Impfen? 'Weil Christen an einen Gott des Lebens glauben'

08.12.2021 12:09:00

Der Umgang mit der Pandemie spaltet auch Religionsgemeinschaften. Wie können wir in der Krise zuversichtlich bleiben?

Der Umgang mit der Pandemie spaltet auch Religionsgemeinschaften. Wie können wir in der Krise zuversichtlich bleiben?

Der Umgang mit der Pandemie spaltet auch Religionsgemeinschaften. Wie können wir in der Krise zuversichtlich bleiben?

Corona-Impfung im Stephansdom: Ein Stich unter dem Kruzifix Es gibt allerdings negative Dinge, die wir nicht übersehen können.Alexander Van der Bellen ist für seinen trockenen Humor bekannt.\nDer Neustart der türkis-grünen Regierung geht heute mit der Angelobung offiziell über die Bühne.Es war von Anfang an klar, dass Kinder und Jugendliche massiv unter der Pandemie leiden würden.

Sie betonen ja selbst, dass es einen Unterschied zwischen naivem Optimismus und Zuversicht gibt.Es geht nicht darum, das Dunkle auszublenden! Jeder fühlt sich manchmal ängstlich und hilflos.Diesmal wusste man, was passiert ist.Aber es gibt eine Negativneigung des Gehirns, die durch Studien bestätigt ist.Der bisherige Innenminister Karl Nehammer löst Alexander Schallenberg als Kanzler ab, Schallenberg wird wieder Außenminister.Das Gehirn ist evolutionsbedingt gefahrensensibel, weshalb wir stärker auf das Negative als auf das positive Drumherum schauen.Van der Bellen spricht die Häufung gekonnt in einem Nebensatz an, in seiner Begrüßung an die Zuseher online und vor den Fernsehgeräten: „Schön, dass Sie sich wieder die Zeit nehmen.Wie man damit umgehen kann: Sich den Schwierigkeiten stellen, aber dabei das Gute nicht ausblenden.Nicht zuletzt belastet die Situation um Corona auch die Eltern.

Und in Gesprächen nicht einfach nur rumsudern, sondern sich auch ermutigende Geschichten erzählen.Ihnen will der Bundespräsident nur einen Punkt mit auf den Weg mitgeben: Die entschlossene Bekämpfung der Pandemie samt ihren sozialen, wirtschaftlichen und menschlichen Folgen müsse Vorrang haben.\nAls Staatssekretärin holt sich Nehammer die Bundeschefin der Jungen ÖVP, Claudia Plakolm, ins Bundeskanzleramt.Sie schreiben auch über Ungeduld.Immer, wenn Politiker von persönlichen Eigenschaften sprechen, dann erlauben sie sich eine einzige schlechte: Ungeduld.In dieser Pandemie wisse man nicht, wie es weitergeht, verwies er auf die neue Omikron-Variante.So, als wäre das eine versteckte Tugend, denn sie steht dafür, etwas weiterbringen zu wollen.\nif(!apaResc)var apaResc=function(a){var e=window.Bei Ihnen kommt die Ungeduld gar nicht so gut weg.Der Pandemie fällt auch das übliche Ritual einer Angelobung zum Opfer: Van der Bellen bittet die neuen Regierungsmitglieder nicht wie sonst üblich durch die Tapetentür ins Jagdzimmer zu einem Umtrunk – das verhindert der immer noch gültige Lockdown.Dabei werden hier Weichen für ein ganzes Leben gestellt: Frühe Interventionen verhindern nicht nur einen möglichen lebenslangen Leidensweg, sondern auch Lebensläufe mit verpassten beruflichen Chancen und psychiatrischen Aufenthalten.

Geduld hat kein gutes Image.Geduldigen Menschen sagt man nach, sie würden mit angezogener Handbremse leben.Rund hundert Impfgegner machen ihrem Unmut mit selbst gebastelten Schildern und Slogans wie „Rechtsstaat statt Willkür“, „Impf-Opfer klagen an“, „Lüge-Hetze Nehammer“ oder „Pandemie der Lügenpolitiker“ Luft und skandierten „Go Karli go!“ oder „Karli, schleich di!“ Die Polizisten müssen den Weg von der Präsidentschaftskanzlei zum Kanzleramt sichern und einen Korridor für die Minister und deren Tross bilden.getElementsByClassName(a),n=0;n!=t.Doch Ungeduld ist Gewalt auf der Ebene der Zeit.Als ob das Gras schneller wachsen würde, wenn man daran zieht.Er selbst macht ein Angebot des Dialogs: Er wolle das Amt mit großer Ernsthaftigkeit und Respekt angehen.Ich lege ein Plädoyer für Geduld ab.height=e.205 hervorragend ausgebildete Klinische Psychologen, die von den allermeisten Betroffenen nicht in Anspruch genommen werden können, weil für sie eine privat finanzierte Therapie schlicht nicht leistbar ist.

Viele Entwicklungen und Wachstumsprozesse brauchen Zeit.Es brauche Dialogbereitschaft und Respekt.Etwa, bis Liebeskummer oder Trauer vergehen.Oder jetzt in der Corona-Zeit.Die Spaltung schadet uns allen.'Ich kenne wenige, die dafür sind.Dabei ist es sensationell, dass wir so schnell einen Impfstoff bekommen haben.Im Stephansdom wird geimpft.Schallenberg betonte in einem kurzen Statement, dass er das Kanzleramt nicht angestrebt habe, aber sich zur Verfügung gestellt habe, als es notwendig gewesen sei.

Ein Konfliktpotenzial für die Kirche? Man kann sich an drei Fingern ausrechnen, dass es da Konflikte gibt.Die Grünen hätten in der Vergangenheit eine gute Gesprächsbasis mit dem künftigen Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) gehabt, und es gebe ein Koalitionsabkommen, das es abzuarbeiten gelte.Aber ich muss mich glücklicherweise nicht damit beschäftigen.“ Er sei aber auch der Meinung gewesen, dass die Ämter des Bundeskanzlers und des ÖVP-Chefs wieder in einer Hand vereint sein müssten.Ich persönlich finde es großartig! Die außergewöhnlich hohe Impfquote zeigt, dass dieser Raum Vertrauen schafft und Menschen ermutigt.Und weil Christen an einen Gott des Lebens glauben, ist es wunderbar, wenn in einem Kirchenraum an Leib und Seele für den Menschen Sorge getragen wird.Kritiker sehen das Museum als unkritische Huldigung des austrofaschistischen Diktators, es sei mehr Pilgerstätte denn Museum.\n'Die ÖVP hat große Probleme und hat sich neu aufgestellt.Das Thema Impfung spaltet extrem.

Wie kommen wir da raus? Es ist schrecklich, welche Sprachlosigkeit sich da auch in Familien auftut.„Für jemanden, der Parlament und Demokratie ausgeschaltet hat, Standrecht und Todesstrafe eingeführt hat und auf Gemeindebauten hat schießen lassen, darf es nicht einmal den Anschein einer Verherrlichung oder Huldigung geben“, sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch.Aber so groß der Graben auch scheint: Wenn wir es wagen, nicht mit zugeklapptem Visier am Anderen vorbeizugehen, dann kann es zu einem neuen Blickkontakt kommen.' Die letzten zwei Jahre seien reich an Irritationen gewesen, so Maurer.Helfen kann die Erinnerung, dass wir doch eigentlich einmal gut miteinander waren.“ Das Museum gebe es nicht erst seit gestern, sondern seit über 20 Jahren, meinte dazu ÖVP-Klubchef August Wöginger Montagabend in der ORF-Sendung „Im Zentrum“."Ungeduld ist Gewalt auf der Ebene der Zeit.Als ob das Gras schneller wachsen würde, wenn man daran zieht.„Da muss man sich anschauen, ob es noch zeitgemäß ist.'\nAuf die Frage, ob die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode hält, antwortete Maurer nicht mit Ja.

" © Bild: Kurier/Jeff Mangione Machen Sie sich Sorgen um unsere Gesellschaft? Ja! Viele, die sich gegen die Impfung aussprechen, argumentieren mit Freiheit.Ein Missverständnis? Ja.Denn Freiheit wird zunehmend verstanden als „ich kann tun und lassen, was ich will“.Ich kann nur hoffen und fordere es, dass die Regierung als Einheit auftritt.Aber wir leben nicht wie Robinson Crusoe allein auf der Insel, sondern in sozialen Netzen.Mein Verhalten hat Auswirkungen auf andere.

Freiheit heißt immer gemeinsame Freiheit.Sonst zerflattert es.Sonst ist keiner mehr frei.Das bedeutet, ich muss schauen, welche Konsequenzen mein Verhalten für andere hat.Apropos Konsequenzen: Manche sagen, wer nicht geimpft ist und schwer an Covid erkrankt, soll auf sein Bett auf der Intensivstation verzichten.Wir müssen den Grünen Luft zum Atmen geben, und wir müssen selbst wieder Tritt fassen.Wie sehen Sie das? Wenn nicht mehr alle schwer Erkrankten auf der Intensivstation behandelt werden können, stehen Ärztinnen vor der fürchterlichen Frage, wer auf die Intensiv kommt und wer nicht.

Das zentrale Entscheidungskriterium ist die Überlebenschance.Es wird also gefragt: Wie groß sind die Überlebenschancen der Personen, die um ein Intensivbett konkurrieren? Soziale Kriterien wie Geschlecht, Alter oder Weltanschauung dürfen in diesem Abwägen keine Rolle spielen.\nMaurer wies das naturgemäß zurück und zeigte sich von den Klagsdrohungen der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) unbeeindruckt.Die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, wird hier eingeordnet.Doch ich frage mich: Ist die Entscheidung gegen eine Impfung wirklich nur ein „soziales Merkmal“ oder nicht auch ein medizinischer Faktor? Denn Ungeimpfte, die an Corona erkranken, haben deutlich geringere Überlebenschancen.Könnte und sollte dieser Faktor nicht als ein Faktor unter anderen in die Priorisierung mit einbezogen werden? In dieser Frage bin ich mit meinem Nachdenken noch nicht am Ende.Wenn es nicht anders gehe, werde man das eben vor Gericht austragen.

Kommen wir beim Thema Freiheit mit dem Wort Nächstenliebe weiter? Man könnte auch bei dem noch Einfacheren ansetzen: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Konkret kann das bedeuten: Bring andere nicht in Gefahr, so wie auch du willst, dass sie dich nicht gefährden.Dieser ethische Grundsatz spricht aus meiner Sicht ganz klar dafür, sich impfen zu lassen, wenn es einem denn möglich ist.Aber es ist ihr unbenommen.„Ein riesiger Rückschritt“: Philosoph Bazon Brock zur Gegenwart Ist das vereinbar mit dem Beharren auf den individuellen Rechten? Im Wort „Beharren“ steckt, dass hier ein Teilaspekt von Freiheit absolut gesetzt wird: nämlich die individuelle Freiheit auf Kosten des Gemeinwohls.Doch wir leben gemeinsam mit anderen, und unser Verhalten hat Folgen für die anderen.

Daher enden meine individuellen Rechte dort, wo ich andere möglicherweise schädige.Dafür ist ihr jedes Mittel recht', meinte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz.Wenn ich mich grundsätzlich nicht impfen lassen will, trage ich durch das deutlich erhöhte Infektions- und Ansteckungsrisiko Verantwortung für die mögliche Schädigung anderer.Ich glaube, vor dreißig Jahren hätten sich die meisten Leute impfen lassen.Doch seither hat sich das gesellschaftliche Verständnis von Freiheit verengt.Wie ist zu dieser Verengung des Freiheitsbegriffs gekommen? Gott sei Dank kam es in unserer Gesellschaft zu einem großen Freiheitsschub.

Viele äußere Zwänge wurden abgeschüttelt.Man kann sich heute seinen Beruf aussuchen, seinen Familienstand, seinen Lebensentwurf.Und das ist etwas Großes! Doch heute müssen wir das Verständnis von Freiheit weiterführen.Freiheit heißt nicht bloß, frei von äußeren Zwängen zu sein.Freiheit bedeutet vor allem, dass ich frei bin, das zu leben, worauf es mir ankommt.

Das erlebe ich auch als Ordensfrau so: Das ist jene Lebensform, in der ich am besten das leben kann, worauf es mir innerlich ankommt.Deshalb fühle ich mich frei.Melanie Wolfers: „Zuversicht“.Verlag bene! 160 Seiten.14,95 Euro © Bild: Bene Verlag Hat Zuversicht auch mit Spiritualität zu tun? Forschungen zeigen, dass gelebte Spiritualität eine zentrale Quelle von Zuversicht ist.

Gerade in Krisenzeiten.Das kann auch relevant sein für Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen.Wenn in Krisen das ängstigende Gedankenkino rotiert, hilft es, in die Gegenwart zu kommen.Etwa den Duft eines geliebten Menschen einatmen oder am Teich stehen und den Enten zuschauen.Manchmal stellt sich dann ein Ahnen ein, dass man in etwas Großem und Ganzen geborgen ist.

Das über unser begrenztes Leben hinausgeht.Als Christin glaube ich, dass der Zusammenhang, in den wir eingebettet sind, ein göttlicher ist.In ihr – der göttlichen Liebe – bewegen wir uns, sind wir und leben wir.Wenn ich in Krisen mit meinem Latein am Ende bin, stärkt dieses Vertrauen meine Zuversicht..

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Ein Höhepunkt der Unredlichkeit: Von FPÖ-Lügen in 'Im...Unwahrheit und Lüge, das ist ein weites Feld. Die Aussagen, die gestern im ORF diskutiert wurden, kann man aber zuordnen. FPÖ-Vertreterin Marlene Svazek lächelte dazu. Die Medien als Quelle der Unwahrheit und Lüge diskutieren über Unwahrheit und Lüge? Für BürgerInnen genügen die mediale Wahrheiten schon lange nicht mehr, die wollen auch Röntgenbilder von Medien sehen.