Manipulationsskandal? ÖSV nimmt Rennen ins Visier

23.01.2022 15:45:00
Manipulationsskandal? ÖSV nimmt Rennen ins Visier

Der Österreichische Skiverband hat vier Skirennen im Jänner in Malbun (Liechtenstein) ins Visier genommen und den Internationalen Skiverband (FIS) um ...

Wintersport, Anton Giger

Manipulationsskandal? Der ÖSV hat vier Skirennen im Jänner in Malbun (Liechtenstein) ins Visier genommen und den Internationalen Skiverband ( FIS ) um Aufklärung gebeten.

Der Österreichische Skiverband hat vier Skirennen im Jänner in Malbun (Liechtenstein) ins Visier genommen und den Internationalen Skiverband ( FIS ) um ...

Artikel teilen„Der Verdacht der Manipulation muss unbedingt rechtzeitig vor den Spielen geklärt werden, damit die Athleten teilnehmen können. Wir müssen darauf vertrauen, dass die FIS das klärt. Das liegt mindestens seit Dienstag bei der FIS am Tisch“, sagte ÖSV-Sportchef Anton Giger am Sonntag - und fügte hinzu: „Wir wissen, die FIS ist der Meinung, dass der Verdacht Substanz hat.“

Wird dem Vorschlag, die elf ungenützten Quotenplätze aus anderen FIS-Sportarten (im Ski Freestyle in der Disziplin Halfpipe vier, im Ski Cross vier und in der Snowboard-Halfpipe drei) ins Alpine zu transferieren, nachgekommen, wäre laut „Giger das Problem aufs Erste halbwegs gelöst. Im Frühjahr muss man das ganze System gründlich neu aufstellen.“ Denn das Qualifikationssystem werde schon seit Jahren von großen Alpin-Nationen kritisiert.

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Hintergrund ist, dass den ÖSV-Männern für die Winterspiele in China nur neun Plätze zugesprochen werden anstatt der - bis zu dem Liechtenstein-Event - Maximalquote von elf. Ein Manipulationsverdacht liege nahe, hieß es aus dem ÖSV. Das ÖSV-Duo verlor jeweils etwas mehr als zwei Minuten auf den siegreichen Deutschen Benedikt Doll. Auch Frankreich und Italien begehren mehr Startplätze. Der Südtiroler, der Franzose Clement Noel (+0,08 Sekunden) und der Norweger Sebastian Foss-Solevaag (+0,09) fuhren in einer eigenen Liga. Artikel teilen Kommentare 0 „Der Verdacht der Manipulation muss unbedingt rechtzeitig vor den Spielen geklärt werden, damit die Athleten teilnehmen können. Willkommen bei DER STANDARD Sie entscheiden darüber, wie Sie unsere Inhalte nutzen wollen. Wir müssen darauf vertrauen, dass die FIS das klärt. Artikel teilen Kommentare 0 Was die Abreise zu den Winterspielen in China betrifft, hat Feller noch Zeit.

Das liegt mindestens seit Dienstag bei der FIS am Tisch“, sagte ÖSV-Sportchef Anton Giger am Sonntag - und fügte hinzu: „Wir wissen, die FIS ist der Meinung, dass der Verdacht Substanz hat. Bitte deaktivieren Sie sämtliche Hard- und Software-Komponenten, die in der Lage sind Teile unserer Website zu blockieren.at-Interview zum Slalom zu sagen hatte, sehen Sie oben im Video!) Artikel teilen Kommentare 0 Den Slalomfahrern bietet sich in Kitzbühel die letzte Möglichkeit für das Lösen des Olympia-Tickets.“ Hier sehen Sie, was Giger am Samstag im sportkrone.at-Interview zu sagen hatte: Video: krone.B.tv Wird dem Vorschlag, die elf ungenützten Quotenplätze aus anderen FIS-Sportarten (im Ski Freestyle in der Disziplin Halfpipe vier, im Ski Cross vier und in der Snowboard-Halfpipe drei) ins Alpine zu transferieren, nachgekommen, wäre laut „Giger das Problem aufs Erste halbwegs gelöst. Fotos Ein Rutscher verhinderte bei Marco Schwarz eine bessere Zeit. Im Frühjahr muss man das ganze System gründlich neu aufstellen. Sie haben ein PUR-Abo?. krone Sport Einloggen, um an der Diskussion teilzunehmen Eingeloggt als.

“ Denn das Qualifikationssystem werde schon seit Jahren von großen Alpin-Nationen kritisiert. Lesen Sie auch: Giger: „Es wäre skandalös, wenn es dabei bleibt“ Bis zum Erscheinen der letzten FIS-Punkteliste lag der ÖSV noch jeweils auf einer Quote von je elf Frauen und Männern, danach nur noch bei 11:9. Ich wollte gut reinstarten - keine Kurven fahren, wo keine sind. Ursache dafür sind Rennen wie jene im Rahmen des „Malbun Exotic Nations Cup“ in Liechtenstein am 12./13. Jänner.“ Hier der Liveticker: Eine gute Leistung mit einer hohen Nummer zeigte Dominik Raschner (+1,57).

Wirbel um Ergebnislisten Das Studium der Ergebnislisten der nationalen Meisterschaften und nationalen Junioren-Meisterschaften der Kapverden und von Jamaika legen in hohem Maße den Verdacht auf Manipulation nahe. Kurios und ein Detail am Rande: Auch der Mexikaner Hubertus von Hohenlohe (Geburtsjahr 1959) und der Argentinier Cristian Javier Simari Birkner (1980) waren bei den Nachwuchsrennen am Start. Wobei das Ergebnis des einen Auswirkung auf den Punktestand des anderen hatte, weil nur zehn Teilnehmer am Start waren.45 Uhr über die Bühne - natürlich live im sportkrone. Hubertus von Hohenlohe (Bild: GEPA ) FIS-Punkte setzen sich aus Rennpunkten und dem Zuschlag zusammen. Vereinfacht gesagt: Wenn eben nur zehn Teilnehmer am Start sind, wie es bei den vier Rennen in Malbun der Fall war, und sich eigentlich viel schlechtere Läufer besser als die normalerweise Guten aber so innerhalb der Top Ten platzieren, wirkt sich das auf die Berechnung des Zuschlages (Wert des Rennens) aus.

FIS-Punkte werden aus dem Mittelwert von fünf Rennen errechnet, wer unter 160 ist, bekommt die Berechtigung für Olympia. Der ÖSV hat die FIS auf diese Rennen in Malbun hingewiesen. Mit dem derzeit geltenden System sei der Manipulation Tür und Tor geöffnet, sagte Giger. „Normal schenken wir solchen Rennen keine erhöhte Aufmerksamkeit, aber wenn es so ist, dass ein paar der Besten daheimbleiben müssen, weil so die Basisquoten vermehrt in Anspruch genommen werden, ist das ein ernstes Thema. Das gehört im Frühjahr diskutiert.

“ Toni Giger (Bild: GEPA ) Die Alpinquote wurde für die Winterspiele von 320 auf 306 gekürzt, wobei sich die Plätze laut Vorgabe des Internationalen Olympischen Komitees auf gleich viele Athletinnen wie Athleten aufteilt. Für die Basis-Quote ist ein Punkteschnitt von 160 nötig, bei den Frauen haben sich 60 eine Basis-Nationenquote gesichert, bei den Männern aber mit 79 ungleich mehr. „Das System ist uns um die Ohren geflogen“ Weiters werden maximal zwei Plätze an Nationen vergeben, die in der WCSL (Weltrangliste) Aktive unter den Top 30 haben, das sind ca. 30 Plätze je für Frauen und Männer. Die restlichen Start-Plätze werden anhand der „Allocation list“ aufgefüllt, bei den Frauen sind das 62, bei den Männern nur 45.

„79 Plätze als Basisquote und 45 für die Besten der Besten ist ein absolutes Missverhältnis. Das System ist uns um die Ohren geflogen, die Gender-Equality verschärft es zusätzlich, weil du keinen Spielraum mehr hast“, erklärte Giger. krone Sport Einloggen, um an der Diskussion teilzunehmen Eingeloggt als .