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Lockdown, Bericht

Seit sechs Wochen im Isolationszimmer: Warum ich mich trotzdem auf Weihnachten freue - ein Erfahrungsbericht

'Mein persönlicher #Lockdown beschränkt meine Bewegungsfreiheit radikal.' #Bericht #Corona #WolfgangSotill #Isolation #Krankheit #Weihnachten

13.12.2020 14:00:00

'Mein persönlicher Lockdown beschränkt meine Bewegungsfreiheit radikal.' Bericht Corona WolfgangSotill Isolation Krankheit Weihnachten

Seit sechs Wochen habe ich mein Zuhause gegen ein Isolation szimmer im Krankenhaus eingetauscht. Vermutlich kann ich die Klinik vor dem Heiligen Abend verlassen. Und wenn nicht? Weihnachten kann auch in schweren Lebenslagen ein Fest der Freude sein. Vorausgesetzt, man gibt sich selbst nicht auf.

Schriftgröße kleinerEx oriente lux –aus dem Osten das Licht. Über den Hügeln von Galiläa, wo Jesus lebte und wirkte, geht die Sonne auf© (c) Getty Images (RyanJLane)Mein persönlicher Lockdown beschränkt meine Bewegungsfreiheit radikal. Auf der rechten Seite meines Bettes steht ein Nachtkästchen, auf der linken ein Paravent, ein Infusionsständer und das Nachtkästchen meines Zimmerkollegen. Die Fenster im Isolationszimmer der onkologischen Station lassen sich nicht öffnen. Bedrückende Enge. Mein Nachbar liegt seit Wochen Tag und Nacht bewegungslos und beinahe komatös in seinem Bett. Erst seit einigen Tagen begrüßt er mich mit „Kollega“ und brabbelt dann auf Rumänisch weiter. Da ich seiner Muttersprache aber nicht mächtig bin, bleibt die Kommunikation einseitig. Das Einzige, was ich für ihn tun kann, ist eine Schwester über eine Notglocke zu rufen, wenn er stöhnt und nach Luft ringt.

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