Krages im Notbetrieb: 'Hoffen auf Betten in anderen Ländern'

Krages im Notbetrieb: 'Hoffen auf Betten in anderen Ländern'

29.03.2021 16:27:00

Krages im Notbetrieb: 'Hoffen auf Betten in anderen Ländern'

Kapazitäten wurden auf das Maximum ausgebaut. Operationen nur mehr 'in akut lebensnotwendigen Fällen'.

pocket"Die Situation ist ernst, wir sind am Anschlag." Mit diesen eindringlichen Worten meldete sich am Montag Hubert Eisl, Geschäftsführer der burgenländischen Krankenanstalten an die Öffentlichkeit.Mit Anfang dieser Woche wurde in den vier Krages-Häusern in Obewart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee auf Notbetrieb umgestellt. Das heißt, dass nur mehr in akut lebensnotwendigen Fällen operiert wird.

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"Wenn die Zahlen weiter steigen, können wir nicht mehr ausschließen, dass wir auch dringende Operationen wie Tumor-Entfernungen nicht mehr durchführen können", zeichnet Eisl ein schockierendes Bild."Wir bedauern diese Entwicklung, aber sie ist Realität."

© Bild: Carmen Neumann/KRAGESDie Krages reagiert damit auf die weiter steigenden Infektionszahlen und der zunehmenden Zahl von Patienten auf der Intensivstation. Insgesamt wurden die Kapazitäten im Burgenland auf 27 Betten aufgestockt. Für Nicht-Covid-Patienten stehen derzeit nur mehr 10 Intensivbetten im ganzen Land zur Verfügung. headtopics.com

Mehr geht nichtSituation auf den Intensivstationen ist prekär, wirsind in der letztenEskalationsstufe. Ein weiteres Erhöhen der Kapazitäten ist nicht mehr möglich", bestätigt Primarius Herbert Gruber, Vorstand der Abteilun

gen für Intensivmedizinin Oberwart und Güssing und Intensivkoordinator imBurgenland.Die 27 Betten seien schon mehr als doppelt so viele, wie in normalen Zeiten zur Verfügung stehen würden.Sollten die Plätze im Burgenland nicht mehr ausreic

hen, müsste manPatientinnen und Patienten in andere Bundesländer überstellen. „Wir müssenhoffen, dass es in dieser Situation Bettenzusagen außerhalb desBurgenlandes geben wird – jedenfalls sind wir laufend in Kontakt mit denIntensiv-Koordinatoren Österreichs“, sagt Grube

Der Appell an die Bevölkerung bleibt aufrecht: „DieBevölkerung muss sichbewusst sein, dass sie es auch selbst in der Hand hat, die mehr als ernsteSituation auf den Intensivstationen im Burgenland wieder zu entschärfen. Essind daher unbedingt die Vorsichtsmaßnahmen einhalt headtopics.com

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en, so schwer es auchfallen mag", appelliert Eisl.Auch im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt werden die Kapazitäten erweitert. Von bisher fünf Intensivbetten für Corona-Patienten, die derzeit alle belegt sind, erhöht man auf acht, hieß es seitens des Spitals. Insgesamt stehen im Burgenland damit künftig 35 Intensivbetten zur Verfügung. Bisher waren es 27.

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