Kolumne vom Börsenparkett: Logbuch eines Börsianers: Das hämisch grinsende Inflationsgespenst

In seinem wöchentlichen 'Logbuch eines Börsianers' bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

19.03.2021 22:07:00

In seinem wöchentlichen 'Logbuch eines Börsianers' bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

In seinem wöchentlichen 'Logbuch eines Börsianers' bilanziert der erfahrene Kapitalmarktexperte Josef Obergantschnig das aktuelle Börsengeschehen.

JosefObergantschnig ist Präsident des Wirtschaftsethikklubs Ethico und allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. In seinem"Logbuch eines Börsianers" schildert der erfahrene Kapitalmarktexperte für die"Kleine Zeitung" seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in diesem - auch auf dem Börsenparkett - ereignisreichen Zeiten und zieht jeweils eine Wochenbilanz.

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Samstag, 20. März: Wenn alle Alarmglocken läutenAm 16. März feierte meine Schwiegermutter Geburtstag. Lange Zeit war es das Einzige, was mich mit diesem Datum verbindet. Seit 2020 ist das anders. Als ich an meinem Espresso nippe, werde ich unweigerlich wieder in diese dunklen Tage des Jahres 2020 hineingezogen.

Wir waren in einem Ausnahmezustand. Willkommen im Corona Jahr! Willkommen in der neuen Realität!Es war ein frühlingshafter März-Tag. Gebannt saß ich mit meiner Familie vor dem Fernseher und lauschte den Worten des Bundeskanzlers. „Heute ist es soweit. Unser Leben wird sich in den nächsten Wochen massiv verändern!“ Mit diesen Worten bereitete uns Sebastian Kurz auf den ersten Lockdown vor. Am 16. März, fuhr ganz Österreich herunter! Österreichs Bundeskanzler kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen, wie sehr er recht behalten sollte. headtopics.com

Dieser 16. März 2020 geht aber auch für einen Börsianer in die Geschichte ein.Der Dow Jones Index verlor an diesem Tag nahezu 3000 Punkte. Das ist der größte Ein-Tages-Verlust seit seiner Auflage im Jahr 1896. Eine derartige Krise haben wir noch nicht erlebt. Das ist keine klassische Finanzmarktkrise. Es ist nahezu jeder von uns in irgendeiner Weise davon betroffen. Vertreter der amerikanischen Notenbank verlautbarten, dass die US-Wirtschaft um bis zu 50 Prozent einbrechen könnte. Vergleiche mit der Großen Depression der 1930er Jahre wurden gezogen. Gepaart mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit ein wahrlich gefährlicher Cocktail.

Eine Woche später war der Spuk an den Finanzmärkten vorbei. Weiterlesen: Kleine Zeitung »