Türkei tritt aus Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen aus

Türkei tritt aus Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen aus

21.03.2021 01:50:00

Türkei tritt aus Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen aus

Präsident Erdogan hat per Dekret die Konvention aufgehoben. Laut Anwaltsvereinigung aus Istanbul hat er dazu nicht die Befugnis.

pocketDie Türkei ist aus der sogenannten Istanbul-Konvention ausgetreten, die Gewalt gegen Frauen verhindern und bekämpfen soll. Ein entsprechendes Dekret des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wurde in der Nacht zu Samstag im Amtsblatt veröffentlicht. Die Entscheidung stieß auf scharfe Kritik. Erdogan hatte erst Anfang März einen"Aktionsplan für Menschenrechte" angekündigt, darunter den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen.

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Kritik aus ÖsterreichDie Istanbul Konvention - eine internationale Vereinbarung - war 2011 vom Europarat ausgearbeitet worden und sollte einen europaweiten Rechtsrahmen schaffen, um Gewalt gegen Frauen zu verhüten und zu bekämpfen. Erdogan selbst hatte die Konvention in Istanbul - dem Ort der finalen Einigung - unterschrieben, damals noch als Ministerpräsident. Später wurde sie in der Türkei zwar auch entsprechend ratifiziert, laut der Organisation"Wir werden Frauenmorde stoppen" aber nie angewendet.

Das österreichische Außenministerium erklärte auf Twitter:"Wir bedauern zutiefst die Entscheidung der Türkei, sich aus der Istanbul-Konvention zurückzuziehen. Die Verhütung und Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung." headtopics.com

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) ließ mitteilen, Erdogan führe sein Land damit einmal mehr zurück in die Vergangenheit und weiter weg von Europa, die Leidtragenden dieser Entscheidung seien wieder die Frauen. Umso wichtiger sei es, dem Einfluss Erdogans auf Europa und Österreich durch Netzwerke und Vereine scharf entgegenzutreten und diesen klar zu unterbinden.

Diskussion in der TürkeiIn den vergangenen Monaten gab es in der Türkei immer wieder Diskussionen über einen möglichen Austritt aus der Konvention. Sie war von einer konservativ-religiösen Plattform losgetreten worden, die unter anderem Religion, Ehre und Anstand durch das Abkommen gefährdet sah.

Gewalt gegen Frauen ist in der Türkei ein verbreitetes Problem. Nach Angaben von Frauenrechtsorganisationen wurden allein im vergangenen Jahr mindestens 300 Frauen in der Türkei von Männern ermordet. Erst kürzlich sorgte die Vergewaltigung und der Mord an einer 92-Jährigen für Empörung sowie das Video einer brutalen Tat, bei der sich ein Mann an seiner Ex-Frau verging.

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... weil er dem Wunsch folgt: Macht euch die Erde untertan! Ist doch klar ein Türke kann ja nur eine Frau schlagen weil er im Bett versagt ? Wenn wundert dies? Türkei ist auf dem bestem Wege ein Islamischer Staat zu werden. Daher darf Türkei niemals Mitglied der EU werden.😟 Zuerst sie so lernen , sie zu respektieren und im Leben zu akzeptieren .

Dennoch ist der Großteil der türkischstemmigen Einwohner in Österreich pro Erdogan. Ich habe Szenen erlebt, wo türkische Schüler Referate über Erdogan hielten und ihn schamlos vereidigten. Auf die anschließende Frage, warum sie nicht dort leben wollen, flogte Stillschweigen. Das gefällt vielen in Favoriten.

IngeHaus2 Ziegenficker laut Boehmermann Vielleicht liegt es daran, dass er Homosexualität nicht unter dem Deckmantel der Frauenrechte normalisieren will. Ist da irgendwer überrascht? „Vizepräsident Fuat Oktay verteidigte die Entscheidung dagegen und schrieb auf Twitter, die Türkei müsse andere nicht imitieren. Die Lösung für den Schutz von Frauenrechten 'liegt in unseren eigenen Bräuchen und Traditionen'. 🤦‍♀️