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Theater im Lockdown: Josefstadt-Direktor Föttinger: 'Jetzt können wir leider nur abwarten'

'Es wird eine neue Strategie geben müssen.' Klar sei nun auch, dass die Impfung wohl nicht so bald der versprochene 'Game Changer' sein werde #josefstadt

13.01.2021 18:00:00

'Es wird eine neue Strategie geben müssen.' Klar sei nun auch, dass die Impfung wohl nicht so bald der versprochene 'Game Changer' sein werde josefstadt

Nach einer Videokonferenz mit Vizekanzler und Staatssekretärin stellen sich die Direktoren auf längere Schließungen und anschließendes 'Eintrittstesten' ein.

Föttinger konstatierte eine gewisse"Schockstarre" angesichts des Auftretens der neuen, deutlich ansteckenderen Virus-Variante B.1.1.7., die klar mache:"Es wird eine neue Strategie geben müssen." Klar sei nun auch, dass die Impfung wohl nicht so bald der versprochene"Game Changer" sein werde:"Das Testen wird nicht aufhören." Auch

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Konzerthaus-Chef Matthias Naske empfindet Tests derzeit als"Gebot der Vernunft", wie er gegenüber der"Wiener Zeitung" sagte. Rabenhof-Chef Thomas Gratzer dagegen findet, es könne"nicht sein, dass wir Kulturinstitutionen den Job der Gesundheitsbehörde übernehmen müssen. (...) Lieber, als über solche Szenarien, wäre mir, über eine generelle Schließung der Theater bis März nachzudenken", so Gratzer zum"Standard".

Seine Kollegen von den großen Häusern und in den Bundestheatern stellen sich allerdings darauf ein, dass auch bei einem Wiederaufsperren im Frühjahr gültige Covid-19-Tests Bedingung für einen Besuch sein werden. Voraussetzung dafür sei jedoch, klare und auch praktikable Richtlinien für Durchführung und Anerkennung solcher Tests auszuarbeiten und zu kommunizieren. Dem will sich auch Föttinger, der zunächst verlauten ließ, sein Publikum"nicht selektieren" zu wollen ("Ich bin nicht der Blockwart der Bundesregierung."), nicht verschließen:"Wir müssen noch sicherer werden. Wir müssen zu Recht sagen können: Das Theater ist der sicherste Ort der Welt. Theater muss eine Vorbildwirkung übernehmen - auch für die Gastronomie!" Denn eines gehe gar nicht, sind sich die Chefs der Kulturinstitutionen einig: Dass man in der Gastronomie freien Zugang habe, während man für den Besuch von Aufführungen und Veranstaltungen Tests vorlegen müsse. Föttinger:"Eine Ungleichbehandlung wäre eine Katastrophe. Ich glaube aber, dass die Politik das nicht zulassen wird." headtopics.com

Die allgemeine VerunsicherungEinen konkreten Zeithorizont gibt es derzeit nicht - weder für die Kommunikation einer Entscheidung der Bundesregierung noch für ein Ende des Kultur-Lockdowns."Die Schwierigkeit der aktuellen Situation liegt für uns im Hin und Her der politischen Entscheidungen", sagte

Burgtheater-Direktor Martin Kusejzur"Wiener Zeitung"."Solange die Entscheidungen so wenig belastbar und die Rahmenbedingungen für den Theaterbesuch für unser Publikum so unklar sind, entsteht neben den Kosten nur weiter Verunsicherung, die Bereitschaft für einen Besuch nach Wiedereröffnung droht zu sinken und die Nachvollziehbarkeit für die unterschiedlichen Maßnahmen leider ebenso." Im Burgtheater hatte man zuletzt die Wiederaufnahme des Betriebs für den 29. Jänner geplant.

Bereits einen Schritt weiter ist das Linzer Theater Phönix gegangen. Die Uraufführung von"Winnetou eins bis drei" im Februar wird nur noch als"Online-Premiere" avisiert, vor Saalpublikum will man erst im März wieder spielen.

"Wir steigen aus dem Stand-by-Modus aus",betonten die Theaterleiter Harald Gebartl und Romana Staufer-Hutter gegenüber der APA."Winnetou eins bis drei" ist bereits fertig geprobt, die Premiere wurde aber immer wieder verschoben. Ein Termin und ein genauer Modus - etwa ob die Karten etwas kosten werden oder wo man das Stück sehen kann - steht noch nicht fest. Die Details sind noch in Ausarbeitung. Aber man möchte mit dem Stück einfach vor das Publikum. headtopics.com

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"Aus der Notwendigkeit den Folgeproduktionen gegenüber wird aus der Vorstellung 'Winnetou eins bis drei' eine Onlineversion konzipiert. Mit diesem Schritt ist es vorab wieder möglich ressourceneffizient und transparent für unser Publikum und unsere Partner agieren zu können", so die Theaterleitung. Mit der ersten Saal-Premiere will man erst am 4. März starten. Der Titel könnte für das Theaterpublikum allerdings noch länger Programm sein:"Draußen vor der Tür."

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