Suizidbeihilfe: 'Ein respektabler Kompromiss'

24.10.2021 21:43:00

Ulrich Körtner, protestantischer Theologe und Medizinethiker, zum Gesetzesentwurf über den assistierten Suizid und kommende Herausforderungen bei diesem Thema.

Ulrich Körtner, protestantischer Theologe und Medizinethiker, zum Gesetzesentwurf über den assistierten Suizid und kommende Herausforderungen bei diesem Thema.

Ulrich Körtner, protestantischer Theologe und Medizinethiker, \r\nzum Gesetzesentwurf über den assistierten Suizid und kommende Herausforderungen bei diesem Thema.

KURIER: Wie beurteilen Sie den vorgelegten Gesetzesentwurf zum assistierten Suizid? Ulrich Körtner: Der Slogan dieser Regierung „Das Beste aus beiden Welten“ hat ja oft nicht gestimmt – aber in diesem Fall trifft er meines Erachtens zu.Ein unbekannter Mann raubte das Geschäft aus.(Bild: APA/EVN) Aus rund 100 Metern Höhe ist Anfang August ein 45 Meter langes Rotorblatt eines Windrades in Niederösterreich auf ein Feld gestürzt.Am Sonntag brach in einem Wohngebäude in der Neilreichgasse ein Feuer aus.

Es ist ein respektabler Kompromiss gefunden worden: bei dem man einerseits versucht, dem Selbstbestimmungsrecht Rechnung zu tragen; und andererseits hat man durch das Ziehen sehr enger Grenzen den Aspekt des Lebensschutzes, der Missbrauchsprävention entsprechend berücksichtigt.Wo sehen Sie Probleme? Es gibt hier natürlich noch sehr viel Kleingedrucktes, wo es etlichen Diskussionsbedarf gäbe.Die Polizei fahndet nun nach dem"sehr korpulenten" Räuber.Und hier muss ich schon sagen, dass es mehr als bedauerlich ist, dass nur drei Wochen Zeit für die Begutachtung bleiben.August in einem Windpark in Glinzendorf gekommen war, sei nicht vorhersehbar gewesen.Das ist der Bedeutung dieser Materie sicher nicht angemessen.20 Uhr "Heute" -Infos zufolge ein beliebtes Dessous-Geschäft am Petersplatz in Wien.Halten Sie die Sicherheitsnetze, die man hier eingezogen hat, für ausreichend – oder zu restriktiv? Es geht gar nicht darum, was ich mir persönlich wünsche, sondern wir müssen das VfGH-Erkenntnis respektieren.Feuerwehrsprecher Gerald Schimpft konnte den Einsatz vor Ort bestätigen.

Hätte man da nun die Latte zu hoch gelegt, könnte es leicht sein, dass das sehr schnell wieder vor dem Höchstgericht landet: weil man sagt, ihr habt die Regeln so eng gefasst, dass die Suizidbeihilfe faktisch verunmöglicht wird.Als er vorgegeben habe die Ware kaufen zu wollen, soll er der Frau eine Schusswaffe und einen Pfefferspray vorgehalten und sie zur Herausgabe von der Tageslosung genötigt haben.Diese führen dazu, dass die Anlage abgeschaltet wird, bevor es zu einem Schadensfall kommt.Ich denke, der Entwurf ist hier schon sehr weit im Sinne der Restriktionen gegangen.Wenn man da noch darüber hinausgegangen wäre, hätte die Gefahr bestanden, dass das neuerlich gekippt wird.Eine Sofortfahndung der Wiener Polizei verlief negativ.Ulrich Körtner sieht die Debatte als keineswegs beendet an © Bild: Universität Wien Glauben Sie, dass die Antragsteller das teilweise Kippen des § 78 nur als Zwischenetappe betrachten und letztlich auch auf den § 77 (Tötung auf Verlangen) abzielen? Es ist anzunehmen, dass jene, die aus weltanschaulichen Gründen mehr wollen als nur assistierten Suizid, sich mit einer Neuregelung von § 78 nicht zufriedengeben und in absehbarer Zeit einen neuen Anlauf nehmen werden, um auch die Tötung auf Verlangen straffrei zu stellen.Laut EVN wurden keine ähnlichen Schäden gefunden.Darauf müssen wir uns als Gesellschaft einstellen.Das Landeskriminalamt Wien hat bereits die Ermittlungen übernommen.

Und wir werden auch über Grenzfälle diskutieren, wo man sagt: Wäre es nicht im Sinne der Billigkeit angemessen, dass jemand, der rein physisch gar nicht die Möglichkeit hat, sich selbst das Leben zu nehmen, dann im Extremfall auch das Recht auf Tötung auf Verlangen eingeräumt bekommen sollte.Wenn man sich darauf einlässt, sieht man, dass es immer schwieriger wird, zu begründen, warum man hier eine strikte Grenze ziehen soll.175 cm groß, sehr korpulent, schwarzer langer Mantel, graue Kappe.Wenn man in die Benelux-Länder schaut, oder auch nach Spanien und Portugal, dann sieht man, dass man dort konsequenterweise noch weiter gegangen ist.In der Schweiz, wo Suizidbeihilfe schon lange etabliert ist, ist das derzeit nicht der Fall.beim Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum-Ost, Ermittlungsbereich Raub, Telefonnummer: 01 31 310 – 62210.Aber sehr wohl wird dort die Debatte geführt, ob mir der Staat den Zugang zu tödlichen Barbituraten gewähren muss.

Dabei geht es um die Frage: Ist das Recht, zur Selbsttötung die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen, ein Abwehrrecht – d.h.der Staat darf mich nicht daran hindern; oder wird das unter der Hand zu einem Anspruchsrecht – das bedeutet, der Staat muss mir dabei helfen.Dieser Paradigmenwechsel bereitet mir offen gestanden Sorgen..

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