Kein Drachengrün, kein Himmelblau: Warum Tätowierer jetzt um ihre Farben bangen

03.02.2021 11:21:00

Eine neue EU-Verordnung verbietet beliebte Pigmente. Die Branche sieht das als existenzbedrohend. Eine EU-Petition soll nun Änderungen bringen.

Eine neue EU-Verordnung verbietet beliebte Pigmente. Die Branche sieht das als existenzbedrohend. Eine EU-Petition soll nun Änderungen bringen.

Eine neue EU-Verordnung verbietet beliebte Pigmente. Die Branche sieht das als existenzbedrohend. Eine EU-Petition soll nun Änderungen bringen.

Blau 15 und Grün 7soll nun die gewünschten Änderungen der Verordnung bringen.bei Tattoo-Farben und permanentem Make-up beschränkt. Die Farbpigmente Blau 15 und Grün 7 sind in zwei Dritteln aller Tätowierfarben enthalten.verboten - nach dem Motto:"Wenn sie nicht auf der Haut verwendet werden dürfen, sollten sie auch nicht in der Haut verwendet werden dürfen." Zur Bewertung wurden laut ECHA auch

Erich MähnertMähnert und sein Petitionspartner, der Chemieingenieur Michael Dirks, verwiesen auf eine Einschätzung des Monitors des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom September 2020. Darin erklärt das BfR die erhobenen Gesundheitsrisikodaten für"unvollständig". Auf Basis derzeitig verfügbarer Daten würden beide Substanzen eine"vergleichsweise geringe Toxizität" aufweisen.

Weiterlesen: Kleine Zeitung »

Warum die EU kein Interesse mehr an Astra Zeneca hatMit Juni lässt die Europäische Union ihren Liefervertrag mit dem schwedisch-britischen Hersteller auslaufen. Nur Österreich s Verfassungsbrecher Regierung impft damit ihre Untertanen weiter!! Kurz muss weg! Kurz kann es einfach nicht! Neuwahlen Neuwahlen NEUWAHLEN

Mitreden, kein 'weiter so“: Was Bürger von der EU wollenDie 'Konferenz für die Zukunft Europas“ legt mit einer digitalen Plattform los, Othmar Karas sammelt von Österreichern Impulse. wolfi232 Ja zu Europa - nein zur EU Scheinbar arbeiten viele EU Politikerinnen lieber für Konzerne und Lobbyisten aber nicht für Bürgerinnen und Europa!! Ich will nicht mitreden, sondern diese EU abschaffen.

Kein AstraZeneca-Impfstoff für EU aus den USADie Europäische Union wird in nächster Zeit keine Lieferungen des AstraZeneca-Impfstoffs aus den USA bekommen. Hurra ! Unsere geliebten Weltenführer denken zuerst einmal an sich selbst ! Gut so...

EU bekommt kein AstraZeneca mehr aus den USADer weltweite Kampf um Impfstoffe geht in die nächste Runde: Die USA haben einen Auslieferungsstopp in die EU angekündigt. „Die USA haben uns ... In Schwaz bekommen die 20 jährigen Pfizer während in Ostösterreich sogar 60jährige mit dem schwindligen Astra geimpft werden und alle möglichen Nebenwirkungen haben. Wie man sieht wird Tirol einfach bevorzugt Unser Coronaspezialist Infektiologe Kollaritsch wird weinen! In Italien sind 2 Militärangehörige u. 1 Polizist nach der AstraZeneca Impfung gestorben. Es wurden Ermittlungen eingeleitet. Aber wir impfen, weil is eh wurscht, wenn einige sterben, nicht wahr?

EU soll in nächster Zeit kein AstraZeneca aus USA erhaltenWeiterer Rückschlag im Kampf gegen den Impfstoffmangel bahnt sich an -Impfstoffhersteller senkt Lieferprognose für das erste Quartal. Gute Idee 😎

So eine Wirtschaft - Hürden auf dem Weg in eine erfolgreiche ZukunftEuropas Weg aus der Krise ist voller, teils selbstgemachter Hürden, meint monikaturyna - Jede Woche erscheint unsere WZ-Kolumne SoeineWirtschaft -

Tätowierer in der EU bangen um ihre Farben.Drei Viertel der Österreicher würden sich mit Astra Zeneca nicht impfen lassen Wenngleich es auch bei anderen Herstellern zu medizinischen Komplikationen kommt und Nebenwirkungen wie Thrombosen auftreten, ist der Schaden angerichtet: Astra Zeneca wird als minderwertig wahrgenommen.mail pocket Es muss ja nicht gleich eine Revolution sein – aber gewünscht sind Ideen und Impulse, die die Europäische Union im Sinne ihrer Bürger verbessern.Eine Astrazeneca-Impfdosis (Symbol) ROBERTO BRANCOLINI / PA / picturedesk.

Zwei bei Tätowierungen besonders beliebte Farbpigmente - Blau 15 und Grün 7 - sind seit Anfang des Jahres verboten. Die Branche hat nun zwei Jahre Zeit, sich darauf einzustellen. Das führt zur pervers anmutenden Situation, dass etwa in Schweden hunderte Dosen täglich im Müll landen, während andere Länder händeringend nach Vakzinen suchen. Doch unter Tätowierern regt sich Widerstand. Nun hofft die von oben – also von EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Regierungen – eingesetzte „Konferenz für die Zukunft Europas“ auf kräftige Reformanstöße von unten – also von den Bürgern. Das Verbot ist ihrer Einschätzung nach existenzbedrohend. Lieferprobleme Das liegt mitunter daran, dass auch auf der Lieferfront früh dunkle Wolken aufziehen. Eine Petition im EU-Parlament soll nun die gewünschten Änderungen der Verordnung bringen. Damit wollte man gewährleisten, dass AstraZeneca seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union einhalten könne.

Insgesamt werden 4000 bedenkliche Substanzen bei Tattoo-Farben und permanentem Make-up beschränkt. 120 Millionen Dosen sollten laut Vertrag an die EU gehen.eu/?locale=de ). Die Farbpigmente Blau 15 und Grün 7 sind in zwei Dritteln aller Tätowierfarben enthalten. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA"wolle das Tätowieren nicht verbieten, sondern sicherer machen", heißt es auf ihrer Webseite. Es gebe Probleme bei einem Werk in Belgien. Als Grund für das Verbot von Blau 15 und Grün 7 führt die Agentur an, die beiden Pigmente seien für die Verwendung in Haarfärbemitteln wegen potenziellem Risiko von Blasenkrebs verboten - nach dem Motto:"Wenn sie nicht auf der Haut verwendet werden dürfen, sollten sie auch nicht in der Haut verwendet werden dürfen. Im Großen und Ganzen aber drehen sich die wichtigsten Fragen um die Bereiche Klimaschutz, Gesundheit, Wirtschaft, digitaler Wandel und Demokratie." Zur Bewertung wurden laut ECHA auch Ergebnisse von Tierversuchen Kein Beweis hier, kein Beweis dort Erich Mähnert , Tätowierer und Ko-Initiator der Petition, kritisiert einen Mangel an belastbaren Studien. Diese Willensbekundung ist der EU zu wenig, sie pocht auf Einhaltung der Verträge. Der Direktbezug für andere Länder bleibe aber weiterhin offen, heißt es in einem Bericht der APA.

Die ECHA verbiete die beiden Farbstoffe"aus bloßer Vermutung". Er fügt aber hinzu, dass es zwar"nicht nachweisbar ist, dass diese beiden Pigmente schädlich sind, es ist allerdings auch nicht beweisbar, dass sie es nicht sind". Wir müssen deswegen wissen, was passiert ist“, meint etwa eine EU-Beamtin. Mai in Straßburg stattfinden. "Geringe Toxizität" Mähnert und sein Petitionspartner, der Chemieingenieur Michael Dirks, verwiesen auf eine Einschätzung des Monitors des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom September 2020. Darin erklärt das BfR die erhobenen Gesundheitsrisikodaten für"unvollständig". Ein wortreicher Streit mit nächtlichen Marathonsitzungen um die Auslegung der Vertragsklauseln folgt, der Vertrag wird öffentlich gemacht. Auf Basis derzeitig verfügbarer Daten würden beide Substanzen eine"vergleichsweise geringe Toxizität" aufweisen. Welche konkreten Projekte am Ende dieses Prozesses Mitte nächsten Jahres stehen werden, ist noch völlig offen..

Die Lage ist nicht eindeutig. Denn, dass der Impfstoffhersteller aus Werken in der EU Impfstoffe in großer Stückzahl nach etwa Großbritannien exportiert, gleichzeitig aber seine Lieferzusagen an die EU nicht einhalten kann, stößt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sauer auf. Zu diesem Schluss kommt Hautarzt Andras Cseh ."Ich kann mich aus der derzeitigen Datenlage heraus nicht mit gutem Gewissen für ein Verbot oder eine weitere Zulassung aussprechen", sagt der Facharzt für Dermatologie am Wiener Dermacare Institut." Für das zweite Quartal droht sich die Geschichte zu wiederholen. Gemeinsames Ziel: „Die Zukunft Europas mit konkreten Themen besprechen – und daraus konkrete Ergebnisse formulieren“, sagt Othmar Karas. Er fordere"viel mehr Studien". Es gebe von"vielen Dermatologen keine eindeutige Warnung, aber Bedenken" - allerdings auch"keinen Beweis, dass diese Stoffe karzinogen oder schwer allergen wirken würden". Doch Ende Februar wird zum ersten Mal bekannt, dass der britsch-schwedische Hersteller zwischen April bis Juni nur weniger als 90 Millionen Einheiten liefern könne – also gerade mal die Hälfte.

Eine Lösung könnte etwa die intensive Suche nach"eindeutig hautfreundlichen und gesundheitlich unbedenklichen" Alternativen bringen.at ). Das Tätowieren von traditionellen asiatischen Motiven wäre durch das Verbot der Pigmente"unmöglich", klagt Mähnert. Es soll gesichert werden, dass der Hersteller die für das zweite Quartal vertraglich gesicherten Dosen diesmal auch wirklich liefere. Es gebe dann kein Grasgrün, kein Drachengrün und kein Himmelblau mehr. Im Bereich der Permanentkosmetik wären ohne die beiden Farbpigmente keine Korrekturen oder etwa Brustwarzenrekonstruktionen mehr möglich. Im selben Atemzug wird publik, dass die Europäische Union den Liefervertrag mit dem britisch-schwedischen Konzern unter Umständen nicht erneuern könnte. Als wichtigstes Thema für die EU gab die Mehrheit den Kampf gegen den Klimawandel an. Mähnert befürchtet, dass das Verbot den Schwarzmarkt ankurbeln werde und damit die Sicherheit leide.

Offiziell sind in Österreich 1400 Tätowierer und Pigmentierer von der Verordnung betroffen. Mittlerweile ist die Entscheidung gefallen. Für sie sei das Verbot"existenzbedrohend", so Mähnert. Anfangs sollte die Übergangszeit bis zum endgültigen Verbot nur ein Jahr betragen. ECHA räumte allerdings ein, dass die Zeit für das Finden von Alternativen zu kurz sei und verlängerte den Zeitraum auf zwei Jahre. Mähnert betonte, dass es derzeit keine sicheren und technisch machbaren Alternativen gibt, um die beiden Farbpigmente zu ersetzen und ihr Farbspektrum abzudecken.

Auch habe die Pigment-Industrie"kein Interesse daran ein neues Pigment zu liefern". Die Hoffnung, dass es gar keine Alternativen braucht, ist groß. Mähnert zeigt sich"zuversichtlich", dass die EU-Petition erfolgreich sein wird. Man begrüße eine europaweite einheitliche Regelung, aber diese sollte nicht existenzbedrohend für die ganze Tätowier- und Pigmentierbranche in der EU sein. Unterstützt wird die EU-Petition von EU-ÖVP-Mandatar Alexander Bernhuber , der im Europaparlament im Umweltausschuss und Petitionsausschuss tätig ist.

Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Verordnung noch geändert werden kann."Mit 2500 Unterstützern ist diese Petition aktuell eine der erfolgreichsten österreichischen Petitionen im EU-Parlament", erklärt Bernhuber. Tattoofarben würden ohnedies einer strengen Prüfung unterliegen,"bevor sie für den europäischen Markt freigegeben werden, ein pauschales Verbot der beiden Farben ist daher unverhältnismäßig." Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! .