Nach Mordversuch legte Steirer (74) Brand im Haus

Nach Mordversuch legte Steirer (74) Brand im Haus: Seine schwer verletzte Frau liegt nach der Rettung durch die Feuerwehr im künstlichen Tiefschlaf.

Steiermark, Leo Temnitzer

26.11.2021 18:30:00

Nach Mordversuch legte Steirer (74) Brand im Haus: Seine schwer verletzte Frau liegt nach der Rettung durch die Feuerwehr im künstlichen Tiefschlaf.

Bei einem Brand am Dienstag in Fohnsdorf (Bezirk Murtal) war ein Mann gestorben und seine Ehefrau schwer verletzt worden. Wie sich nun herausstellte, ...

(Bild: Thomas Zeiler)Bei einem Brand am Dienstag in Fohnsdorf (Bezirk Murtal) war ein Mann gestorben und seine Ehefrau schwer verletzt worden. Wie sich nun herausstellte, hatte der Mann versucht, seine Frau zu erdrosseln und dann das Feuer gelegt. Er sprang schließlich aus dem Fenster und starb. Seine schwer verletzte Frau liegt nach der Rettung durch die Feuerwehr im künstlichen Tiefschlaf.

Artikel teilen0DruckenAm Dienstag gegen 20 Uhr war der Brand im Dachstuhlbereich des Hauses ausgebrochen. „Dichter Rauch und Flammen schlugen den insgesamt 75 Einsatzkräften beim Eintreffen entgegen“, schildert Feuerwehreinsatzleiter, Hauptbrandinspektor Leo Temnitzer die ersten Minuten nach dem Eintreffen der Löschmannschaften. Für den 74-jährigen Bewohner kam jede Hilfe zu spät. Seine 68 Jahre alte Ehefrau konnte von der Feuerwehr gerettet und mit schweren Verletzungen ins LKH Judenburg gebracht werden.

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Nach Mordversuch an Frau legte Ehemann Feuer im HausDienstagabend kam es in einem steirischen Ort zu einem Vollbrand, ein 74-Jähriger starb. Jetzt kommt ans Licht: Der Mann zündete das Haus selbst an. 

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Unter schwerem Atemschutz musste mit Einreißhaken, Äxten und Motorsägen das Dach geöffnet werden. (Bild: Thomas Zeiler) Bei einem Brand am Dienstag in Fohnsdorf (Bezirk Murtal) war ein Mann gestorben und seine Ehefrau schwer verletzt worden. Wie sich nun herausstellte, hatte der Mann versucht, seine Frau zu erdrosseln und dann das Feuer gelegt. Er sprang schließlich aus dem Fenster und starb. Seine schwer verletzte Frau liegt nach der Rettung durch die Feuerwehr im künstlichen Tiefschlaf. Artikel teilen 0 Drucken Am Dienstag gegen 20 Uhr war der Brand im Dachstuhlbereich des Hauses ausgebrochen. „Dichter Rauch und Flammen schlugen den insgesamt 75 Einsatzkräften beim Eintreffen entgegen“, schildert Feuerwehreinsatzleiter, Hauptbrandinspektor Leo Temnitzer die ersten Minuten nach dem Eintreffen der Löschmannschaften. Für den 74-jährigen Bewohner kam jede Hilfe zu spät. Seine 68 Jahre alte Ehefrau konnte von der Feuerwehr gerettet und mit schweren Verletzungen ins LKH Judenburg gebracht werden. Besitzer hatte das Feuer selbst gelegt Wie die Ermittler des Landeskriminalamts und Brandsachverständigen nun feststellten, handelt es sich bei dem Brand um ein Verbrechen: Der 74-jährige Murtaler dürfte im Laufe des Abends versucht haben, seine Frau mit einem Strangulationswerkzeug zu erdrosseln. Großeinsatz für die Feuerwehren im Bezirk. (Bild: Thomas Zeiler) Im Glauben, die Frau ermordet zu haben, ging er in das Dachgeschoß. Dort dürfte er gegen 20 Uhr im Bereich des Stiegenaufgangs Feuer gelegt haben. Als es bereits brannte, stürzte er sich - vermutlich in Suizid-Absicht - aus dem Fenster. Bereits vor dem Haus anwesende Zeugen verständigten die Einsatzkräfte. Die Rettung versuchte den Mann noch zu reanimieren, er verstarb jedoch an Ort und Stelle. Ehefrau lebt dank „Crashrettung“ Die 68-jährige Ehefrau konnte von der Feuerwehr Hetzendorf mit einer sogenannten „Crashrettung“ unter schwerem Atemschutz aus dem bereits in Vollbrand stehenden Haus gerettet werden. Sie wurde in das Krankenhaus Judenburg verbracht. Die Frau befindet sich aufgrund ihrer schweren Verletzungen im Bereich des Halses im künstlichen Tiefschlaf. Laut ihren behandelten Ärzten ist ihr Zustand stabil. Lesen Sie auch: Wohnhausbrand: 74-Jähriger tot, Ehefrau im Spital Opfer konnte noch nicht einvernommen werden Sobald es der Gesundheitszustand der Frau zulässt, werden ihre Aussagen ausschlaggebend für das finale Ermittlungsergebnis sein, so die Polizei. Durch das professionelle Einschreiten der Feuerwehr (75 Einsatzkräfte im Löschangriff) konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Häuser verhindert und gegen 5 Uhr morgens „Brand aus“ verkündet werden. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete weiterführende Ermittlungen zum Verdacht des Verbrechens an.