Köpferollen? Vorerst nur Drozda angezählt

Es kursierenGerüchte über einen baldigen Abgang von Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda.

30.09.2019 09:01:00

Es kursierenGerüchte über einen baldigen Abgang von Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda.

Auch wenn Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nach der historischen Wahlschlappe für seine Roten unmittelbare personelle Konsequenzen ...

Auch wenn Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) nach der historischen Wahlschlappe für seine Roten unmittelbare personelle Konsequenzen, wird es wohl im Zuge einer hinter vorgehaltener Hand bereits geforderter „Kurskorrektur“ den einen oder andereren erwischen. Es kursieren bereits Gerüchte über einen baldigen Abgang von Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda.

Ermittlungen gegen Doskozil, Handy beschlagnahmt Mückstein in der ZiB2: 'In vier Wochen können wir bundesweit aufsperren' Maskenbefreiungen per E-Mail: Coronakritischer Arzt hat sich nach Afrika abgesetzt

Artikel teilen0DruckenIn der SPÖ ist sich jeder des Debakels bewusst. Vor der Gremiumssitzung am Montag, bei der Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil fehlen wird, deutete allerdings nichts auf einen Abgang Pamela Rendi-Wagners hin.verschaffte ihr Luft, zudem kassierten ja auch ihre parteiinternen Kritiker in Tirol und Burgenland Schlappen. Mehr als überrascht hat Rendi-Wagner auf jeden Fall mit ihrer Aussage: „Die Richtung stimmt.“

SPÖ-Parteimanager Thomas Drozda(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)Zweite große Schlappe für Rendi-WagnerZumal es für Rendi-Wagner an der Spitze der SPÖ die zweite große Wahlschlappe war. Mit etwas unter 22 Prozent (laut vorläufigem Endergebnis) fiel die SPÖ nicht nur noch tiefer ins historische Nationalratswahl-Tief - sondern unterbietet auch noch das bei der EU-Wahl im Mai erlittene schlechteste Bundeswahl-Ergebnis von 23,89 Prozent. headtopics.com

Schwere Stunden für SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner(Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)(Bild: krone.at-Grafik)Dornauer will nicht mit FPÖ „auf Oppositionsbank sitzen“Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer forderte noch am Wahlabend eine „Kurskorrektur“ seiner Partei. „In der SPÖ muss sich etwas ändern“, so Dornauer. Für ihn ist aber eine Regierungsgbeteiligung nach wie vor nicht vom Tisch. Für eine türkis-rote Koalition wollte er sich - im Gegensatz zum Wahlkampf - nicht mehr klar aussprechen. „Das muss man neu bewerten“, meinte er. Es sei „immer wichtig, auf Augenhöhe“ Gespräche zu führen. Er wolle jedenfalls nicht „gemeinsam mit der FPÖ auf der Oppositionsbank sitzen“.

Georg Dornauer(Bild: APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL)NÖ-Landeschef: „SPÖ muss sich auf allen Ebenen erneuern“Mit einer heftigen Breitseite reagierte der niederösterreichische SPÖ-Landeschef Franz Schnabl auf den Ausgang der Wahl. „Die Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner müsste nach dem FPÖ-Ibiza-Video und dem erfolgreichen Misstrauensantrag die strahlende Siegerin dieses Sonntags sein. Dass sie das nicht ist, ist weniger ihr, als der Partei zu verdanken. Die Parteispitze betrieb Selbstfindung statt Strategie“, lautete die nüchterne Analyse Schnabls. Die Sozialdemokratie müsse sich nun „auf allen Ebenen erneuern, im Bund wie im Land“.

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Die Wählerströme flossen zur ÖVPWählerstromanalyse: Woher haben die Parteien ihre Stimmen? Die Wählerstromanalyse zeigt, dass viele ehemalige FPÖ-Wähler diesmal Kurz gewählt haben oder gar nicht zur Wahl gegangen sind. Die Pilz-Wähler haben grün gewählt: