Neuer Teamchef im Ländermatch

Die Volkspartei kehrt machtpolitisch zu ihren Wurzeln zurück und tauscht mehrere Minister aus.

03.12.2021 22:30:00

Die Volkspartei kehrt machtpolitisch zu ihren Wurzeln zurück und tauscht mehrere Minister aus.

Die Volkspartei kehrt machtpolitisch zu ihren Wurzeln zurück und tauscht mehrere Minister aus.

Betont ernst wirkte Karl Nehammer, als er am Freitagvormittag vor die Medien trat. Im Sekundentakt schaute der soeben vom Parteivorstand einstimmig zum designierten ÖVP-Chef bestellte 49-Jährige auf den Zettel, um auch das zu sagen, was er vorbereitet hatte. Erst als später eine Journalistin nachfragte, ob Nehammer oder doch die Landesparteien das neue ÖVP-Regierungsteam ausgesucht hatten, entkam dem Innenminister ein Lächeln. „Das ist mein Team“, erklärte er. Aber natürlich eines, das man innerhalb der Partei besprochen habe.

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Die Volkspartei zwischen Frust und ZukunftsangstNach dem Rücktritt von Sebastian Kurz versucht sich die Partei wieder zu fangen. Wie geht es nun weiter? Bitte endlich geschlossen abtreten! Danke für die Erneuerung des Lektorates bei Presse. Naja, für zwei bis drei Monate wird’s der Nehammer schon machen

Personalrochade: Das sind die neuen Minister der ÖVPDie ÖVP-Landeshauptleute berieten über Neuaufstellung des Regierungsteams. Karl Nehammer wird Kanzler. Magnus Brunner als Finanzminister, Gerhard Karner als Innenminister gehandelt. Die Paparazzi haben wieder ein Opfer zur Strecke gebracht. Armes Österreich ! Wielange wollen die Grünen da noch mitspielen? Zeit für Neuwahlen. Was ist damit:

Regierungsumbildung - Wer sind die neuen Minister?Mit Magnus Brunner Gerhard Karner und Martin Polaschek gibt es drei neue Gesichter in der Ministerriege. RRRRRRRR Das Glücksrad dreht sich, wer wird nächster Bundeskanzler unter Türkis Grün nach Nehammer? RRRRRRRR MitTombola Gewinne Ministerposten

Auf den Spuren des Sebastian K.: Claudia Plakolm: Die Neue für die JungenJVP-Chefin Claudia Plakolm ist das jüngste und wohl überraschendste Ergebnis der türkisen Personalrochade. Die 26-Jährige soll Staatssekretärin im Kanzleramt werden. jadiesindso Mittlerweile ist die volkspartei eine Schande für unser Land! Moralisch ist diese volkspartei am Ende.🤮 OEVPkrise Grundrechte Verfassung Corona COVID19at TeamWKStA Warte mal, ist das nicht die, die ihr impft Zertifikat online gestellt hat? Die ÖVP macht kontinuierlich die selben Fehler immer wieder und wieder

Die ÖVP gibt heute Entscheidung bekannt: Wie sich die türkise Regierung neu aufstellen könnteNach dem Rückzug von Sebastian Kurz aus der Politik und Alexander Schallenbergs Verzicht auf das Amt des Bundeskanzlers gibt die ÖVP heute bekannt, wer die Parteispitze, aber auch das Amt des Bundeskanzlers übernehmen soll. Auch Gernot Blümels Posten als Finanzminister muss nach dessen Rücktritt neu vergeben werden. Es gehören auch ElliKoestinger etc. noch raus. Kein Facebook? Und vor allen anderen sollte Faßmann die Chance nutzen und endlich in Rente gehen. Er hat es sich verdient und die Österreicher erst recht.

ÖVP in der Krise: 'Die Länder werden die Zügel straffer ziehen'Das Machtvakuum, das Sebastian Kurz in der ÖVP hinterlässt, wollen die Länder füllen. Die Partei steht vor turbulenten Zeiten. Eine Analyse.

Wien. Betont ernst wirkte Karl Nehammer, als er am Freitagvormittag vor die Medien trat. Im Sekundentakt schaute der soeben vom Parteivorstand einstimmig zum designierten ÖVP-Chef bestellte 49-Jährige auf den Zettel, um auch das zu sagen, was er vorbereitet hatte. Erst als später eine Journalistin nachfragte, ob Nehammer oder doch die Landesparteien das neue ÖVP-Regierungsteam ausgesucht hatten, entkam dem Innenminister ein Lächeln. „Das ist mein Team“, erklärte er. Aber natürlich eines, das man innerhalb der Partei besprochen habe. Doch überraschen konnte Nehammer mit den Neuerungen wie der Ablöse von Heinz Faßmann als Bildungsminister nicht mehr. Und auch nicht damit, dass Nehammer selbst Kanzler werden soll. Beides hatte bereits davor der steirische Landeshauptmann, Hermann Schützenhöfer, der an der entscheidenden Sitzung teilgenommen hatte, der Öffentlichkeit verraten. Dass ein Landespolitiker wichtige Personalfragen als Erster bekannt gibt, könnte man auch symbolisch für die Neuaufstellung der ÖVP deuten. Die Landesparteien sind wieder wer. Zumindest de facto, denn die formalen Durchgriffsrechte in der Partei, die man unter Sebastian Kurz dem Parteiobmann gewährt hatte, wollte man Nehammer nun auch nicht wegnehmen. Die Länder wissen auch so, wie man selbstbewusst mitredet. So kann sich Schützenhöfer darüber freuen, dass es mit dem Grazer Uni-Rektor Martin Polaschek als Bildungsminister wieder ein Steirer in die Bundesregierung schafft. Besonders mächtig ist traditionell die Landesorganisation auf der anderen Seite des Semmerings. Dass Nehammer Parteichef wird, geht stark auf die Unterstützung von Johanna Mikl-Leitner zurück. Nehammer, eigentlich Wiener, wurde in St. Pölten politisch sozialisiert. Ein gewisser Gerhard Karner hatte ihn weiland in das Land unter der Enns gelotst, wo Nehammer als Geschäftsführer der Parteiakademie fungierte. Nun befördert Nehammer wiederum Karner, zuletzt Zweiter Landtagspräsident in St. Pölten, zum Innenminister. Das Haus in der Wiener Herrengasse kennt Karner bereits aus jenen Tagen, in denen er dort als Pressesprecher von Ernst Strasser fungiert hat. Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall.