Naschmarkt: Ein Parkplatz lässt die Wogen hochgehen

Grüne und Rote befinden sich im politischen Schlagabtausch um die Umgestaltung, jetzt wird auch das Stadtbild zum Thema.

30.03.2021 13:51:00

Grüne und Rote befinden sich im politischen Schlagabtausch um die Umgestaltung, jetzt wird auch das Stadtbild zum Thema.

Grüne und Rote befinden sich im politischen Schlagabtausch um die Umgestaltung, jetzt wird auch das Stadtbild zum Thema. Der Bürgerbeteiligungsprozess startet noch im April

pocketDass ein Parkplatz einmal für so viel Zores sorgen würde, das hätte wohl kaum jemand erwartet. Allerdings: Es geht nicht um irgendeinen Parkplatz, sondern um jenen beim Naschmarkt.Konkret um jene 10.000 Quadratmeter große Fläche, die sich stadtauswärts direkt hinter dem Markt befindet – und wo in Nicht-Lockdown-Zeiten jeden Samstag der große Naschmarkt-Flohmarkt stattfindet.

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Wie berichtet, will Planungsstadträtin Ulli Sima gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher von Mariahilf, Markus Rumelhart (beide SPÖ), dort eine seitlich offene Markthalle errichten. Mit Ständen für Gastronomie und Lebensmittel – und nach dem Vorbild des Londoner Borough Markets.

Im Bereich auf Höhe der Wienzeile 48 bis 76 sollen fixe und mobile Marktstände aufgebaut werden, auch eine größere konsumfreie Zone ist angedacht. Und: Die Fläche, die im Sommer als einer der größten Hitzepole der Stadt gilt, soll begrünt werden. headtopics.com

So könnte die geplante offene Markthalle in Mariahilf aussehen© Bild: Stadt WienDach-FrageIn dieser Begrünung dürfte der Ursprung der grün-roten Querelen liegen, die nun einen (vorläufigen) Höhepunkt erreicht haben.Vergangenen Freitag brachten die Mariahilfer Grünen einen Antrag im Bezirksparlament ein, wonach zur Umgestaltung des Naschmarkt-Parkplatzes „ein geeigneter Beteiligungsprozess mit allen relevanten Dialoggruppen“ durchzuführen sei.

Und zwar „ergebnisoffen“, wie es in dem Antrag wörtlich heißt. „Es soll keinerlei Vorgaben der Stadt Wien oder des Bezirks Mariahilf über die geplante spätere Gestaltung geben.“ Spannend ist das gleich in doppelter Hinsicht: Erstens, weil der Antrag von allen im Bezirksparlament vertretenen Parteien angenommen wurde – also auch von der SPÖ. (Die Grünen werten das als „eindeutiges Zeichen gegen die Pläne von Ulli Sima“.)

Und zweitens, weil bei dem Projekt ohnehin ein groß angelegter Beteiligungsprozess geplant ist. Laut Auskunft aus Simas Büro soll dieser in der zweiten April-Woche starten. Befragt werden dem Vernehmen nach alle Wienerinnen und Wiener, nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner des 4., 5. und 6. Bezirks.

© Bild: Stadt WienDass eine offene Markthalle kommen wird, gilt für die SPÖ allerdings als gesetzt. Nur wie diese konkret aussehen wird, ist derzeit noch offen. Das soll ein Architekturwettbewerb entscheiden.Der Mariahilfer Bezirksvorsteher hält die Aktion der Grünen als „parteipolitisch motivierte Panikmache“, wie er wörtlich sagt. Warum die Roten den Antrag dennoch mitgetragen haben? „Wir können uns nicht gegen etwas stellen, das ohnehin so geplant ist. Das war eine Jo-eh-Abstimmung, wenn man so will“, sagt Rumelhart. headtopics.com

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Begonnen hat der Streit um den Parkplatz schon im August des Vorjahres. Die Grünen aus dem 6. Bezirk preschten damals mit ihrer Idee von einem Park vor: viele Bäume, viel Wasser, nette Aufenthaltsmöglichkeiten. Weiterlesen: KURIER »

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....hoffentlich wirds nicht wieder so eine Pleite wie das Sima Projekt Cobenzl, wo ein Gastro Schmalspur Unternehmer Millionen bekommt, um ein bissl Geld einen Abbruch macht, und sich dann schleicht mit der Begründung seit COVID rechnet sich das Projekt nicht mehr für ihn,...... Gibt's eigentlich die Haselsteinerpartei noch?