Impfpflicht soll ab 14 Jahren gelten

+++ Impfpflicht soll ab 14 Jahren gelten +++

Impfpflicht, Jahren

04.12.2021 12:29:00

+++ Impfpflicht soll ab 14 Jahren gelten +++

Während die ÖVP am Freitag ihr Regierungsteam und die Partei neu aufstellte, fand im Bundeskanzleramt ein weiterer Expertengipfel zur Impfpflicht statt.

Die derzeitige Umbildung der Regierung wirke sich hoffentlich nicht auf die Coronapolitik aus, meinte der Ärztekammerpräsident. Über das Wochenende soll der Gesetzesentwurf im Gesundheitsministerium finalisiert werden und in der kommenden Woche in eine mindestens vierwöchige Begutachtung gehen.

500-Euro-Gutscheine: Nun kommen doch noch finanzielle Impfanreize

Strafrahmen bis zu 3.600 EuroFür Verstöße gegen die Impfpflicht sind Verwaltungsstrafen vorgesehen."Strafen sind durchaus berechtigt, die Strafhöhe sollte sozial gestaffelt sein", forderte Szekeres. Der Strafrahmen soll dabei bis zu 3.600 Euro gehen. Das sei"relativ hoch", sagte Ingrid Korosec, Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes. Sie sieht hier noch Nachbesserungsbedarf. Für eine soziale Staffelung sprach sich am Nachmittag auch Naima Gobora, die stellvertretende ÖH-Vorsitzende aus. Denn es könne nicht sein, dass die Strafe für manche eine Hürde darstelle, und"für andere in Kauf genommen werden kann, weil man es sich leisten kann", sagte sie.

Gobora betonte, dass insbesondere die Jugend ihre Kontakte seit Pandemiebeginn stark einschränken musste und sich die jungen Menschen solidarisch gezeigt haben."Wir erwarten uns auch vom Rest der Bevölkerung Solidarität", forderte die Studierenden-Vertreterin. Nur mit einer höheren Impfquote komme man einem möglichst normalen Leben wieder näher. Gobora sprach sich auch dafür aus, dass der Fokus auf die Folgen der Pandemie für junge Menschen - sowohl finanziell als auch psychisch - gelegt wird. headtopics.com

Korosec: Impfpflicht"sehr wesentlich"Senioren-Vertreterin Korosec hält die Impfpflicht für"sehr wesentlich". Denn insbesondere ältere Menschen haben oft auch Vorerkrankungen und sind gefährdeter. SPÖ-Pensionistenverbandspräsident Peter Kostelka forderte beim Runden Tisch eine Impfpflicht bereits ab Jahresbeginn 2022."Alle Fakten sind am Tisch, die Begutachtung kann straff durchgeführt werden und der Gesetzesbeschluss vor Weihnachten erfolgen", wurde er in einer Aussendung zitiert. Dringend notwendig ist laut Kostelka auch eine"begleitende Motivationskampagne" zur Impfpflicht.

Absoluter Höchstwert an Neuinfektionen bestätigt

Von einer Impfpflicht selbst sprach Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg und Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, nicht. Allerdings trete die katholische Kirche in die Auseinandersetzung ein und betone,"wie wichtig das für das Gemeinwohl aller Menschen im Land ist"."Wir sagen, bitte lasst euch impfen, es gibt zur Impfung keine Alternative", sagte Lackner vor dem Gespräch mit weitern Religionsvertretern und Ministern.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir diese Lockdowns weiter auch ins nächste Jahr haben", konstatierte Ärztekammerpräsident Szekeres. Diese könnten eben durch die Impfung verhindert werden.Die Gespräche am Freitag waren die zweiten in großer Runde diese Woche. In den vergangenen Tagen fand im Gesundheitsministerium ein interner Austausch statt. Den ersten Runden Tisch hatte es am Dienstag gegeben, er blieb ohne inhaltliche Festlegungen.

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