Machtmissbrauch im Sport: 'Immer mehr trauen sich, zu reden'

Nicola Werdenigg, Ex-Skirennläuferin, machte 2017 öffentlich, worüber lange geschwiegen worden war. Mit Anfeindungen lebt sie.

06.10.2019 23:27:00

Nicola Werdenigg, Ex-Skirennläuferin, machte 2017 öffentlich, worüber lange geschwiegen worden war. Mit Anfeindungen lebt sie.

Nicola Werdenigg, Ex-Skirennläuferin, machte 2017 öffentlich, worüber lange geschwiegen worden war. Mit Anfeindungen lebt sie.

Nicola Werdenigg:Es hat sich viel getan. Es ist ein enormes Bewusstsein in der Öffentlichkeit entstanden für etwas, das vorher ein Tabuthema war. Wir merken, dass sich immer mehr Menschen trauen, darüber zu reden, was ihnen selbst passiert ist.

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Warum ist das wichtig?Ich bin mir sicher, und nicht nur ich – es ist Expertenwissen –, dass durch den Bruch des Tabus Übergriffe weniger werden. In dem Moment, wo potenzielle Täter wissen, dass hingeschaut wird, gibt es Rückgänge.Es müsse um Machtgefälle gehen – nicht um einzelne Promi-Namen, sagt die Erfinderin des Hashtags MeToo,

Tarana Burke. Ist das in der Gesellschaft angekommen?Mir wird das Machtgefälle zu wenig thematisiert. Wir haben das jetzt wieder beiPlácido Domingogesehen. Für mich gibt es übrigens eine Parallele mitToni Sailer, als der Fall hochkam (2018 wurden Vergewaltigungsvorwürfe gegen Skilegende headtopics.com

Sailerbekannt, Anm.). Diese Menschen in Machtpositionen nützen die Position aus. Gar nicht so bewusst, möglicherweise. Viele denken: ’Das steht mir zu, das kann ich machen’. In dem Moment, wo die Öffentlichkeit sagt, ’das geht nicht’, ist zumindest dieser Teil angesprochen.

© Bild: FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMWenn bekannte Künstler oder Sportler als mutmaßliche Täter geoutet werden, richtet sich die Kritik oft gegen jene, die Fälle öffentlich machen. Wie erklären Sie sich das?Das Thema polarisiert. Der aufgeklärte Teil der Gesellschaft hat nicht so die Notwendigkeit, sich mit einem Sportler oder Künstler zu identifizieren. Es gibt aber auch Menschen, die nahe dran sind, die in den Metiers tätig sind – sei es im Skisport oder der Kunst. Sie sehen dadurch ihr Umfeld angepatzt. Die Wogen gehen hoch – gegen die Aufdeckerinnen und Aufdecker. Auf der anderen Seite ist der Rückhalt wahnsinnig stark gewachsen.

Wie reagierten Sie persönlich auf dieAnfeindungen?Ich konnte und kann mir sehr, sehr gut helfen, indem ich mich nicht persönlich betroffen fühle. Es geht um Mechanismen, nicht gegen meine Person. Menschen fühlen sich aus einem System heraus bedroht.

Welches System?Die Betroffenheit löst diese Reaktionen aus. Man weiß aus der Psychologie, dass jeder und jede in irgendeiner Form von sexueller Gewalt betroffen ist. Sei es als Opfer, sei es als Zeuge oder Zeugin, als Täter oder Täterin. headtopics.com

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