnen: Die Sanktionen des Westens, die Russlands Wirtschaft schon in den letzten Jahren geschadet haben, würden neue Dimensionen erreichen, und Moskau müsste ein riesiges Gebiet sichern, dessen Bevölkerung ihm feindselig gegenübersteht.. Heißt: Der Westen soll sich schriftlich verpflichten, die Ukraine niemals in das Militärbündnis aufzunehmen – genau wie alle anderen ehemaligen Sowjetstaaten.

Zudem wäre ein Angriff auf die Ukraine auch in Russland nur wenig populär. Andererseits will Moskau einen Nato-Beitritt der Ukraine um so gut wie jeden Preis vermeiden. Brandmeldeanlage Kirchheim Basis- als auch Spezialthemen Themenmäßig werden die Basisausbildungen ebenso angeboten wie Spezialthemen. Die Grenze zwischen einer Nato-Ukraine und Russland sowie dem mit Russland verbündeten Belarus ist lang und schwer zu sichern, der Weg ins Herz Russlands offen. Sollte man im Kreml zum Schluss kommen, dass ein Militäreinsatz das geringere Übel ist, wird man ihn wagen - aller Opfer zum Trotz.\n\nWie könnte eine Lösung in der Konfrontation aussehen?\nEine mögliche Lösung bestünde in einer Neutralität der Ukraine. Sie müssen sich der sogenannten Belastungsübung unterziehen und in den Übungsstrecken Traunstein oder Trostberg ihre Fitness und Koordination unter Beweis stellen."Man will hier das Bild verbreiten, dass der Westen keinen Schritt auf Russland zugeht - und man deshalb zu einer Reaktion gezwungen ist.

Bei einem solchen Modell bekäme Russland seine geforderten Sicherheitsgarantien, und die dann neutrale Ukraine könnte sich - ähnlich wie Finnland und Österreich in der Zeit des Kalten Krieges - möglicherweise in Ruhe nach Westen orientieren und dringend nötigen inneren Reformen widmen. Eine solche Lösung ist freilich nur wenig wahrscheinlich: Im Budapester Memorandum hatte sich die Ukraine in den 1990er Jahren dazu verpflichtet, ihre Atomwaffen an Russland abzutreten, und dafür von Moskau Garantien bekommen, dass ihre Grenzen unangetastet bleiben. Im Moment des Konflikts 2014 waren diese Garantien jedoch nichts mehr wert, Russland annektierte die Krim und stützte die Rebellen im Donbass. Dabei ärgert mich besonders, dass es auf Landesebene seit Jahren zu einer deutlichen Bedarfsunterdeckung kommt und die Kreisfeuerwehrverbände gezwungen werden, dies auf ehrenamtlicher Basis zu kompensieren“, so Christof Grundner. Kiews Vertrauen, dass eine ukrainische Neutralität respektiert werden würde, dürfte also bei null liegen. Außerdem müsste in einem solchen Fall wohl auch Moskau der Ukraine bei den Streitfällen Donbass und Krim entgegenkommen. Und das langfristige Ziel?"Ich gehe nicht von einer großflächigen Invasion der Ukraine aus", meint Mangott.

Eine Rückgabe der Krim wäre für Putin allerdings ein enormer Gesichtsverlust - und ist deshalb wohl undenkbar. Grundausbildung in Engelsberg Jedes Jahr eine Mammut-Aufgabe Für Josef Linner, den Ausbildungsverantwortlichen auf Kreisebene, bedeutet die Erstellung Jahr für Jahr eine Mammutaufgabe.\nWie könnte ein Krieg mit Russland aussehen?\nNeben einem klassischen Feldzug, wie er im 20. Jahrhundert üblich war, stehen Kreml-Chef Wladimir Putin noch ganz andere Mittel zur Verfügung. Der gelernte Geheimdienstler hat bei der Annexion der Krim 2014 auf Soldaten gesetzt, die keine Hoheitszeichen trugen, damit nicht zuordenbar waren und die nach und nach eingesickert sind. „Die Frauen und Männer leisten immer wieder Großartiges und haben gerade in der Corona Pandemie bewiesen, dass sie stets flexibel und schnell auf geänderte Vorgaben reagieren können. Es gibt viele Wege, die Lage in einem andern Land zu destabilisieren. © Bild: Privat Was hätte Russland davon? "Wägt man die Vor- und Nachteile einer Eskalation ab, so bleibt es für mich rätselhaft, warum Russland es so sehr darauf anlegt", sagt Mangott.

Cyber-Attacken sind ein bewährtes Mittel. Zuletzt kam es zu einem massiven Hackerangriff auf Internetseiten der ukrainischen Regierung. Alle anderen Lehrgänge wurden durchgeführt, wenngleich mit weniger Teilnehmern und teilweise in Fahrzeughallen und Turnsälen. Ein Cyberangriff könnte unter Umständen auch die Strom- oder Wasserversorgung lahmlegen.\nRussland fühlt sich vom Westen bedroht. Zu Recht?\nIm Westen wertet man die Ängste Russlands vor Einkreisung als Phobien einer beleidigten Ex-Großmacht. Funkausbildung in Erlstätt „Gerade im Ausbildungswesen zeigt sich, dass die Kommunen und der Landkreis hinter den Feuerwehren stehen und einen hohen Ausbildungsstand der Einsatzkräfte unterstützen. Die Reallöhne sind seit 2013 bereits um zwölf Prozent gesunken, die Menschen sind jetzt schon unzufrieden", meint Mangott.

Nato und USA betonen immer wieder das Recht der Ukraine, als souveräner Staat über ihre Außen- und Sicherheitspolitik selbst zu entscheiden. Sie erklären, dass es ihnen nicht um Einflusssphären ginge - im Gegensatz zu Russland, dem ein längst überwunden geglaubtes Großmachtdenken vorgeworfen wird. Dabei ignoriert der Westen, dass die Erweiterung der 'Friedens- und Sicherheitszone' der Nato in Moskau als Erweiterung der westlichen Einflusssphäre gewertet wird. „Wir werden uns deshalb mittelfristig mit der Schaffung eines Ausbildungszentrums auf Landkreisebene, wie es beispielsweise der benachbarte Landkreis Mühldorf vorhält, auseinandersetzen müssen. Auch wenn man vermutlich auch im Kreml nicht an ein Szenario wie bei Hitler 1941 und Napoleon 1812 glaubt (beide sind mit großen Armeen in Russland einmarschiert): Die mögliche Erweiterung des westlichen Militärbündnisses um die in weiten Teilen russischsprachige Ukraine erzeugte in Kombination mit der Kündigung von wichtigen Rüstungskontrollverträgen durch die USA für Russland ein Deja-vu-Erlebnis. Man fühlt sich an traumatische Stunden der eigenen Geschichte erinnert.

Im Kreml hält man es für möglich, dass es den USA darum geht, Russland und seine Rohstoffe unter seine Kontrolle zu bekommen und das Land möglicherweise aufzuteilen. „Dort wo es passt, haben wir mittlerweile auf Onlinelehre umgestellt“, so Josef Linner. Es geht also in des Kremls Sicht um alles - entsprechend weit wird Moskau gehen, wenn es das Gefühl hat, dass keine Verhandlungslösung mehr möglich ist.\n\nWie lange würden die ukrainischen Streitkräfte in einem konventionellen Krieg standhalten?\nDass Russland der Ukraine militärisch haushoch überlegen ist, liegt klar auf der Hand. Allerdings gibt es zahlreiche Beispiele, wo der scheinbar hoffnungslos Unterlegene den Spieß zumindest zeitweise umdrehen konnte. Hierzu werden wir uns noch ein Meinungsbild bei den Feuerwehren einholen“, so seine Aussage. Als die Sowjetunion 1939 Finnland angriff, holte sich die Rote Armee eine blutige Nase.

Die Finnen konnten sich phasenweise mit einfachen Mitteln erfolgreich verteidigen. Auch die ukrainische Armee ist nicht wehrlos, sie hat durch die Kämpfe mit russischen Freischärlern in Donezbecken Erfahrungen gesammelt und verfügt über moderens Kriegsgerät. Aufgrund der hohen Nachfrage bleiben die Seminare „Grundlagen der Kommunikation und Rhetorik für Führungskräfte“, die Online-Schulungen zur Vegetationsbrandbekämpfung sowie die Ausbildung „Technische Hilfeleistung am Lkw“ auch im laufenden Jahr im Angebot. Etwa über türkische Drohnen und Panzerabwehrraketen aus den USA. Vor allem Letztere können Invasoren empfindliche Verluste zufügen. So hat die Hisbollah der israelischen Armee bei Kämpfen im Libanon 2006 mit panzerbrechenden Raketen übel mitgespielt. „All dies werden wir auch in diesem Jahr wieder anbieten“, so Josef Linner.

Militärexperten gehen davon aus, dass der russischen Armee im Fall einer Besetzung der Ukraine ein verlustreicher Partisanenkrieg droht.\n .