NÖ: Falscher Arzt betäubte und beraubte Opfer

NÖ: 37-Jähriger gab sich auf Datingplatform als Frauenarzt aus, betäubte und beraubte Opfer

15.12.2020 11:45:00

NÖ: 37-Jähriger gab sich auf Datingplatform als Frauenarzt aus, betäubte und beraubte Opfer

Als falscher Arzt soll ein 37 Jahre alter Mann im Süden Niederösterreichs tätig gewesen sein. Die Anzeige einer Wienerin - ebenfalls 37 Jahre alt - ...

Als falscher Arzt soll ein 37 Jahre alter Mann im Süden Niederösterreichs tätig gewesen sein. Die Anzeige einer Wienerin - ebenfalls 37 Jahre alt - bei einer Polizeiinspektion in der Bundeshauptstadt führte die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich auf die Spur des mutmaßlichen Täters. Dieser soll sich auf Internetplattformen als Frauenarzt sowie Chirurg ausgegeben haben. Zwei Opfer sind nach Angaben vom Dienstag bisher bekannt, weitere werden vermutet. Der Verdächtige befindet sich in Haft.

Ende der Pandemie soll mit europaweiten Livekonzerten gefeiert werden Geheimer BVT-Bericht: Der ORF im Visier der Corona-Leugner Coronakrise: Bereits 400.000 Tote in der EU

Artikel teilen0DruckenAm 19. November erstattete die 37 Jahre alte Wienerin Anzeige bei der Polizei und berichtete, dass sie von einem unbekannten Täter betäubt und beraubt worden sei. Raubermittler des LKA Niederösterreich fanden sehr rasch heraus, dass ein ebenfalls 37-Jähriger aus dem Bezirk Wiener Neustadt sich auf Internet- bzw. Datingplattformen mit den Pseudonymen Dr. Prokop und Dr. Senner als Frauenarzt und Chirurg ausgegeben haben soll, um auf diese Weise Bekanntschaften zu Frauen zu finden.

Die Polizei geht von weiteren Opfern des mutmaßlichen Täters aus.(Bild: LPD NÖ, krone.at)Untersuchungsanleitungen aus dem InternetMit der Wienerin und einer 31-Jährigen aus dem südlichen Niederösterreich soll er seit August in Kontakt gekommen und laut Polizei auch das Vertrauen der Frauen gewonnen haben. Bei Treffen an seiner Wohnanschrift soll er dann „Behandlungen bzw. Untersuchungen“ durchgeführt haben. headtopics.com

Durch die teilweise Verwendung medizinischer Utensilien habe der Mann Fachkenntnisse vorgetäuscht, berichtete die Polizei weiter. Er habe Untersuchungen im Genitalbereich durchgeführt und auch ein Elektronen-Endoskop verwendet. Entsprechende Anleitungen soll er auf einem Notebook via einer Online-Videoplattform geöffnet haben.

Bei Treffen betäubt und danach beraubtDie Wienerin soll, wie von ihr angezeigt, bei einem der Treffen zudem mit Schlaftabletten und Muskatnuss-Essenzen betäubt und eines niedrigen fünfstelligen Geldbetrages beraubt worden sein. Erst nachdem die Frau nach Hause gebracht worden war, habe sie das Fehlen der Barschaft bemerkt.

Der Beschuldigte wurde noch am späten Abend des 19. November über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt an seiner Wohnanschrift festgenommen. Der geraubte Bargeldbetrag wurde dort sichergestellt. Der Verdächtige ist geständig und befindet sich in Haft.

Das Landeskriminalamt geht von möglichen weiteren Opfer des Verdächtigen aus.Hinweise werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich unter der Telefonnummer 059133/303333 erbeten und werden vertraulich behandelt. Weiterlesen: Kronen Zeitung »

Hefen😛