Kommt der Lockdown? Kulturszene in 'großer Sorge' und für Klarheit

Wie die Situation für die nächsten Wochen und Monate in den verschiedenen Kultursparten eingeschätzt wird:

29.10.2020 22:23:00

Wie die Situation für die nächsten Wochen und Monate in den verschiedenen Kultursparten eingeschätzt wird:

Der KURIER hat in allen Kultursparten nachgefragt, wie die Situation in der Coronavirus-Krise für die nächsten Wochen und Monate eingeschätzt wird.

, erklärt:"Die Bundesmuseen haben in den letzten Monaten alle Bemühungen unternommen, um eine sichere kulturelle Teilhabe zu ermöglichen und als wichtiger außerschulischer Lernort Raum für Reflexion und Diskurs zu bieten. Außerdem ist das Museumspublikum grundsätzlich sehr diszipliniert und die Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen werden konsequent und routiniert umgesetzt. Besonders in dieser Ausnahmesituation ist der Zugang zu Museen auch ein wichtiges Zeichen der Stabilität und Offenheit für die in Österreich lebenden Menschen."

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"Große Sorgen" in der JosefstadtBeimTheater in der Josefstadtmacht man sich"natürlich große Sorgen".  Man sei "stolz darauf, dass unser Präventionskonzept in Josefstadt und Kammerspielen, in das wir viel Geld und Mühe investiert haben, sehr gut funktioniert und wir bekommen dafür auch viel positives Feedback von unserem Publikum."

Ein weiteres Schließen würde für die Künstlerinnen und Künstler"sicherlich größte Frustration" bedeuten. Eine Entscheidung wie in Deutschland, den gesamten November nicht zu spielen, würde für die Josefstadt bedeuten: "

Dann würden 81 Vorstellungen entfallen. Damit wären zum heutigen Stand Einnahmen aus Kartenerlösen von rund 700.000 Euro rückzuerstatten oder in Gutscheine umzuwandeln. Dafür müssten die MitarbeiterInnen vom Vertrieb mit rund 17.000 Ticketkäufern in Kontakt treten und sich abstimmen."

Beunruhigt zeige man sich auch darüber,"dass je öfter wir Vorstellungen ausfallen lassen müssen, wir das Vertrauen unseres Publikums verlieren, die mit Abokäufen, Ticketkäufen immer zurückhaltender werden dürften." 

Nachsatz aus der Josefstadt:"Aber wenn wir damit wirklich Covid-19 einschränken können, dann muss das eben sein."Obonya für Sperre:"Vernünftig und durchhaltbar"Im Rahmen eines Interviews befragte der KURIER auch den Theater- und Filmschauspieler

Cornelius Obonya,zu möglichen Schließungen im Kulturbereich. "Ichfinde es richtig, was man in Deutschland und Frankreich derzeit macht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das in Österreich aufgrund der steigenden Zahlen demnächst auch so sein wird. Ich halte diese Einschränkungen für sehr vernünftig, es muss sein. F

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ürs Erste ist das auch wirklich durchhaltbar, die Regierungen werden Geld in die Hand nehmen, wir müssen da alle gemeinsam durch."Obonya, der am Samstag, 31.10. im ersten Ausseerland-Krimi aufServusTVzu sehen ist, richtet noch einen dringenden Appell an die Menschen:"

Was noch dringend in die Köpfe rein muss: Der Sommer hat gezeigt, wie leicht das alles wieder verschwindet, wenn man etwas nicht anweist. Wenn man tatsächlich auf die Freiwilligkeit setzt, dann tun alle so, als ob es nicht wäre.Die Pandemie war nie weg, sie war immer da. Es ist jetzt an uns allen gelegen, Vernunft walten zu lassen. Das haben sehr, sehr viele nicht getan, man hat auch viele Warnungen nicht gehört.

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