Omikron-Genesene erzählen: 'Noch nichts Vergleichbares erlebt'

19.01.2022 15:50:00

'Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt': Vier Genesene erzählen, was die Omikron-Infektion mit ihnen gemacht hat

'Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt': Vier Genesene erzählen, was die Omikron-Infektion mit ihnen gemacht hat

Von leichten Beschwerden bis hin zu tagelanger Bettruhe: Was eine Omikron-Infektion mit Betroffenen macht. Vier Genesene berichten.

pocketDie Omikron-Variante hat Österreich fest im Griff. Der Verlauf der Erkrankung sei milder, heißt es. Doch auch junge Patienten berichten von teils schmerzhaften Symptomen, die sie so nicht erwartet hätten - und die sich von jenen der vorangegangenen Varianten unterscheiden. Manche kämpfen noch Wochen nach der Infektion mit den Folgen.

Der KURIER hat zusammengetragen, wie es vier jungen Menschen mit der Omikron-Infektion erging und vor allem, was sie alle gemeinsam haben.Amelia:"Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt"“Wie ich mich infiziert habe, ist eigentlich eine ironische Geschichte”, sagt

Weiterlesen: KURIER »

Israelische Studie: Vierte Impfung nicht ausreichendJERUSALEM. Eine vierte Corona-Impfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante. 12 Impfungen am Tag 🤣😂

Mückstein: 'Impfpflicht wird uns in der Omikron-Welle nicht helfen'Gesundheitsminister verteidigt die Impfpflicht. Diese soll Österreich im Kampf gegen zukünftige Varianten helfen. Dann frage ich mich warum man das Volk gegen sich aufbringt! Und danach brauchts a keiner mehr, weil eh alle immun sind und die nächsten Varianten noch milder werden. Frankenstein geh bitte wieder dort hin wo du hergekommen bist. Das zeigt von der Intelligenz der Grünen

WHO-Chef warnt vor Verharmlosung von OmikronEindringlicher Appell: „Vertun Sie sich nicht, Omikron führt zu Krankenhauseinweisungen und Todesfällen' - WHO-Chef warnt vor Verharmlosung der Omikron-Variante. Hab ziemlich Halsweh gehabt. Stimmt. Diesen Herrschaften sollte man ordentlich die Leviten lesen. Es ist genug mit dieser Angstmacherei. Sieht man ja! Die Spitalszahlen werden ja auch immer weniger... Moment!

Impfpflicht: Experten zunehmend gespaltenDie Regierung zieht die Impfpflicht durch. Nicht nur die Bevölkerung ist angesichts der milderen Omikron-Variante skeptisch, auch Experten zeigen sich zunehmend gespalten. Sowas ist eine Bankrotterklärung. Ich lebe in Anarchie. Ich nehme mir heraus nun nach meinen eigenen Regeln zu spiegeln.

Über 100.000 Neuinfektionen in Deutschland an einem TagDie Corona-Fallzahlen steigen wieder und die Omikron-Variante verbreitet sich rasch.

Filmfestival - Darf’s ein bisschen Kino sein?Filmfestivals im Pandemie-Dilemma: In Saarbrücken und Solothurn trotzt man der Omikron-Welle, die berlinale hat sich selbst verkleinert, um überhaupt stattfinden zu können.

mail pocket Die Omikron-Variante hat Österreich fest im Griff.etwa 1 Min Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professor Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Montag.Twittern Gesundheitsminister verteidigt die Impfpflicht.Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Der Verlauf der Erkrankung sei milder, heißt es. Doch auch junge Patienten berichten von teils schmerzhaften Symptomen, die sie so nicht erwartet hätten - und die sich von jenen der vorangegangenen Varianten unterscheiden. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. Manche kämpfen noch Wochen nach der Infektion mit den Folgen. Das Vorhaben erhielt im Ausschuss die Stimmen der Regierungsfraktionen ÖVP und Grünen sowie jene der SPÖ-Abgeordneten und auch eine der beiden NEOS-Mandatare. Der KURIER hat zusammengetragen, wie es vier jungen Menschen mit der Omikron-Infektion erging und vor allem, was sie alle gemeinsam haben." Regev betonte, es handle sich um Zwischenergebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen. Amelia:"Ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt" “Wie ich mich infiziert habe, ist eigentlich eine ironische Geschichte”, sagt Amelia S..

, 24 Jahre, aus Wien . Vor einer Woche erhielten dann 120 weitere Teilnehmer nach drei Dosen Biontech/Pfizer eine vierte Impfung mit Moderna. Die Regierung hatte den überarbeiteten Entwurf zur Impfpflicht erst am Sonntag vorgestellt. “Es war ein klassischer Silvesterabend. Ich wäre auf eine größere Party eingeladen gewesen, habe aber vernünftigerweise abgesagt, weil ich mich nicht anstecken wollte. Die Ergebnisse beider Gruppen nach einer Woche seien sehr ähnlich.” Amelia feierte stattdessen mit ihrem Freund und einer Freundin, deren Vater Hochrisikopatient ist, in ihrer Wohnung. Bis Mitte März ist eine Eingangsphase ohne Strafen vorgesehen. Zu Mitternacht ging es auf den Stephansplatz und danach in die Wohnung von Freunden." Mehr als halbe Million Israelis vier Mal geimpft "Die Entscheidung (in Israel), Immungeschwächten die vierte Dosis zu geben, könnte zwar einen kleinen Vorteil verleihen", sagte Regev. Auch der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset sagte, Omikron könnte „der Anfang vom Ende“ der Pandemie sein.

Sie waren mittlerweile zu sechst. “Ich bin davon ausgegangen, dass alle geimpft waren, dass man die Frage gar nicht stellen muss”, sagt Amelia." Gegenwärtig können sich in Israel auch über 60-Jährige und medizinisches Personal zum vierten Mal impfen lassen.600 Euro. “Es waren auch alle geimpft, aber eben nicht getestet.” Am Abend des 1."Wenn jemand eine persönliche Gefährdung hat, dann sollte man besser jetzt impfen, wenn nicht, dann vielleicht besser abwarten. Jänner erhielt ihre Freundin ein positives Testergebnis." Denn das Gesetz sei keine Akut-Maßnahme.

Amelia und ihr Freund begaben sich vorsorglich in freiwillige Quarantäne. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu sechs Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. Vier Tage lang ging es beiden gut. Am fünften Tag begannen die Symptome. Knapp 4,4 Millionen Israelis haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits die dritte Impfdosis erhalten, mehr als 537.) Die neue Virusvariante habe diesen hohen Schutz dann aber zunichtegemacht, gab er zu verstehen. “Der erste Tag war der schlimmste”, sagt Amelia. “Am Vormittag war noch alles in Ordnung..

Am Nachmittag kamen die Kopfschmerzen, extreme Gliederschmerzen, Temperaturschwankungen, heiß-kalt innerhalb von Minuten. Politik - Lesen Sie mehr.” Dann kam die Übelkeit, sie musste sich mehrmals übergeben. “Dieses Symptom hat mich am meisten überrascht.”  Am nächsten Tag trafen positive Testergebnisse für Amelia und ihren Freund ein. Beide hatten die Omikron-Variante.

Drei Tage dauerte die schlimmste Phase der Symptome. “Es fühlt sich an als würde jemand auf deiner Lunge sitzen. Es ist ein ganz schräges Gefühl, ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt.” Ihre Freundin habe den Zustand sehr passend beschrieben: “Man fühlt sich wie ein toter Fisch.”  Am sechsten Tag nach Beginn der Symptome konnte sich Amelia freitesten.

Ihr Freund war noch weitere vier Tage positiv. Aber vollständig genesen fühlt sie sich nicht. “Es ist immer noch ein Mattigkeits- und das Müdigkeitsgefühl da. Das geht jetzt schon seit zwei Wochen so. Das beeinträchtigt dich schon, du hast weniger Energie im Alltag”, sagt sie.

Eine mögliche Covid-Erkrankung habe ihr vorher keine Sorgen bereitet, “die Möglichkeit von Long Covid aber schon, weil man das auch mit geringen Symptomen bekommen kann.” Tanja:"Alle waren getestet" "Ganz gesund bin ich immer noch nicht", erzählt Tanja M., 25, Studentin aus Wien. Sie hat sich am Silvesterabend angesteckt. Bei wem, weiß sie ganz genau.

"Wir hatten eine kleine Familienfeier mit sechs Personen. Darunter auch ein Kind, welches bereits Omikron hatte". Getestet waren alle, geholfen hat es am Ende nicht viel. Zwei Tage nach der Feier dann die ersten Symptome."Am 2.

Jänner habe ich mit starkem Husten begonnen. Das hat sich zwei Tage lang sehr hartnäckig gehalten", sagt Tanja. Gerade in den ersten beiden Tagen der Infektion, das erste positiver PCR-Ergebnis gab es am 2.1., hatte Tanja die meisten Symptome:"Ich war müde, niedergeschlagen und fühlte mich, als ob ich eine extreme Verkühlung hätte.

Wenn ich nicht den positiven PCR-Test gehabt hätte, hätte ich nicht gedacht, dass es Corona ist." Nach 48 Stunden war das Gröbste dann auch schon wieder vorbei. Was blieb?"Ich hatte danach noch Schnupfen, leichte Kopfschmerzen und einen verschleimten Hals. Den habe ich jetzt, zwei Wochen nach dem Freitesten, immer noch", so Tanja. Interessant dabei ist, dass ihr CT-Wert, also jener Wert der angibt, wie infektiös man ist, stark geschwankt hat.

"Zu Beginn hatte ich einen CT-Wert von 31. In den meisten Bundesländern bin ich damit nicht einmal mehr positiv. Am Tag darauf war ich sogar negativ ehe ich nochmals einen Tag später wieder positiv war mit einem Wert von 30." Am 7. Jänner, also am Tag der ersten Freitestung, war Tanja erneut positiv mit einem CT-Wert von 28.

Es folgten ein negativer und ein positiver Test, ehe sie sich beim zweiten Freitest-Versuch endlich aus der Quarantäne befreien konnte."Da blieb der Test dann auch negativ. Ich muss aber dazu sagen, dass ich jeden Tag bei"Alles gurgelt" testen gehe und darum einen guten Überblick habe." Tanja ist übrigens drei Mal geimpft.  Florian:"Dann war er da, der zweite Strich" Drei Mal geimpft ist auch Florian G.

, 28, aus Oberösterreich. Er und seine Lebensgefährtin haben sich am 20. Dezember im Austria Center in Wien den Booster geholt."Damit wir sicher durch den wohlverdienten Urlaub kommen", scherzt der Oberösterreicher."Wir fühlten uns sehr sicher".

Mitten im Urlaub, am 5. Jänner, ging es Florian plötzlich nicht mehr so gut:"Ich habe mich schwach gefühlt und hatte mit kratzendem Hals und leichten Kopfschmerzen zu kämpfen." Gerade das zweite Symptom zieht sich durch alle Erfahrungsberichte.  Er und seine Freundin machten einen Antigen-Schnelltest."Wir haben angespannt gewartet und dann war er da, der zweite Strich am Antigentest" - positiv.

Der PCR-Test am selben Tag bestätigte die Infektion. Etwas später war auch klar, dass es sich um Omikron handelte."In weiterer Folge hatten wir beide Grippe-ähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, eine laufende Nase." Nach gut fünf Tagen wurde es langsam besser, die beiden"fühlten sich aber immer noch schwach". Freitesten konnten sich die beiden am 12.

Jänner und die Quarantäne war vorbei. Ein interessantes Symptom, welches er und seine Freundin feststellten:"Uns haben beide die Augen gejuckt". .