Schon wieder zwei Frauen in Österreich getötet

Schon wieder zwei Frauen in Österreich getötet

06.05.2021 20:31:00

Schon wieder zwei Frauen in Österreich getötet

Nur wenige Tage nach dem Sicherheitsgipfel wurde erneut eine Bluttat verübt. Der Druck auf die Politik steigt.

Tochter und MutterIn der Nacht hörten Nachbarn der Frauen einen Streit und riefen die Polizei.  Als die Beamten bei dem Einfamilienhaus ankamen,  fanden sie die 50-Jährige und die 76-Jährige  am Boden liegend im Eingangsbereich. Für beide kam jede Hilfe zu spät.

Regenbogenfahne spurlos von Kirchturm verschwunden Zehnjähriges Corona-infiziertes Kind gestorben Tornado in Tschechien soll mehrere Menschenleben gefordert haben

Sofort begann die Suche nach dem möglichen Täter: dem 51-jährigen Ex-Freund der Tochter aus der Stadt Salzburg. Vorerst ohne Erfolg. Eine Großfahndung nach dem Mann wurde eingeleitet.Der Tatort: ein Einfamilienhaus in Wals-Siezenheim.

© Bild: APA/BARBARA GINDLIn der Zwischenzeit blieb der Verdächtige nicht untätig: Laut Polizei kontaktierte er eine Bekannte, der er die Tat auf der Sprachbox gestand. Dann griff er ein zweites Mal zum Mobiltelefon und wählte den Polizei-Notruf. Er habe zwei Faustfeuerwaffen dabei und werde sich umbringen, lautete seine Botschaft. headtopics.com

Die Beamten versuchten, ihn davon abzubringen. Gegen 4.30 Uhr stellte sich der Mann in Abersee am Wolfgangsee  auf einem Campingplatz der Cobra. Die beiden Schusswaffen, die er legal besaß, nahmen ihm die Polizisten ab.Ex, Stalker oder beides?

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Berufsdetektiv-Assistenten handeln.  „Die Ersteinvernahme ist abgeschlossen. Er ist geständig. Zum Motiv konnte oder wollte er nichts sagen“, so der Polizeisprecher. Nach wie vor sei vieles  offen.

AufPuls24äußerte sich der Bruder des 50-jährigen Opfers. Laut ihm sei der Verdächtige ein Stalker gewesen. Die Familie  hätte im Jänner Anzeige gegen ihn erstattet. Laut Staatsanwaltschaft Salzburg stimmt das zwar, ein Ermittlungsverfahren wurde damals aber nicht eingeleitet, da der vorgelegte eMail-Verkehr auf Gegenseitigkeit beruhte, auch „wohlgesonnen“ war und deshalb strafrechtlich nicht relevant gewesen sei.

Spurensicherer und Ermittler sollen den genauen Tathergang klären.© Bild: APA/BARBARA GINDL„Laut derzeitigem Stand gab es jedenfalls eine Liebesbeziehung zwischen Opfer und Täter“, so die Polizei. Obduktion und Spurensicherer sollen nun den genauen Tathergang klären. headtopics.com

Wien: Impfpflicht jetzt auch in Kindergärten Tschechien: Tote bei Tornado an Österreichs Grenze Jeder zweite junge Österreicher ist unzufrieden

Regierung verspricht Maßnahmen und GeldDie neuesten Frauenmorde haben für heftige Reaktionen und Kritik an der derzeitigen Situation der  Gewaltprävention in Österreich geführt.Während die Regierung in ersten Reaktionen auf den geplanten runden Tisch zu diesem Thema verwies, ist das Opposition und Hilfsorganisationen zu wenig. „Beim Sicherheitsgipfel waren die Gewaltschutzeinrichtungen, die am besten wissen, was zu tun ist, nicht eingebunden“, kritisierte SPÖ-Frauenvorsitzende

Gabriele Heinisch-HosekImmerhin: Laut FrauenministerinSusanne Raabsollen die Opferschutzeinrichtungen nun beim runden Tisch eingeladen sein.  Die Hochrisikofallkonferenzen müssten „sofort und nicht irgendwann“ in ganz Österreich umgesetzt werden, fordert Heinisch-Hosek. Außerdem bräuchten Opferschutz und Frauen- und Mädchenberatungsstellen „dringend mehr Mittel“.

BundeskanzlerSebastian Kurzerklärte, der Mord an den beiden  Frauen   erschüttere ihn zutiefst: „Wir werden auch weiterhin alles tun, um Frauen zu schützen.“ Innenminister Karl Nehammer   verwies ebenfalls auf den runden Tisch in der kommenden Woche: „Ich sehe es als unser aller Aufgabe als Gesellschaft sowie Politik und Opferschutzeinrichtungen, gemeinsam mit Polizei und Justiz alles zu tun, um diese abscheulichen Taten zu verhindern.“

Ministerin  Raab   kündigte erneut mehr Geld für den Gewaltschutz an. „Wir werden und müssen alles in unserer Macht stehende tun, um Frauen und ihre Familien vor Gewalt zu schützen.“DerBundesverband für Gewaltschutzzentren headtopics.com

Interventionsstellen Österreichberuhigt indes:"Wir sind erschüttert über drei Frauenmorde in einer Woche." Aber:"Wenn wir uns die Gewaltschutzarbeit der letzten 25 Jahre in Österreich anschauen, dann können wir noch immer auf viele bedeutsame Verbesserungen und eine Vorreiterrolle in der EU zurückblicken." In Österreich gebe es flächendeckende Angebote für Menschen, die unter Gewalt leiden. Helfen könne man aber nur jenen, die sich auch an diese wenden.

Hilfe für Gewalt-BetroffeneGewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Morde an Frauen können auch Femizide sein. Der Begriff soll ausdrücken, dass hinter diesen Morden oft keine individuellen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Probleme wie etwa die Abwertung von Frauen und patriarchale Rollenbilder stehen.

Wien führt Impfpflicht in Kindergärten ein Erste Corona-Fälle schon weit vor erstem Nachweis Richterin sucht angeblich fehlende Akten im Finanzressort

Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier: Weiterlesen: KURIER »

Marko Arnautovic schockt mit Wutjubel: Marko Arnautovic: 'Ich bin kein Rassist und werde niemals ein Rassist sein'

Nach dem dritten Tor gegen Nordmazedonien brach Marko Arnautovic in wilden Torjubel aus. Aus Serbien kommt nun der Vorwurf, dass es sich um rassistische Beleidigungen gehandelt haben solle. Der Torjäger stellt das in Abrede.

Muss sofort wieder ein Krisengipfel, samt anschließender PK einberufen werden. Nur heiße Luft schreckt solch Täter ab.

Österreicherin Telek ist Linienrichterin beim Champions-League-Finale der FrauenDie 32-Jährige assistiert am 16. Mai der deutschen Schiedsrichterin Riem Hussein beim Spiel Chelsea-Barcelona. Telek: 'Traum geht in Erfüllung'

Die Schweden erwarten schon die E-KroneJeder zweite Österreicher bezahlt inzwischen lieber mit Karte. In Schweden ist man schon zwei Schritte weiter. Hier in Australien habe ich das letzte mal im September 2019 Geld from Bankomaten abgehoben. Alles wird mit AmexAU bezahlt, oder wenn's nicht geht mit Mastercard Ja die Regierungen weltweit, arbeiten fleißig an der Abschaffung des Bargeld es, sprich an unserer Freiheit. Ist ja sooo praktisch und überhaupt in einer Pandemie-wer weiß, ob das Virus nicht an den Banknoten klebt.

Bierwirt: Schwerer Vorfall schon vor der BluttatEin Zwischenfall im engsten Umfeld der Angehörigen des Opfers in der Woche zuvor hätte wohl zu einer Festnahme des Verdächtigen führen können.

2 Frauen erschossen – Schütze gestand Bekannter BluttatNach dem nächsten Frauenmord in Wals-Siezenheim (Salzburg) in der Nacht auf Donnerstag kommen nun immer mehr Details ans Licht.

Bringt eine Quote mehr Frauen zum Film?Frauen spielen immer mehr in der Oberliga des österreichischen Films, doch das meiste Fördergeld geht immer noch an Projekte von Männern. Eine jüngst beschlossene Quote soll das ändern. Doch sie ist umstritten.