Schüssel und Edtstadler: 'Gäbe es die EU nicht, müssten wir sie jetzt gründen'

Schüssel und Edtstadler: 'Gäbe es die EU nicht, müssten wir sie jetzt gründen'

09.05.2021 09:10:00

Schüssel und Edtstadler: 'Gäbe es die EU nicht, müssten wir sie jetzt gründen'

Der Altbundeskanzler und die Europaministerin über eine fehleranfällige, aber lernfähige EU.

pocketIm KURIER-Stadtstudio trafen sich Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Europaministerin Karoline Edtstadler, beide ÖVP, zu einem Gespräch über Impf-Frust, Grünen Pass und die Zukunft der EU(Sonntag, 9.5., um 9.30 Uhr auf schauTV und kurier.at; Wiederholung um 11.30 Uhr)

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.KURIER:Wird der Frust der Österreicher auf die EU wegen des so langsam angelaufenen Impfens irgendwann verrauchen? Oder wird es der EU nachhaltig schaden?Karoline Edtstadler:Wir werden nicht vergessen, was wir in den vergangenen fast eineinhalb Jahren erlebt haben. Und es ist richtig, nicht zu vergessen, sondern im Gegenteil die Lehren daraus zu ziehen, wie wir in Zukunft besser gerüstet sein können für Pandemien oder andere Herausforderungen.

Das ist auch der Grund, warum ich schon vor der Corona-Krise dafür eingetreten bin, dass wir die Zukunftskonferenz, also den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam erarbeiten: Was soll die Europäische Union in Zukunft können, was muss sie leisten? Und was regelt man besser in den Staaten? headtopics.com

Wird sich der Grüne Pass EU-weit bis zum Sommer ausgehen oder werden die Österreicher grantig sein, weil er zu spät kommt?Edtstadler:Auf europäischer Ebene sind wir in der Zeit. Der Plan ist, dass bis Ende Juni der Grüne Pass steht.

© Bild: Kurier/Gerhard DeutschHerr Schüssel, die Österreicher sind in den vergangenen Jahren skeptischer gegenüber der EU geworden? Zurecht?Wolfgang Schüssel:Eigentlich ist das Verhältnis der Österreicher zur Europäischen Union relativ stabil, immer positiv, manchmal gab es ein Auf und Ab. Das heißt nicht, dass man unkritisch alles bejubelt, was von Brüssel entschieden wurde.

Manches kann besser sein, das ist klar. Aber gerade die Pandemie zeigt uns doch: Es ist wesentlich besser, wenn man zusammenarbeitet. Wo wären wir Österreicher – ein mittleres Land mit neun Millionen Einwohnern, wenn wir nicht in diesem Verbund zusammen entschieden hätten, dass wir eine Europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel haben?

Ich war selber noch als Bundeskanzler dafür zuständig, dass wir die Europäische Medizin Agentur (EMA) aufgewertet haben zur gesamteuropäischen Zulassung. Früher gab es 20 oder 28 Zulassungsbehörden. Wer weiß, wann wir mit Impfstoffen dran gekommen wären? Da sieht man doch, wie wichtig dieses Europa ist. Gäbe es die Union nicht, müssten wir sie gerade jetzt gründen. headtopics.com

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Aber Israel, die USA oder Großbritannien waren doch viel schneller...Schüssel:Welches Land hat es besser gemacht als die Europäische Union? Die Amerikaner mit über einer halben Million Toten? Die Inder? Die Chinesen? Der Buhmann bei den Zahlen. Man sollte große Fragezeichen machen.

Was haben wir also gelernt?Schüssel:Dass wir uns auf die eigenen Füße stellen müssen. Wir müssen einfach die Pharma-Produktion so weit bei uns behalten, damit wir in einer Krise handlungsfähig bleiben. Das gleiche gilt für Masken, für medizinische Kleidung, für Beatmungsgeräte.

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