Testessen im Restaurant Shanghai

Ein unverwüstlicher Kitsch-Chinese aus dem vergangenen Jahrhundert wurde zu einer edlen Fine-Dine-Adresse. Fast ohne Veränderung. Fast.

21.10.2021 22:16:00

Ein unverwüstlicher Kitsch-Chinese aus dem vergangenen Jahrhundert wurde zu einer edlen Fine-Dine-Adresse. Fast ohne Veränderung. Fast.

Ein unverwüstlicher Kitsch-Chinese aus dem vergangenen Jahrhundert wurde zu einer edlen Fine-Dine-Adresse. Fast ohne Veränderung. Fast.

Restaurant ShanghaibeigestelltBis 2020Familie Wang holte Tim Urban vom freundschaftlich verbundenen „Sichuan“ ins Geschäft, um den Neustart zu wagen. Dort wacht die Familie Urban-Chao um die Institution im Donaupark. Ein Koch wurde aus Shanghai eingeladen und mit Robert Stark ein weiterer Sommelier neben Tim Urban ins Boot geholt. Und das Wichtigste wurde beibehalten, die Inneneinrichtung blieb die alte. Damit hat Wien plötzlich einen optisch opulenten und feierlichen Chinesen zum Empfehlen. Denn die schönste Nebensache wurde völlig verändert: Speise- und Weinkarte haben nichts mehr mit der alten Ära zu tun, sondern spielen im Fine-Dine-Bereich, neben den weißen und roten Klassikern führen die Herren interessantere, nicht so bekannte Weine, darunter auch solche aus China, etwa einen aus einer Oase aus der Wüste Gobi (Puchang Rkatsiteli, so heißt der Wein, nicht die Oase).

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Hilfslos überlastet: Fast die Hälfte der Pflegekräfte denkt ans AufhörenPersonalmangel und Überlastung im Pflegebereich hat sich seit Pandemiebeginn weiter verschärft. Arbeiterkammer und Gewerkschaften fordern Regierung zum Handeln auf.

Fast Hälfte der Pflegekräfte denkt ans AufhörenFast die Hälfte der Pflegekräfte spielt mit dem Gedanken, den Job hinzuschmeißen. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage, die von Arbeiterkammer, ... Das kommt davon wenn man Leute einspart aber gleichzeitig mehr Leute ins Land klatscht die alle ohne jemals einen Cent einzuzahlen alle Leistungen in Anspruch nehmen. 3 G Der Mangel an Pflegekräften ist künstlich erzeugt. Es gibt etliche Bewerbungen, die bewußt ignoriert werden, um die gnadenlose Renditemaximierung der jeweiligen Einrichtung nicht zu gefährden. Dazu die unnötigen Zertifikats-Hürden durch die Politik!

Kern in ZIB2: 'Kurz hat ein System perfektioniert, das er von der SPÖ vorgefunden hat'Ex-Kanzler und -SPÖ-Chef Christian Kern sieht in der überbordenden Inseratenvergabe durch die öffentliche Hand eine 'Erbsünde der SPÖ' und ein 'Krebsübel der Demokratie'. Interessant wie man das, bei dem von ihm Gesagten als Hauptmessage und Headline herausfiltern kann. Aber wir wissen eh ;) macht nur weiter, ihr ahnt glaube ich alle noch nicht wie das weitergehen wird. er wollte damit aufräumen....die Hetzjagd gegen ihn, von Dichand und Fellner sucht seinesgleichen..... der neue Liebling wurde Sebastian Kurz der speziell den Boulevard um das 10 fache von vorher füttert.....

Kern in Zib2: 'Kurz hat ein System perfektioniert, das er von der SPÖ vorgefunden hat'Ex-Kanzler und -SPÖ-Chef Christian Kern sieht in der überbordenden Inseratenvergabe durch die öffentliche Hand eine 'Erbsünde der SPÖ' und ein 'Krebsübel der Demokratie'. Da Pizzabote 🤣🤣🤣🤣 So geht Anstand und Verantwortungsgefühl, werte volkspartei . Man gesteht Fehler ein. Hoppala - Die volkspartei ist ja ein einziger Fehler. Egal ob türkis oder schwarz. Ob alt oder neu. Regierungsinserate sind schlimm. In der jetzigen Angelegenheit geht's aber noch um ganz was anderes.

Interview - Viennale-Eröffnungsfilm: 'Abtreibung ist immer noch ein Tabu'Es geht um den Kampf einer jungen Frau im Frankreich der 1960er Jahre, über ihren eigenen Körper bestimmen zu können und eine Abtreibung durchzuführen: Audrey Diwan eröffnet mit ihrem Film 'L’événement' am Donnerstag die Viennale im Gartenbaukino.

Gernot Blümel – ein Kurz-Getreuer, der sich von Kurz emanzipiertIm Schottenstift (!) hat der eigentlich durch und durch türkise Wiener Stadtparteichef am Mittwoch Abend eine Grundsatzrede abgeliefert. Wandelt er auf des Schwarzen Reinhold Mitterlehners Spuren? Und: Wo blieb Sebastian Kurz? Der Ort ist richtig gewählt dort feiert der Hinterfotz ja seinen fröhlichen Urstand. Hat Basti seinen Lieblingsjünger verstoßen? Sein Herz jemand anderem geschenkt (oder gar andere Körperteile)?

Manches verändert sich nie. Das Restaurant Shanghai war ein gutes Beispiel. 1963 wurde der Kitschtempel in der Jasomirgottstraße feierlich eröffnet, der zweite Chinese der Stadt. Draußen veränderte sich die Welt kulinarisch, politisch und optisch, drinnen glänzten die Gold­löwen matt, und es schmeckte süßsauer. Fußgängerzonen kamen und blieben, benachbarte Restaurants eröffneten und schlossen, sogar Clubs gab es eine Zeit lang in der Gasse mit Blick auf den Dom. Die blaue Außenfassade blätterte und wurde manchmal wieder neu gestrichen. Nichts änderte sich. Restaurant Shanghai beigestellt Bis 2020 Familie Wang holte Tim Urban vom freundschaftlich verbundenen „Sichuan“ ins Geschäft, um den Neustart zu wagen. Dort wacht die Familie Urban-Chao um die Institution im Donaupark. Ein Koch wurde aus Shanghai eingeladen und mit Robert Stark ein weiterer Sommelier neben Tim Urban ins Boot geholt. Und das Wichtigste wurde beibehalten, die Inneneinrichtung blieb die alte. Damit hat Wien plötzlich einen optisch opulenten und feierlichen Chinesen zum Empfehlen. Denn die schönste Nebensache wurde völlig verändert: Speise- und Weinkarte haben nichts mehr mit der alten Ära zu tun, sondern spielen im Fine-Dine-Bereich, neben den weißen und roten Klassikern führen die Herren interessantere, nicht so bekannte Weine, darunter auch solche aus China, etwa einen aus einer Oase aus der Wüste Gobi (Puchang Rkatsiteli, so heißt der Wein, nicht die Oase). Restaurant Shanghai (c) Minitta Kandlbauer Die erste Vorspeisenplatte (Antipasti? Horsd’œuvres?) stimmt perfekt ein: Minigurkensalat mit Knoblauch und Gärtnereigarantie, ewig geschmorte Rotbarsch-Filets, eingelegter Rettich und mit Reis gefüllte rote, süßliche Lotuswurzel. Es folgen geschmacklich intensive Teigtasche mit noch knackiger Garnele und dann ein klassisches braves Gericht, das in diesem Fall von hohem Handwerk zeugt: Die gebratene knusprige Ente ist an einer Stelle noch rosa, und das Wort „zart“ passt hier zu rosa wie selten zuvor. Restaurant Shanghai (c) Minitta Kandlbauer Als eigentlicher Höhepunkt wird dann am Tisch das knusprige Orange Beef von der alten X.O.-Milchkuh gefeiert, die Orange schimmert geschmacklich stärker durch als das Alter. Die gegrillte Makrele verrät den guten Fischlieferanten, das Mapo Tofu hätte fast schärfer ausfallen können. Manchmal verändert sich etwas, ohne dass man sich erinnern kann, dass es früher anders war. Es gäbe da noch ein paar Adressen für diese Geheimveränderung. Info , Jasomirgottstraße 6, 1010 Wien, Tel.: +43/(0)1/533 74 19, Restaurant: Mo–Sa: 11.30–14.30, 17.30–22 Uhr. Mehr Kolumnen auf: Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall.