Migration - Nervenkrieg mit Menschen als Waffe

21.10.2021 18:00:00

Belarus treibt Migranten in die EU. Die versucht, die Schachzüge von Diktator Lukaschenko zu stoppen. Leicht ist das nicht.

Manche kommen in der bitteren Kälte barfuß über die Grenze, andere erzählen, Sicherheitskräfte hätten ihnen ihr ganzes Geld abgenommen. Gerhard Lechner über die ausweglos scheinende Situation der Geflüchteten an der polnisch-belarussischen Grenze.

Belarus treibt Migranten in die EU. Die versucht, die Schachzüge von Diktator Lukaschenko zu stoppen. Leicht ist das nicht.

Wenn es Nacht wird im polnisch-weißrussischen Grenzgebiet, kommen sie aus ihren Verstecken: Menschen aus Afghanistan, Pakistan, dem Irak und Iran, dem Jemen, mittlerweile auch aus Afrika.Hier verbindet das Chirurgenteam im New Yorker Spital die Schweineniere an einen hirntoten Menschen, der durch künstliche Beatmung am Leben erhalten wurde.(Bild: Peter Tomschi) Da war Schluss mit lustig - als drei junge Männer einen ausgelassenen Silvesterabend mit Vandalismus verwechselt hatten.Im Krankenhaus Wiener Neustadt betont man, dass zwei Notfälle zu der Situation geführt haben.

Es sind vor allem junge Männer, die die Reise in Richtung EU wagen.Immer wieder treffen Journalisten und Hilfsorganisationen aber auch auf Familien mit Kindern und auf angeschlagene Menschen: Manche kommen inmitten der bitteren Kälte barfuß über die Grenze, andere erzählen, weißrussische Sicherheitskräfte hätten sie ausgeraubt - ihnen sei ihr ganzes Geld abgenommen worden, das versprochene Essen und die Sim-Karten fürs Mobiltelefon hätten sie aber nie erhalten.Das Organ habe laut den Ärzten bereits kurz nach der Operation ordnungsgemäß funktioniert - ein Erfolg, der vielen Menschen auf Transplantationslisten Hoffnung gibt.Während die weißrussischen Polizisten die Menschen Richtung Grenze treiben, tun die polnischen Sicherheitskräfte alles, um die ungebetenen Gäste nicht hereinzulassen.Und man schüttelt den Kopf - kommt das Trio im Alter zwischen 19 und 22 Jahren doch aus einem Kriegsgebiet und hätte Silvester in Sicherheit vielleicht bei Kerzenschein verbringen sollen.Beobachter sehen darin eine Art Ping Pong mit Menschen.Unter anderem berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf die Klinikgruppe Langone in New York über die Sensation.Viele Flüchtlinge stranden, von beiden Seiten über die Grenze getrieben, im Niemandsland.Und dann passiert so was“, ärgert sich ein betroffener Patient.

\nNeue Sanktionen in Planung\nViele schaffen es aber auch über die Grenze - und bis Deutschland, das Zielland der Migranten.(Bild: AFP) Langlebigkeit des Organs muss noch geklärt werden Das Schwein war demnach gentechnisch verändert, um die Wahrscheinlichkeit eines Abstoßens der Niere zu verringern.Mehr als hundert Flüchtlinge werden dort derzeit täglich aufgegriffen, mehr als 5.000 Menschen sind in diesem Jahr bereits über die Belarus-Route unerlaubt nach Deutschland eingereist - davon der weit überwiegende Teil im Herbst.Wissenschaftler versuchen seit geraumer Zeit, Organe in Schweinen zu züchten, die für Menschen nutzbar sind - neben Nieren auch Herzen oder Lungen.Der Grund: Nach der Verhängung von EU-Sanktionen gegen sein Land kündigte Weißrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko im Mai an, Migranten nicht mehr auf dem Weg in Richtung EU zu stoppen.Seither lässt Minsk aus Ländern wie der Türkei Flüchtlinge einfliegen und schickt sie im Eilmarsch an die Grenze - Richtung Polen, Lettland oder Litauen.Die Erkenntnisse sind zudem noch in keinem Fachmagazin veröffentlicht worden.Gegen 13 Uhr dann die Nachricht, die seinen Puls in die Höhe schnellen ließ: Er wurde vom Personal heimgeschickt - ohne Behandlung.

Deutschlands Außenminister Heiko Maas sieht im weißrussischen Autokraten daher den 'Chef eines staatlichen Schleuserrings', und innerhalb der EU werden Rufe nach weiteren Sanktionen laut, um den 'hybriden Krieg' des belarussischen Regimes gegen die EU zu stoppen.\nSo hat etwa Litauen vorgeschlagen, den europäischen Luftraum für Airlines zu schließen, die nach Minsk fliegen.(Bild: AFP) Experte Joachim Denner von der Freien Universität Berlin sprach von einem „weiteren Schritt“ auf dem Gebiet der Xenotransplantation, also der Übertragung von Zellen oder Organen von einer Spezies auf eine andere.Auch Deutschland soll dieses Ansinnen laut litauischen Angaben unterstützen.Die EU-Kommission verhandelt zudem mit Ländern, die auf der Route der Migranten liegen.Pavianherz in Menschenbaby: Säugling starb nach drei Wochen Die Geschichte der Entwicklung von Xenotransplantationen ist lang und von Niederschlägen gekennzeichnet.Erfolg hatte sie nach eigenen Angaben im Irak: Es gebe keine Flüge mehr von Bagdad nach Minsk, sagte Anfang Oktober Migrationskommissarin Ylva Johansson.“ (Bild: stock.

\nAm Montag hatte EU-Außenbeauftragter Josep Borrell Sanktionen gegen die weißrussische Airline Belavia angekündigt.Es starb drei Wochen nach der Operation.Geht es nach den Staats- und Regierungschefs von Litauen, Estland, Lettland und Polen soll die EU Unternehmen dazu bewegen, das Leasing von Flugzeugen an Belavia einzustellen, wie das Internetportal 'Politico' berichtete.\nGibt Lukaschenko auf?\nLeicht wird das allerdings nicht: Denn die betroffenen Unternehmen verweisen auf Verträge, an die sie gebunden sind.at.Das Zentrum des Flugzeugleasings in der EU ist Irland.Irische Unternehmen verwalten mehr als die Hälfte der weltweit gemieteten Flugzeuge.Und dann musste der zweite Arzt zu einem weiteren Akutfall.

Laut dem Politico-Bericht leasen einige irische Firmen weiterhin Flugzeuge, die Migranten transportieren, an Belavia.\nDas wirkt sich auch auf die politischen Positionen des Landes aus: Irlands Außenminister Simon Coveney fordert, die Strafmaßnahmen dürften sich nicht gegen 'laufende Verträge' von Airlines mit Belarus richten, weil das negative Konsequenzen für EU-Airlines mit sich brächte.'Das künftige Leasen von Maschinen' an Belavia könne man aber ohne Weiteres sanktionieren.\nKommen neue Strafmaßnahmen, hätte Lukaschenko sein Ziel, die Sanktionen wegzubekommen, jedenfalls nicht erreicht - im Gegenteil.Und auch die zahlreichen Migranten, die laut Berichten in Minsk in Einkaufszentren oder Innenhöfen sitzen, könnte dem Autokraten noch Probleme bereiten.

Die Gefahr von Ausschreitungen wächst.Deshalb wird bereits spekuliert, dass der geschickte Populist Lukaschenko die Zahl der Einwanderer wieder begrenzen will.Der Reiseveranstalter Anex Tour teilte mit, dass Menschen aus Afghanistan, Ägypten, dem Iran, Jemen, Nigeria, Pakistan und Syrien nur noch mit gültigem Visum nach Belarus fliegen können.Zuvor war es möglich, ein Visum nach Ankunft am Flughafen in Minsk zu erhalten.\n.

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Nur keinen Streit vermeiden, ist die Devise der EU. Wir sind die Größten und haben Geld ohne Ende.

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