Krebsforschung: 'Deutliche Lebensverlängerung möglich'

Fortschritte bei den Therapien haben die Überlebenschancen verbessert. Nun sollen das Wissen verbessert und finanzielle Mittel für Forschung gesammelt werden.

24.09.2021 09:38:00

Fortschritte bei den Therapien haben die Überlebenschancen verbessert. Nun sollen das Wissen verbessert und finanzielle Mittel für Forschung gesammelt werden.

Fortschritte bei den Therapien haben die Überlebenschancen vieler Patienten verbessert. Jetzt sollen das Krebswissen verbessert und finanzielle Mittel für Forschungsprojekte gesammelt werden

pocket"Verblüffend und atemberaubend." So bezeichnete kürzlich der Onkologe Christoph Zielinski die Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten:"Pro Jahr geht die Sterblichkeit an Tumoren um etwa drei Prozent zurück. Das ist enorm viel. Derzeit ist bereits bei vielen Patienten eine deutliche Lebensverlängerung möglich."

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Etwa bei einem Teil der Lungenkrebspatienten, deren Tumor eine bestimmte genetische Eigenschaft hat:"Solche Daten haben wir früher nie gekannt."Möglich machen das die Erfolge der Krebsforschung: Etwa neue zielgerichtete Therapien, die in Vorgänge eingreifen, die für das Tumorwachstum wichtig sind.

Oder Immuntherapien, die die vom Tumor verursachten Bremsen des Immunsystems lösen und ihn für Abwehrzellen wieder angreifbar machen.Drei Initiativen sollen jetzt das Bewusstsein für die Forschung verbessern."Brustkrebs-Forum" headtopics.com

Jede achte Frau ist im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Unter der Leitung der Onkologen Matthias Preusser und Rupert Bartsch von der MedUni und AKH Wien startet am 27.9. (17-18 Uhr) eine 12-teilige Reihe von Online-Vorträgen unter dem Titel"Brustkrebs-Forum" zu den Bereichen Brustkrebsvorsorge, Diagnose und Behandlung.

Thema des ersten Webinars: „Brustkrebsscreening – lebensrettend oder unsinnig?“ Durch die Informationen von Top-Expertinnen und -experten solle auch die Sicherheit der Betroffenen im Umgang mit der eigenen Krankheit gesteigert werden, sagt Preusser, der die Klinische Abteilung für Onkologie leitet.

Cancer SchoolEine zweite Initiative ist die „Cancer School“ des Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni und AKH Wien. Ab 6. Oktober (16.30 -18 Uhr) informieren Spezialisten einmal in der Woche über das aktuelle Wissen zu den Themen Diagnose und Therapien. Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des Universitätsklinikums AKH Wien und Leiterin der Cancer School:"Unsere Expertinnen und Experten führen ihre Forschungsarbeit streng nach wissenschaftlichen Kriterien durch. Das heißt auch, dass die Ergebnisse ihrer Forschung einen Überprüfungsprozess durch internationale Fachleute durchlaufen haben. Das Ergebnis sind keine Einzelmeinungen, sondern wissenschaftlich abgesicherte Fakten."

KrebsforschungslaufUm zusätzliche Mittel für die Krebsforschung zu bekommen und so die Entwicklung von Therapien weiter voranzutreiben, veranstaltet die MedUni Wien am 9. 10. (10 -14 Uhr) einen"Krebsforschungslauf" – den 15. bisher. Corona-bedingt findet er unter dem Motto „Die Laufstrecke ist überall“ statt. headtopics.com

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Die Spendengelder kommen zu 100 Prozent Forschungsprojekten zugute. Eine internationale Jury prüft die eingereichten Projekte und wählt die besten für eine Förderung aus. Bisher konnten durch Spenden und Sponsoring bei den Krebsforschungsläufen zirka 1,5 Millionen Euro aufgebracht werden. Mehr als 50 Projekte wurden damit unterstützt. Darunter auch zwei, die die Therapien von Hautkrebs sowie von Gehirntumoren bei Kindern verbessern sollen (siehe Infobox ganz unten).

Oder das Projekt des Biologen und Genetikers Rainer Hubmann: Er geht der Frage nach, ob eine Mutation in einem bestimmten Gen für die Entstehung von Chronisch Lympathischer Leukämie (CLL) verantwortlich ist – die häufigste Krebserkrankung des Blutes in Europa. Bestätigt sich das, könnten Medikamente gegen die Mutation entwickelt und auch ein Wiederauftreten der Erkrankung frühzeitig erkannt werden.

Verena PaulitschkeBeispiel 1: HautkrebsNeue Behandlungsmethoden haben die Aussichten vieler Melanom-Patienten deutlich verbessert. Gegen zielgerichtete Therapien wird der Tumor aber im Mittel nach ca. 15 Monaten resistent, und von der Immuntherapie profitiert nur die Hälfte der Betroffenen. Verena Paulitschke (Bild oben), Oberärztin für Dermatologie MedUni/AKH Wien, erforscht mit ihrem Team, wie Tumore gegen Therapien resistent werden und wie man dies früh erkennen und überwinden kann. 

Sibylle MadlenerBeispiel 2: Gehirntumor Weiterlesen: KURIER »

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