SpaceX vs. Kuiper: Warum die reichste Männer der Welt um den Himmel streiten

Die beiden reichsten Männer der Welt träumen vom schnellen Internet via Satellit. Doch auf begehrten Umlaufbahnen ist wohl nicht genug Platz für zwei.

27.01.2021 20:23:00

Die beiden reichsten Männer der Welt träumen vom schnellen Internet via Satellit. Doch auf begehrten Umlaufbahnen ist wohl nicht genug Platz für zwei.

Die beiden reichsten Männer der Welt träumen vom schnellen Internet via Satellit. Doch auf begehrten Umlaufbahnen ist wohl nicht genug Platz für zwei.

© APA/APRaumfahrtfirmen der beidenreichsten Männer der Welt streiten um Umlaufbahnen für ihre Internet-Satelliten.Das Unternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk will von der US-Telekom-Aufsicht FCC die Erlaubnis, hunderte Satelliten seiner Starlink-Flotte näher zur Erde fliegen zu lassen. Die Firma Kuiper, die dem Online-Händler Amazon von Jeff Bezos gehört und ebenfalls ein Netzwerk aus Satelliten zur Internet-Versorgung aufbauen will, kämpft dagegen an.

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Solche Streitigkeiten werden meist ohne große öffentliche Aufmerksamkeit ausgefochten, dochMusk thematisierte den Konflikt am Dienstag auf Twitter.Er argumentierte, dass es nicht im öffentlichen Interesse wäre, Starlink heute zu behindern, während Amazons Satelliten-System"bestenfalls erst in einigen Jahren einsatzbereit" sein werde. Amazon konterte, dass die SpaceX-Pläne die Gefahr von Kollisionen im All erhöhen und Konkurrenten in dem Geschäft lähmen würden."Es ist ganz klar im Interesse von SpaceX, den Wettbewerb im Keim zu ersticken, aber es ist ganz bestimmt nicht im öffentlichen Interesse", hieß es in einem Tweet von Amazon.

It does not serve the public to hamstring Starlink today for an Amazon satellite system that is at best several years away from operation— Elon Musk (@elonmusk)SpaceX will zur Internet-Versorgung rund um die Welt ein Netzwerk aus etwa 12.000 Satelliten aufbauen. headtopics.com

Inzwischen sind mehr als 1.000 davon im All.Sie sind in einer Höhe von rund 550 Kilometern unterwegs. Nun würde SpaceX gern weitere gut 2.800 Satelliten, die eigentlich für eine doppelt so hohe Umlaufbahn vorgesehen sind, auch in dieser Höhe installieren. Niedrigere Umlaufbahnen sind von Vorteil: Kürzerer Weg für das Signal bedeutet mehr Tempo. Deswegen würde auch Amazon gern dort aktiv sein.

Amazons Firma bekam bisher eine Flotte aus gut 3.200 Satelliten von der FCC gebilligt, schoss aber noch keine hoch.Spielplatz für MilliardäreMusk und Bezos sind aktuell die mit Abstand reichsten Menschen der Welt - hauptsächlich durch den Wert der Beteiligungen an ihren Unternehmen. Musk kam nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg zuletzt auf ein Vermögen von 210 Milliarden Dollar (173 Mrd. Euro), Bezos auf 194 Milliarden Dollar (160 Mrd. Euro).

Nicht zuletzt dank Musks und Bezos' Faszination beim Thema All ist die Raumfahrt in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Spielplatz für Milliardäre geworden.SpaceX entwickelte Raketen mit wiederverwendbaren Treibstoff-Stufenund eine Raumkapsel, die inzwischen auch für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS genutzt werden. Musk ist aber auch bekannt für seinen Traum, den Mars zu besiedeln.

Bezos peilt mit seiner privaten Firma Blue Origin zunächst Weltraum-Ausflüge an- spricht aber auch davon, dass die Menschheit mit der Zeit schmutzige Industrien ins All verlagern könnte, um die Umwelt zu schonen. Weiterlesen: Kleine Zeitung »