Kultusgemeinde warnt Mitglieder: Pfefferspray eingesetzt: Polizei löst Anti-Corona-Demo in Wien auf

Polizei setzt Pfefferspray gegen Rechtsextreme ein, die sich unter die Demonstranten gemischt haben und die Polizeisperre durchbrechen wollen. Kulturgemeinde warnt vor Übergriffen auf dem Weg in die Synagoge.

20.03.2021 19:27:00

Polizei setzt Pfefferspray gegen Rechtsextreme ein, die sich unter die Demonstranten gemischt haben und die Polizeisperre durchbrechen wollen. Kulturgemeinde warnt vor Übergriffen auf dem Weg in die Synagoge.

Polizei setzt Pfefferspray gegen Rechtsextreme ein, die sich unter die Demonstranten gemischt haben und die Polizeisperre durchbrechen wollen. Kulturgemeinde warnt vor Übergriffen auf dem Weg in die Synagoge.

Einsatz von PfeffersprayEs gab bereits am Anfang erste Anhaltungen und Amtshandlungen wegen Verstößen gegen die Covid-Schutzmaßnahmen, wie ein Polizeisprecher der APA sagte. Später wurden Personen auch festgenommen. Am Gürtel versuchten zahllose Rechtsextreme eine Polizeisperre zu durchbrechen.

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Als die Demonstranten diese durchbrechen wollten, setzte die Polizei Pfefferspray ein.Kultusgemeinde warnt vor ÜbergriffenIndes wurde bekannt, dass die Israelitische Kultusgemeinde ihre Mitglieder per Direktnachricht informiert hat, dass sich wie vor zwei Wochen bereits neuerlich Rechtsradikale unter die Demonstranten mischen könnte."

Wir rufen Sie daher zu erhöhter Wachsamkeit am Shabbat des 20. März auf, insbesondere auf dem Weg von und zur Synagoge, aber auch Spaziergängen am Nachmittag."Bekanntlich kam es am Rande der Demo im Prater, wo auch FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl gesprochen hatte, zu antisemitischen Parolen. headtopics.com

Der größte Zug bildete sich schließlich am Gürtel beim Hauptbahnhof. Hier skandierten mehrere hundert Personen Parolen wie"Kurz muss weg" und"Wir sind das Volk". Gegen 14.30 Uhr wurde diese Demonstration von der Polizei aufgelöst. Ob sich die Teilnehmer erneut an einem anderen Ort versammelten, war noch nicht klar. In der Innenstadt gab es jedenfalls keine größeren Protestzüge

Mehr als 100 Kundgebungen angekündigtDie Situation am Samstag war zusätzlich angespannt, daab 14 Uhr am Karlsplatz eine Anti-Rassismus-Demonstrationstattfand. Vom Treffpunkt aus war eine Demonstrationszug zum Volkstheater und dann über den Ring zurück zum Karlsplatz geplant. Eine Aufgabe der Polizei war es demnach, die Teilnehmer der Veranstaltungen tunlichst nicht aufeinandertreffen zu lassen.

Insgesamt waren für das Wochenende bereits jetzt mehr als 100 Kundgebungen angekündigt. Neun von diesen wurden untersagt, da davon ausgegangen wurde, dass hier die Corona-Schutzmaßnahmen wie Maske-Tragen und Zwei-Meter-Abstand nicht eingehalten würden.

"Schwierige Lage"Seitens des Innenministeriums wurde am Freitag eine"sehr schwierige" Lage für Polizei, aber auch Unbeteiligte prognostiziert.Im gesamten innerstädtischen Bereich müsse mit Versammlungen und Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Rund 1.000 bis 2.000 Exekutivbeamte waren im Einsatz. headtopics.com

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"Freie Meinungsäußerung missbraucht"Die Grünen kritisierten, dass die freie Meinungsäußerung vermehrt von rechtsextremen Gruppen missbraucht wird."Die freie Meinungsäußerung, die Versammlungsfreiheit und das Äußern des Unmuts über politische Entscheidungen gehören zu den höchsten und grundlegendsten Gütern der Demokratie und sind eines der wichtigsten Mittel der Zivilgesellschaft, um ihre Meinung und auch ihren Unwillen außerhalb von Wahlen zu äußern", erklärten die

Rechtsextremismussprecherinnen der Grünen Olga Voglauer und Eva Blimlinger. Es sei aber bekannt, dass"rechtsextremistische Demonstrationen und Veranstaltungen häufig als Kundgebungen von besorgten Bürgerbewegungen getarnt und auch als diese angemeldet werden".

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