Streitthema Anrede: Sehr geehrt, längst verjährt?

13.01.2022 21:55:00

Wie man einander im Berufsalltag begegnet.

Wie man einander im Berufsalltag begegnet.

Wie man einander im Berufsalltag begegnet.

Gendern verändern„Liebe Mitarbeiter_innen“, „Sehr geehrte Damen und Herren“, „Grüß Gott, Frau/Herr ..“ - Durch alle Berufsbranchen zieht es sich, E-Mails (sowie „Slack“ oder „Teams“ Nachrichten) kurz, prägnant und einfach verständlich zu formulieren. Bleibt Zeit und Raum für eine Alternative zum generischen Maskulin? Diese Frage wird aktuell von Unternehmensleitungen über HR-Chefs bis zum Sekretariat diskutiert.

Selbst in der vermeintlich männerdominierten Automobilbranche ist diese Veränderung im Umgangston präsent. So pflegt Audi seit März 2021 eine gendersensible Sprache. „Bei Anreden nutzen wir in der Regel ausschließlich Vor- und Nachnamen und beginnen Briefe oder E-Mails an Kund_innen beispielsweise mit „Guten Tag Vorname Nachname“ oder „Sehr geehrte Audi Kund_innen“ und verzichten auf geschlechtsspezifische Angaben“, erklärt eine Konzernsprecherin.

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Stimmen aus dem Forum: Wie soll es mit der SPÖ weitergehen?Der jahrelange Zwist zwischen Hans Peter Doskozil und Pamela Rendi-Wagner ist erneut entfacht. Welchen Einfluss hat das auf die Partei, und wie sieht die Zukunft der SPÖ aus? Himmel Donnerwetter setzt euch zusammen, arbeitet ein vernünftiges Partei Programm aus, das mehr Transparenz, Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit beinhaltet und los geht's! Notfalls holt euch gute externe Hilfe!

Fit wie eine KohlmeiseBei der 'Stunde der Wintervögel' mussten Spatzen den im Vorjahr eroberten ersten Platz wieder abgeben ❤️❤️❤️ ...oder ein 🐦Gimpel🐦! Willkommen im 🐦Gimpel-Club🐦! 😷😇😂🤣🤡🤣😂😇😷 🥒🥒... „es war ein langer Tag, ich hatte Kopfweh. Offenbar war ich nicht alleine...“🥒🥒

Ingrid Brodnig: Facebook ist wie Fast FoodViele Menschen achten zu Recht auf ihre Ernährung - aber wir sollten auch darüber sprechen, wie wir unsere Informationsdiät verbessern. brodnig brodnig Ich habe seit Jahren keinen Account mehr bei FB, denn es nimmt einem so wertvolle Lebenszeit ! brodnig Grün ist manchmal auch zu grün 😀

Kommt heuer eine 'Matura wie damals'?Während viele Erleichterungen bleiben, setzt der neue Bildungsminister heuer wieder auf eine verpflichtende mündliche Prüfung. SPÖ und Schüler kritisieren deren Rückkehr.

Campingplätze: Urlaub wie Zuhause?Am Campingplatz ist es fast wie Zuhause: Trügerisches Kleinfamilienidyll, irritierend behagliche Häuslichkeit und neugierige Nachbarn. Doch soll Reisen nicht den Horizont erweitern?

„Impfpflicht bedeutet Debattenpflicht“: Wie Deutschland streitetBundespräsident Steinmeier empfängt Impfskeptiker. Kanzler Scholz stellt sich erstmals dem Parlament, in dem die AfD mit Plakaten provoziert. „Journalisten“ von Presse: es ist vorbei. Geht auf die Journalistenschule um endlich Euer Handwerk zu lernen. Bastelt Euch ein Rückgrat aber lasst die alte Leier. Es ist ums Eck. Pandemie endet. Finito. Schämt Ihr Euch denn überhaupt nicht vor Euren Familien und Freunden ?

Minister treten in Turnschuhen auf, die Unternehmensleitung duzt ungefragt ihre Kunden und eine weitreichende Veränderung im allgemeinen Kommunikationsstil ist wahrzunehmen.Foto: APA/HELMUT FOHRINGER "Die SPÖ hat ein Problem.Bei der "Stunde der Wintervögel" mussten Spatzen den im Vorjahr eroberten ersten Platz wieder abgeben Foto: Michael Simoner Nicht die Stärksten überleben, sondern die, die mit wechselnden Bedingungen am besten zurechtkommen.mail pocket Über die Feiertage habe ich bewusst soziale Medien gemieden.

In sozialen Netzwerken entstehen abstrakte Wortbildungen, jährlich werden neue Jugendwörter gekürt und auch das Binnen-I sorgt für reichlich Gesprächsstoff. „Die Reduzierung von Förmlichkeiten entspricht dem Zeitgeist“, sagt Führungskräfte-Beraterin Jana Völkel-Kitzmann. Oder auch Pamela Rendi-Wagner. Aber damit tun sich auch neue Fallgruben auf: „Wo liegt die Grenze zwischen freundlicher Ansprache und respektlosem Auftreten?“ Gendern verändern „Liebe Mitarbeiter_innen“, „Sehr geehrte Damen und Herren“, „Grüß Gott, Frau/Herr . Willkommen bei DER STANDARD Sie entscheiden darüber, wie Sie unsere Inhalte nutzen wollen.. Und das ist ein Dilemma, das sich so schnell nicht auflösen wird.“ - Durch alle Berufsbranchen zieht es sich, E-Mails (sowie „Slack“ oder „Teams“ Nachrichten) kurz, prägnant und einfach verständlich zu formulieren. Dazu passend hat der britische Journalist Johann Hari gerade ein Buch darüber herausgebracht, wie soziale Medien und viele andere Faktoren des modernen Lebens unsere Fähigkeit zur Aufmerksamkeit zerstören.

Bleibt Zeit und Raum für eine Alternative zum generischen Maskulin? Diese Frage wird aktuell von Unternehmensleitungen über HR-Chefs bis zum Sekretariat diskutiert. Z. Selbst in der vermeintlich männerdominierten Automobilbranche ist diese Veränderung im Umgangston präsent. So pflegt Audi seit März 2021 eine gendersensible Sprache. „Bei Anreden nutzen wir in der Regel ausschließlich Vor- und Nachnamen und beginnen Briefe oder E-Mails an Kund_innen beispielsweise mit „Guten Tag Vorname Nachname“ oder „Sehr geehrte Audi Kund_innen“ und verzichten auf geschlechtsspezifische Angaben“, erklärt eine Konzernsprecherin. Sie haben ein PUR-Abo?. (An)sprache prägt unser Dasein und bietet das Handwerk für verbalen Austausch. Die Gefahr ist aber, dass beispielsweise unsere Smartphones uns mit Push-Notifications und Gebrumme aus solchen Gedanken herausreißen.

Das Management-Institut Kitzmann konzentriert sich darauf, die Kommunikation auf digitalen Plattformen auch in die Debatte zu integrieren: „Umgangssprachliche Anreden, wie sie bei Whatsapp und Tiktok üblich sind, tauchen zunehmend in E-Mails und Briefen auf. Aber: „Geschäftspartner sollten nicht mit moin moin oder hej angeschrieben werden, sondern höflich und respektvoll, wenn man professionell kommuniziert“, sagt die Beraterin. Auch die Haufe-Akademie berichtet von großem Interesse bei ihren Fortbildungsseminaren: „Das Thema Gendern, wie wähle ich die politisch korrekte Ansprache, wird aktuell von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere aus dem Bereich Banken, Versicherungen und Behörden sehr hoch priorisiert und wird so zum alltäglichen Standard“, sagt ein Sprecher. Soziale Medien setzen auf Schnelligkeit Soziale Netzwerke haben dazu beigetragen, dass die heranwachsende Generation mehrheitlich eher auf eine schnelle Nachrichtenübermittlung als die krampfhafte Anstrengung und Reflexion in der Ansprache setzt. Wofür man bisher acht Wörter und drei Satzzeichen benötigte, wird mittlerweile über ein schnelles „Hi wm u ok?“, nachgefragt, was man denn gerade macht und wie es einem geht. Der Psychologe Joel Nigg sieht hier ein kulturelles Problem.

Und selbst das ist viel verlangt: Oft reicht ein simples „Emoji“, um ausführlich zu reagieren. Wobei man anmerken muss, dass Emojis in der Inklusion von diversen Hautfarben, Geschlechtern und kulturellen Merkmalen fortschrittlich sind. Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall. Der Vergleich mit Essen ist deshalb gut, weil meines Erachtens einige Parallelen zwischen Fast Food und Social Media existieren - sowohl der Anreiz als auch die Schattenseiten ähneln sich hier: Erstens: Social Media und Fast Food bringen eine"instant gratification" - also eine sofortige Befriedigung.

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