Jetzt live: Tiroler Bezirk Schwaz soll durchgeimpft werden

Kanzler Kurz, Gesundheitsminister Anschober, Landeshauptmann Platter und seine Vize Felipe geben Auskunft über die nächsten Schritte in Tirol. Mit Livestream.

03.03.2021 14:38:00

Kanzler Kurz, Gesundheitsminister Anschober, Landeshauptmann Platter und seine Vize Felipe geben Auskunft über die nächsten Schritte in Tirol. Mit Livestream.

Um die südafrikanische Coronavirus-Mutante „auszulöschen“, wird der Tiroler Bezirk Schwaz durchgeimpft. Das Bundesland erhält 100.000 zusätzliche Impfdosen. Weiters wird eine Ausreisetestpflicht...

Um die südafrikanische Coronavirus-Mutante „auszulöschen“, wird der Tiroler Bezirk Schwaz durchgeimpft. Das Bundesland erhält 100.000 zusätzliche Impfdosen. Weiters wird eine Ausreisetestpflicht verhängt.Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) haben am Mittwoch kurzfristig zu einer Pressekonferenz gerufen, um über das weitere Vorgehen in Tirol zu informieren. Per Videostream zugeschaltet wurden dafür aus dem Landhaus in Innsbruck Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und seine Stellvertreterin, Grünen-Chefin Ingrid Felipe. Der Tenor des Termins: Über den Tiroler Bezirk Schwaz wird eine Ausreisetestpflicht verhängt - zudem sollen alle seine Bewohner geimpft werden.

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Der Livestream zur Pressekonferenz:hier.Der Reihe nach: Kurz begann den Medientermin mit einem Überblick über die österreichweite Coronasituation: Die Sieben-Tages-Inzidenz liege derzeit bei 160. Das bedeute: „Wir haben nach wie vor steigende Ansteckungszahlen in einem Ausmaß, das zu erwarten war.“ Er sei daher froh, so der Regierungschef, „dass die Bevölkerung die Testmöglichkeiten intensiv nützt“. Österreich sei bei den Coronatestungen „eines der führenden Länder in Europa mit über 2,5 Millionen Tests pro Woche“, beim Thema Coronaimpfung liege man EU-weit auf Platz sieben.

Morgen werde er nach Israel reisen und über eineKooperation in Sachen Impfstofferzeugungsprechen. Denn: Es sei zu erwarten, dass es weitere Mutanten des Erregers Sars-CoV-2 auftauchen werden, wofür es spezielle Wirkstoffe brauche. Aktuell verbreite sich in Österreich vor allem die britische und die südafrikanische Variante des Virus. Gerade letztere stelle eine Gefahr „für den Weg zurück in die Normalität“ dar, da einer der erhältlichen Impfstoffe bei dieser nicht die gewünschte Wirkung erziele. headtopics.com

100.000 Impfstoffe für Tirol, Testpflicht für SchwazInsbesondere in Tirol sei das ein Problem. Hier kam es bekanntlich im Februar zu demgrößten Ausbruch der südafrikanischen Coronavirus-Mutante B.1.351 innerhalb der EU, weshalb sich seither jeder, der das Bundesland verlassen will, testen lassen muss. Diese Maßnahme, die weiterhin aufrecht bleibt, habe erste Erfolge gezeigt, so Kurz am Mittwoch: Die aktiven Fälle hätten sich von 200 auf etwa 80 halbiert. Trotzdem gehe es darum die Mutation „auszulöschen“, also „auf null zu reduzieren“. Um das zu schaffen, erhält Tirol 100.000 Impfstoffe von Biontech/Pfizer für den besonders betroffenen Bezirk Schwaz. Das Kontingent sei ihm von der EU zugesichert worden.

„Das Land Tirol ist von dieser Pandemie in besonderem Maße betroffen“, ergänzte Platter. Besonders drastisch sei die Situation in Schwarz, wo man ab 11. März mit der Durchimpfung beginnen wolle - parallel dazu soll eine Kommission eine Studie durchführen, um die Schritte wissenschaftlich zu dokumentieren. Nach zwei Wochen werde die zweite Dosis folgen. Außerdem werde eine Testpflicht verhängt: „Wenn man aus dem Bezirk ausreist, braucht man dann einen Test“, betonte Platter. Felipe dankte für die „Beteiligung an den Tests“ und appellierte an die Bevölkerung von Schwaz, die Impfung schon frühzeitig vorzunehmen. Außerdem zeigte sie sich überzeugt, dass „die Etablierung dieser Forschungsregion ein Lernort für diese große Herausforderung sein soll und kann“.

Anschober sieht „Pandemie in Pandemie“Anschober sprach von einer „Pandemie in der Pandemie“. Der Grund dafür sei die Ausbreitung der genannten Mutanten, allen voran von B.1.1.7, also der britischen Variante. Einen „ersten Teilerfolg“ ortete er darin, dass in Tirol die Ausbreitung der südafrikanischen Variante gebremst wurde. Aber: „Wir sind noch nicht da, wo wir sein möchten.“ Daher sei es gut, dass es nun zusätzlichen Impfstoff gebe - wobei: Andere Bundesländer würden nicht benachteiligt werden, betonte der Gesundheitsminister.

Ähnlich die Leiterin der Impfabteilung des Gesundheitsministeriums, Maria Paulke-Korinek: Die „extrem wichtige Studie“ in Schwaz werde viele Daten bezüglich der Wirksamkeit des Impfstoffes bringen.Die Pressekonferenz ist noch im Gang. Der Artikel wird laufend aktualisiert. headtopics.com

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