Studie: Österreichische Start-up-Szene stagniert

Studie: Österreichische Start-up-Szene stagniert

21.10.2019 10:27:00

Studie: Österreichische Start-up-Szene stagniert

Die europäischen Start-up-Finanzierungen stiegen im ersten Halbjahr um 62 Prozent. London bleibt unangefochten Nummer eins. Für Österreich gibt es nur Platz 17.

Unangefochtene Nr. 1 in Europa bleibt London mit 5,7 Milliarden Euro - trotz der Unsicherheiten um den Brexit. Auch bei der Zahl der Deals lag die britische Hauptstadt mit 323 klar vorne.Paris hat laut der am Montag veröffentlichten Studie die Gründer-Metropole Berlin abgehängt. Im ersten Halbjahr 2019 warben Start-ups aus der französischen Hauptstadt 2,2 Milliarden Euro von Investoren ein. Damit zogen sie an Wachstumsfirmen aus Berlin vorbei, die 2,0 Milliarden Euro einsammelten. Bei der Zahl der Finanzierungsrunden hatte Paris mit 230 die Nase noch deutlicher vor Berlin (129). Im Gesamtjahr 2018 hatte sich Berlin noch knapp vor Paris behauptet.

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Die starke Unterstützung für Start-ups in Frankreich zeige Wirkung, sagte EY-Partner Peter Lennartz am Montag."Die französische Politik hat den Start-up-Sektor zur Chefsache erklärt". Präsident Emmanuel Macron verfolge das Ziel, Frankreich zum führenden Start-up-Standort Europas zu machen, indem bürokratische Hürden für Jungunternehmer abgebaut würden und der Staat Investoren und Gründer zusammenbringe.

Rang 17 für Österreich "Jeder dritte Euro an Risikokapital, der im ersten Halbjahr in Europa investiert wurde, floss an ein Londoner Start-up", sagt Thomas Gabriel, Partner und Leiter der Start-up-Initiative bei EY Österreich."Das Brexit-Chaos scheint der starken Entwicklung der Londoner Start-up-Szene kaum etwas anhaben zu können. Insgesamt 16 Finanzierungsrunden oberhalb der 50-Millionen-Euro-Marke wurden in der britischen Hauptstadt allein im ersten Halbjahr gezählt - Berlin und Paris kommen jeweils auf neun Transaktionen in dieser Größenordnung." headtopics.com

Die österreichische Start-up-Szene habe im europäischen Vergleich immer noch Aufholbedarf, meint Gabriel."Die Entwicklung der österreichischen Start-up-Szene in den letzten Jahren ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite sehen wir eine steigende Anzahl an Finanzierungsrunden, immer mehr heimische Jungunternehmen erhalten frisches Kapital. Auf der anderen Seite sehen wir aber einen klaren Trend zu immer kleinteiligeren Finanzierungen. Es fehlen hierzulande nach wie vor die ganz großen Ideen für die ganz großen Finanzierungsrunden."

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