Irischer Regierungschef warnt vor neuer Gewaltspirale in Nordirland

Irischer Regierungschef warnt vor neuer Gewaltspirale in Nordirland

12.04.2021 02:24:00

Irischer Regierungschef warnt vor neuer Gewaltspirale in Nordirland

Ausschreitungen in Belfast zunächst auch nach Tod von Prinz Philip. Am Samstag weitgehend Ruhe.

pocketAngesichts der seit über einer Woche anhaltenden Ausschreitungen in Nordirland hat der irische Regierungschef Micheal Martin vor einer Rückkehr zu den bürgerkriegsähnlichen Zuständen aus der Zeit des Nordirland-Konflikts gewarnt."Wir schulden es der Generation des Karfreitagsabkommens und auch künftigen Generationen, nicht an diesen dunklen Ort der Spirale aus Morden zwischen den Konfessionen und politischer Zwietracht zurückzukehren", sagte Martin am Samstag.

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© Bild: REUTERS/JASON CAIRNDUFFAm selben Tag wurde der 23. Jahrestag des Friedensabkommens von 1998 begangen. Es hatte den jahrzehntelangen Konflikt in der britischen Provinz weitgehend beendet, bei dem rund 3.500 Menschen getötet worden waren. In dem Konflikt standen einander protestantische Befürworter der Union mit Großbritannien und katholische Anhänger einer Vereinigung der beiden Teile Irlands gegenüber. Die jüngsten Krawalle lassen die Sorge um den zerbrechlichen Frieden in der Provinz wachsen.

Micheal Martin© Bild: REUTERS/JOHANNA GERONEs sind die schlimmsten Unruhen seit Jahren. In Belfast liefern sich vorwiegend junge Randalierer regelmäßig nächtliche Straßenschlachten mit der Polizei. Die Krawalle gehen hauptsächlich von pro-britischen Unionisten aus, die über die Folgen des Brexit verärgert sind. Inzwischen greift die Gewalt aber auch auf das Lager der pro-irischen Nationalisten über. headtopics.com

Begräbnis von Prinz Philip am 17. April - Prinz Harry nimmt teil, Meghan nichtAuch in der Nacht auf Samstag gab es trotz des Todes von Prinz Philip und Aufrufen zum Gewaltverzicht wieder Krawalle. Nach dem Tod des Ehemanns von Königin Elizabeth II. am Freitag hatten Unionisten geplante Demonstrationen in Belfast abgesagt und zudem dazu aufgerufen, die Proteste als"Zeichen des Respekts vor der Königin und ihrer Familie" bis zum Ende der Trauerzeit zu"verschieben".

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