Impfstoffstreit: 'Kurz ist am EU-Parkett nicht nur ausgerutscht, sondern schwer gestürzt'

Tschechischer Premier erklärt, der Wunsch, Sebastian Kurz zu bestrafen, habe sich durchgesetzt. Für die österreichische Opposition hat der Bundeskanzler jetzt ein massives 'Glaubwürdigkeitsproblem'. Er sei am EU-Parkett 'nicht nur ausgerutscht, sondern…

02.04.2021 14:14:00

Tschechischer Premier erklärt, der Wunsch, Sebastian Kurz zu bestrafen, habe sich durchgesetzt. Für die österreichische Opposition hat der Bundeskanzler jetzt ein massives 'Glaubwürdigkeitsproblem'. Er sei am EU-Parkett 'nicht nur ausgerutscht, sondern…

Tschechischer Premier erklärt, der Wunsch, Sebastian Kurz zu bestrafen, habe sich durchgesetzt. Für die österreichische Opposition hat der Bundeskanzler jetzt ein massives 'Glaubwürdigkeitsproblem'. Er sei am EU-Parkett 'nicht nur ausgerutscht, sondern schwer gestürzt'.

Jörg Leichtfriedsieht ein"schweres Versagen von Kurz am EU-Parkett".Mehr zum ThemaReaktionen:"Wien hat Freunde verloren" und"Kurz nun eine 'persona non grata'"Kurz sei"am EU-Parkett nicht nur ausgerutscht, er ist schwer gestürzt", sagte Leichtfried. Die Regierung Kurz habe zuerst auf 1,5 Mio. Dosen von Johnson & Johnson-Impfstoffe freiwillig verzichtet. Damit hätten, so Leichtfried, im Juni 1,5 Mio. Menschen in Österreich geimpft werden können. Dieser Verzicht sei grob fahrlässig gewesen."Dann schlägt Kurz wild um sich, um Schuldige für das Impf-Chaos in Österreich zu suchen, attackiert die EU und fordert mehr Impfstoffe. Das Ergebnis dieses völlig undiplomatischen Vorgehens ist: Österreich bekommt

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keine einzige Dose mehr als vorgesehen", so Leichtfried.Dass sich Österreich nun auch nicht einmal mehr am Solidaritätsmechanismus beteilige,zeige"wie plan- und ziellos Kurz auch in der EU agiere", so Leichtfried."Österreich hat es nicht verdient, einen Kanzler zu haben, der unser Land ins internationale Abseits stellt."

"Es geht nur um eigenen Vorteil"SPÖ-DelegationsleiterAndreas Schiederbemängelte:"Zuerst hat sich Bundeskanzler Kurz als Aufdecker und Sprecher gegen Ungerechtigkeit inszeniert, sobald es aber darum geht, diese vermeintlichen Ungerechtigkeiten abzustellen, will man nichts mehr davon wissen. Wie vorhergesagt ging es eben nie um gerechte Verteilung oder Solidarität mit bisher benachteiligten Mitgliedstaaten, sondern immer nur um den eigenen Vorteil." Nach Einschätzung von Schieder"wurde an allen Fronten das Schlechteste erreicht: Österreich bekommt nicht mehr Impfstoff als ohnehin vorgesehen und die EU-PartnerInnen sind brüskiert. Das türkis-grüne Impfchaos setzt sich auf allen Ebenen fort." headtopics.com

Gamon kritisierte, dass Österreich die bedürftigen Länder nicht mit eigenen Impfdosen unterstützt habe:"Österreich nimmt an dieser solidarischen Verteilung gar nicht Teil. Das offizielle Österreich lässt andere EU-Staaten im Stich."

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Wie kommt er darauf, dass ihn jemand bestrafen will? Österreich schöpft seine Möglichkeiten Impfstoff zu bestellen nicht aus - dann zu behaupten wir werden benachteiligt und sich zum Robin Hood für andere zu stilisieren, dann aber mundtot bleiben - das stößt den Leuten sauer auf Der Kinderkanzler is fürn Oasch!