'Politisch gefärbt': Wer hinter den neuen Online-Zeitungen steckt

'Politisch gefärbt': Wer hinter den neuen Online-Zeitungen steckt

22.03.2021 14:20:00

'Politisch gefärbt': Wer hinter den neuen Online-Zeitungen steckt

Parlamentsklubs gründen neue Parteizeitungen, Ex-Abgeordnete werden Herausgeber in Medien-Startups. Was steckt hinter all dem?

Heinz-Christian Stracheihn im Video als"besten Mann in der Krone" erwähnt hat, verlor er seinen Job. Schütz wiederum arbeitete unter Türkis-Blau im Kabinett von ÖVP-FinanzministerHartwig Löger. Und ihren Ehemann findet man auf der Spenderliste von

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Sebastian Kurz. Ein türkis-blaues Parteimedium also? Schmitt widerspricht."Ich wehre mich gegen diese Einteilung. Wir haben ein Redaktionsstatut, das uns ausdrücklich untersagt, in die Nähe irgendeiner Partei zu rücken."© Bild: APA/ROLAND SCHLAGER

Außerdem führt er ins Feld, er habe sieben Jahre"unter Duldung der SPÖ-Wien" die Gratis-Tageszeitung Heute als Chefredakteur geleitet. Und selbst der Umstand, dass die Ex-Pressesprecherin von FPÖ-ChefNorbert Hoferund ein früherer Mitarbeiter des rechts-rechten Wochenblicks an Bord sind, lässt für Schmitt keinen Hinweis auf eine politische Ausrichtung zu."Nur weil jemand bei der FPÖ tätig war, darf es kein Berufsverbot geben." headtopics.com

Der Exxpress steht stellvertretend für eine Reihe mehr oder weniger neuer, vorzugsweise aber digitaler Nachrichten-Portale, die die innenpolitische Berichterstattung zu prägen versuchen.© Bild: Kurier/Jeff MangioneDazu gehört auch das von Ex-Parlamentarier

Peter Pilzgegründete zackzack.at. Das Startkapital von 1,2 Millionen Euro stammte von der Liste Pilz. Steuergeld, das die Partei für die politische Akademie erhalten hat."Derzeit bauen wir einen Klub mit Mitgliedern auf, die uns unterstützen. Durchschnittlich 16 Euro pro Monat und Person wird überwiesen", sagt Pilz. 1000 Mitglieder gibt es bis jetzt. Ein Blick auf das Online-Medium lässt die Interpretation zu, dass es vor allem eine politische Ausrichtung gibt:

Sebastian Kurzpolitisch zu demontieren."Stimmt nicht", sagt Pilz."Mir ist wurscht, welche Farbe der Skandal hat, wenn die Fakten stimmen, wird er veröffentlicht." Er wisse, dass auch Teile der SPÖ keine"Unschuldslämmer" sind. Parteiisch sei man nur, wenn es um die Pressefreiheit gehe."Und Kurz stellt für mich eine Gefahr für die Pressefreiheit dar."

Vergleichsweise jung ist demgegenüber die Homepage zur-sache.at, die redaktionell vom bürgerlich-konservativen JournalistenClaus Reitan(ehemals Tiroler Tageszeitung, Österreich, Furche) geführt wird. Die Seite ist ÖVP-intern als Gegengewicht zu kontrast.at konzipiert. headtopics.com

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Wer wissen will, warum sich kontrast.at an der"lügenden ÖVP" abarbeitet oder warum zur-sache.at die"wirkungslose Aktion 20.000" des früheren SPÖ-KanzlersChristian Kernkritisiert, der muss nicht lange recherchieren. Ein Blick ins jeweilige Impressum genügt, und man weiß: Hier versucht der Parlamentsklub einer Partei mit so etwas wie einer neuen Parteizeitung die Deutungshoheit über den politischen Diskurs zu gewinnen.

Formal nicht ganz so einfach ist demgegenüber die Zuordnung von Portalen wie unzensuriert.at oder der eu-infothek. Initiiert vom damaligen Dritten NationalratspräsidentenMartin Graf, wird etwa unzensuriert.at offiziell von einer GmbH betrieben, deren Geschäftsführer für Graf gearbeitet hat.

© Bild: APA/GEORG HOCHMUTHDie Seite hat deutliche personelle Verschränkungen mit der FPÖ. So schreibt etwa die freiheitliche NationalratsabgeordneteSusanne Fürsteine regelmäßige Kolumne.Im Unterschied zu klassischen Medien oder online-Portalen wie dem Exxpress stellt unzensuriert.at erst gar nicht den Anspruch, objektiv oder journalistisch zu arbeiten. Die Betreiber bezeichnen die Seite als"polemisch" und"parteiisch", und das ist vermutlich noch untertrieben. Denn abgesehen von zahlreichen Entschädigungszahlungen wegen übler Nachrede war der Verfassungsschutz schon vor Jahren der Ansicht, das Medium weise"zum Teil äußerst fremdenfeindliche und antisemitische Tendenzen" auf und neige bisweilen zu Verschwörungstheorien.

© Bild: Kurier/Gilbert NovyFür die Konsumenten, sprich Leser und Wähler, sind die neuen Plattformen eine Herausforderung."Dass Parteien oder politische Lager eigene Medien betreiben, hat es immer gegeben", sagt Kommunikationsforscher headtopics.com

Jakob-Moritz Eberl."Neu ist aber die ,revolution of creation’."Damit meint er, dass vermeintlich journalistische Produkte heute viel leichter herzustellen sind als davor."Es ist innerhalb kürzester Zeit und ohne IT-Kenntnisse möglich, eine Homepage zu gestalten, die optisch aussieht, als käme sie von einem seriös arbeitenden Medienhaus."

Für den Experten gibt es zwischen den erwähnten Seiten große Unterschiede:"Meines Wissens verbreiten vor allem infodirekt und unzensuriert Desinformation. Die anderen Websites sind politisch gefärbt – das gilt es zu unterscheiden."

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Wer verdeckter Propaganda nicht auf den Leim gehen will, dem rät Eberl zu einem Blick ins Impressum."Meist lässt sich mit einer kurzen Google-Suche klären, wer mit welcher Absicht hinter einer Seite steht." Eines sollte man ohnehin nie tun:"Politische Meldungen einfach gedankenlos teilen."

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Die Twitter Regeln decken Vielzahl verbotener Verhaltensweisen ab: Kommerziell motivierten Spam, der in der Regel darauf abzielt, den Traffic od. die Aufmerksamkeit weg von einer Unterhaltung auf Twitter und hin zu Accounts, Websites, Produkten, Services zu lenken. Und wieder ein Kurier plus Beitrag Schleichwerbung 😡Beim Kurier nur mehr jeder 10te Beitrag ein normaler und von denen jeder 2 copy paste Qualitätsjornalismus !

Der Kurier wurde durch die eine depperte Tussi auch umgefärbt. Was die für einen Schwachsinn schreibt, ist ungeheuerlich. Schmitt bestreitet, dass es ein türkis-blaues privatmedium ist,NUR EIN EINZIGER BERICHT zb ORF GD Wrabetz, widerlegt das schon sagt eigentlich ALLES..egal was der für die Strache-FPÖ 'beste Mann der Krone' so daher gaukelt.Wem gab der Ehemann von Fr.Schütz den Supertipp? Braun?

Selbe Regierungspropaganda wie der Kurier - Steuergeld um die Bevölkerung zu manipulieren.