Karneval in Venedig: Mystisch und ausgelassen

Karneval in Venedig: Mystisch und ausgelassen

21.2.2020

Karneval in Venedig: Mystisch und ausgelassen

Kein anderer Künstler wie der Geigenvirtuose Antonio Vivaldi ist so sehr mit der Lagunenstadt verbunden, wo der Karneval gerade wieder auf besonders ...

(Bild: AFP) Kein anderer Künstler wie der Geigenvirtuose Antonio Vivaldi ist so sehr mit der Lagunenstadt verbunden, wo der Karneval gerade wieder auf besonders mystische - aber auch sehr ausgelassene Weise zelebriert wird. Artikel teilen 0 Drucken Dunkle Schatten spielen Fangen. Von den Kanälen steigt Nebel auf, der alles zu verschlucken scheint. Es ist ein kalter Wintertag. Die Luft in der Lagunenstadt ist so feucht, dass man meint, sie trinken zu können. Hinter den prachtvollen Palazzi nähert sich eine Gestalt – in dunkles Tuch gehüllt. Vivaldi auf dem Weg zu seinem Elternhaus. Nach San Giovanni in Bragora. Geboren wurde er hier am 4. März 1678. Hinein in eine Epoche, in der Prostitution und Korruption grassierten. Den alljährlichen Höhepunkt bildete in Venedig dann der Karneval. Der dekadenter Gesellschaft breite Bühne bot. Aus den Palazzi der Aristokraten drang lautes Lachen. Musik. Es wurde champagnisiert. Gefeiert und geflirtet. Und mehr. (Bild: AFP) Alles war erlaubt. Sogar dem Dogen, der sich unter das feiernde Volk mischte. Frivole Feste, unter dem Schutz der Maske. Erotische Eskapaden. Sexuelle Freizügigkeit galt als Gebot der Stunde. Schöne Kurtisanen mischten sich unter die Nobili, die Kostüme aus Samt und Seide trugen. Und den berühmten Dreispitz als Maske vor dem Gesicht. Rauschende Feste zwischen Rialto und San Marco. Exotische Tiere wurden vorgeführt. Die Stände waren aufgehoben. Besonders der Karneval in Venedig zieht viele Touristen an. (Bild: AFP) Gerade jetzt wird die Oper als Massenspektakel erfunden. Mittendrin ein schüchterner Priester und Musiklehrer mit auffallend roten Haaren, der das erste Frauenorchester Europas gründen sollte. Antonio Vivaldi, ein Geistlicher der katholischen Kirche, dem der Karneval stets ein Dorn im Auge war. Trugen doch die Venezianer im Spätbarock und Rokoko die Masken mittlerweile das ganze Jahr über. Es wurde quasi zur Lust-Sucht in der Lagunenstadt. (Bild: AFP) Doch die Zeit der Demaskierung in der Serenissima war gekommen. Durch den Einmarsch Napoleons. Mit der wechselnden Herrschaft von Österreich und Frankreich endete das wohl frivolste Spektakel der Welt. Venedig fiel in einen bleiernen Dornröschenschlaf, aus dem es erst vor einem halben Jahrhundert wieder erlöst wurde. Vivaldi selbst machte sich lange zuvor einen Namen als musikalischer Leiter des Orchesters „Ospedale della Pietà“ – eine Einrichtung für Waisenmädchen. Der Chor erlangte für die damalige Epoche einen geradezu legendären Ruf. Vivaldi begann mit der Komposition von Opern. Verließ nach Unstimmigkeiten Venedig 1718 und ging nach Mantua, spielte vor dem Papst in Rom, erhielt zahlreiche Aufträge für Kirchenmusik und Opern. 1725 veröffentlichte Vivaldi die „Vier Jahreszeiten“, das Wagnis von Harmonie und Erfindung. (Bild: AFP) Vivaldi wurde in Venedig zur lebenden Legende Ein Jahr später kehrte Vivaldi in seine Heimatstadt Venedig zurück. Dort wurde er als Geigenvirtuose zur lebenden Legende. Zur Pilgerstätte für Musiker aus ganz Europa. Lernte die französische Sängerin Anna Giro kennen, welche ihn, den Priester, fortan als sein Lebensmensch begleiten sollte. Wenige Jahre später begann der Stern des großen Komponisten jedoch zu sinken. Er übersiedelte nach Wien - großzügig unterstützt von Kaiser Karl VI. Zehn Monate nach seiner Ankunft starb er hier - ist in einem einfachen Grab vor dem Kärntnertor beigesetzt. (Bild: Kronen Zeitung) Obwohl fast in Vergessenheit geraten, sind seine Melodien jedoch unsterblich geworden. Umwehen Venedig wie ein ganz spezielles Parfum, wenn sie aus geöffneten Kirchenportalen in der Lagunenstadt erklingen. In der Lagunenstadt, wo der Karneval noch bis zum Martedi grasso (Faschingsdienstag) in großer Manier gefeiert wird. Bevor ein fantastisches Feuerwerk das Ende des bunten Treibens verkündet. Ein Treiben, von dem Johann Wolfgang von Goethe einst schrieb: „Die ganze Stadt scheint jetzt in ihrem zu werden, dass ich vor Staunen und Schrecken ganz starr bin.“ Ingrid Altermann, Kronen Zeitung Weiterlesen: Kronen Zeitung

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