Kurz: 'EU-Lieferungen erfolgen nicht nach Bevölkerungsschlüssel'

Vier Impfstoffe sind mittlerweile in der EU zugelassen. Wie viele Vakzine in welcher Höhe nach Österreich gelangen:

12.03.2021 13:36:00

Vier Impfstoffe sind mittlerweile in der EU zugelassen. Wie viele Vakzine in welcher Höhe nach Österreich gelangen:

Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht von 'Bazar' innerhalb des Steering Boards. Noch sei Österreich im Mittelfeld, was die Lieferungen betrifft.

alleMitgliedsstaaten bestellt hat", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz heute bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Der Impffortschritt der EU wurde von vielen beobachtet - auch von ihm."In den letzten Wochen sind viele ins Staunen gekommen über den Impffortschritt von Dänemark und warum so wenig in Lettland geimpft wird", so Kurz. Anfangs dachte man, das habe mit der Impf-Geschwindigkeit zu tun. Doch das ist, so der Bundeskanzler, nicht der Fall.

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"Die Lieferungen erfolgen nicht nach Bevölkerungsschlüssel", so Kurz nach Analyse der Dashboards und Rücksprache mit anderen EU-Staaten."Es entsteht das Bild, dass Malta drei Mal so viele Impfdosen bekommen würde als Bulgarien." Die Niederlande bekämen bis dahin das Doppelte von Kroatien. Österreich liege aktuell noch im Mittelfeld, so Kurz. Rund 1,2 Millionen Dosen hat Österreich bisher erhalten. Malta sei der Ausreißer nach oben, Bulgarien der Ausreißer nach unten."Wenn sich der Trend so fortsetzt, dann kommt es zu einer massiven Ungleichheit."

Es wurde"eindeutig im Widerspruch" zur Vereinbarung nach Bevölkerung geliefert, erneuert er den Vorwurf, der sich dezidiert nicht an EU-Präsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel richte, sondern an das Steering Board. headtopics.com

"Es muss", sagt Kurz,"herausgefunden werden, wer die Unterschriften im Steering Board geleistet hat", die für die ungerechte Verteilung verantwortlich sind. Es gebe eine Geheimhaltung innerhalb dieses Boards, die Kurz, wie andere Beobachter als"Bazar" bezeichnet.

Österreich im Mittelfeld -"noch kein Schaden""Österreich hat noch keinen Schaden genommen", sagte Kurz. Es sei aber"eindeutig, dass manche Mitgliedsstaaten eindeutig zu viel, andere zu wenig" erhalten haben. Lettland oder Bulgarien würden dem gemäß bis in den Herbst brauchen, um ihre Bevölkerung impfen zu können."Es widerspricht der Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs vom 21. Jänner", kritisiert Kurz.

Viele der Regierungschefs waren selbst, nachdem Kurz mit ihnen Kontakt aufgenommen hatte,"sehr überrascht", so der Bundeskanzler weiter in seinen Ausführungen. Weiterlesen: KURIER »

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