Österreich bei CoV-Todesfällen im Mittelfeld

Österreich bei CoV-Todesfällen im Mittelfeld

11.03.2021 21:46:00

Österreich bei CoV-Todesfällen im Mittelfeld

Vor einem Jahr starb der erste Österreicher nach einer Corona-Infektion.

Besonders viele Tote forderte das Coronavirus in der zweiten Pandemiewelle im Herbst. Während Österreich noch vergleichsweise glimpflich durch die erste Welle im Frühjahr gekommen war, schnellten nach dem Sommer zuerst die Infektionen und dann auch die Sterbefälle hoch. Zu Jahresende verzeichnete die Statistik Austria so viele Sterbefällen wie seit 1983 nicht mehr. Von 90.517 Toten waren 2020 sieben Prozent auf das Coronavirus zurückzuführen. Die statistische Lebenserwartung sank um ein gutes halbes Jahr - so viel wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen 1951.

In der EU hat die Pandemie bisher fast 566.000 Tote gefordert - auf eine Million Europäerinnen und Europäer kommen damit 1.272 Corona-Tote. Besonders hart getroffen wurde laut der Plattform"Our World in Data" Tschechien (2.069), Belgien (1.926), Slowenien (1.878) und das Ex-Mitglied Großbritannien (1.841). Österreich liegt mit 972 Corona-Toten auf eine Million Einwohner im hinteren Mittelfeld. Wobei die zweite Welle der Pandemie im Herbst quer durch den Kontinent die meisten Todesopfer gefordert hat, insbesondere bei den östlichen Nachbarländern. Das im Frühjahr für seinen Sonderweg kritisierte Schweden liegt mit 1.291 etwa im EU-Schnitt.

Starke regionale UnterschiedeStarke regionale Unterschiede gibt es auch innerhalb Österreichs. Hier sticht besonders die Steiermark heraus, die mit 1.785 Corona-Toten sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen an der Bevölkerung den traurigen Spitzenwert hält. Das Land hat eine Studie in Auftrag gegeben, die bis zum Sommer die Ursachen dafür erforschen soll. Hinter der Steiermark folgt in absoluten Zahlen Wien (1.741 Tote) bzw. gemessen an der geringen Bevölkerungszahl Kärnten (705 Tote). Vergleichsweise gut durch die Krise gekommen ist Vorarlberg mit 278 Corona-Toten. headtopics.com

Als möglichen Grund für die Unterschiede nennt Thomas Czypionka vom Institut für Höhere Studien (IHS) neben Unterschieden in der Altersstruktur der Bevölkerung auch Corona-Ausbrüche in den Alters- und Pflegeheimen:"Die wesentliche Frage ist, wie gut sind Risikogruppen geschützt."

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