Hochschulen: 'Pandemie war Wendepunkt in der Lehre'

Hochschulen: 'Pandemie war Wendepunkt in der Lehre'

31.03.2021 15:56:00

Hochschulen: 'Pandemie war Wendepunkt in der Lehre'

Der Rektor der Uni Zürich setzt auf mehr Fernlehre auch nach Corona und Studierende ohne Matura.

Etwa, wenn die Anzahl der Studierenden steigt. Sie wünschen sich ja eine Hochschule für alle – also auch für „Seniorstudenten“ und Menschen ohne Matura. Warum?Universitäten der Zukunft werden Exzellenz in Forschung und Lehre wie auch gesellschaftliche Integration erreichen müssen. Flexibilisierte akademische Weiterbildung erlaubt Personen, in einer neuen Weise von Universitäten zu profitieren. Außerdem sprechen wir viel über Diversität. Die Studierendenpopulation kann auch von einer Altersdiversität profitieren.

Würden die außerordentlichen Studierenden in diesem Modell Studiengebühren zahlen? Auch wenn sie in Fernlehre studieren?Die Vorgaben an die Universität Zürich sind, dass das Angebot der Weiterbildung kostendeckend ist. Damit fallen zwangsläufig Kosten für die Weiterbildung an.

Ist die Hochschule für alle auch denkbar, wenn – wie in Österreich – keine Studiengebühren anfallen?Selbstverständlich. In der Zukunft werden zwei Universitätstypen tragend sein: vollfinanzierte sowie gebührenpflichtige Universitäten. Beide Typen kennen individuelle Herausforderungen. Gemeinsam ist die Tatsache, dass die „Total-Cost-Of-Education“ in einer globalisierten Welt maßgebend sein wird. headtopics.com

Der Corona-Pranger hat wieder Saison: Studenten im FokusDas heißt?Wenn die Studiengebühren und die Lebenshaltungskosten zusammen zu teuer werden, wählen die Studierenden Top-Universitäten an anderen, auch ausländischen Standorten. In Europa sind vollfinanzierte Universitäten dominant und die Studiengebühren leisten in vielen Fällen nur einen kleinen Beitrag zur Finanzierung der Universität. Entscheidend ist aber die Betreuungsquote: Müssen zu viele Studierende pro Dozierenden betreut werden, sinkt die Qualität. Dies gilt es zu vermeiden.

Bilden die Universitäten derzeit Arbeitskräfte aus, die die Wirtschaft wirklich braucht?Universitäten bieten – bis auf wenige Ausnahmen – akademische Bildung und nicht Berufsbildung an. Damit stellt sich die Anschlussfähigkeit an den Markt weniger. Es ist wichtig, dass Kompetenzen und Fähigkeiten ausgebildet werden, die für das Berufsleben wichtig sind. Neben Fachwissen sind dies etwa Resilienz, Empathie oder die Fähigkeit, eine eigene Idee auszuformulieren und umzusetzen. In Kombination mit fachlicher Kompetenz sind diese Arbeitskräfte in jedem Fall zukunftsfähige Arbeitgeber und -nehmer und in der Wirtschaft sehr gefragt.

Werden Unis umgekehrt immer mehr zu Ausbildungsfabriken statt zu Orten des Denkens und des Diskurses?Universitäten müssen die Qualität der Forschung und Lehre als höchste Prinzipien aufrechterhalten. Dabei spielt der Faktor Zeit für Reflexion und Diskurs eine wesentliche Rolle. Es braucht Freiräume in der Ausbildung, um eigene Ideen zu entwickeln.

In Österreich müssen Studierende künftig mindestens 16 ECTS in den ersten beiden Studienjahren erbringen, sonst werden sie zehn Jahre gesperrt.Ist das im Hinblick auf „Freiräume“ clever? Weiterlesen: KURIER »

Bibel - Thomas Brezinas Glaubensbekenntnis in Versen

Ein ausführliches Gespräch mit dem Autor über seine neue Bibel in Reimen, Gebete, die Selbstverständlichkeit seiner Ehe, das Schreiben im Lockdown...

Meldet doch alle Plus Beiträge als Spam bei Twitter. Die grössten Spamer Österreichs sind und Oe24at . Die Twitter Regeln decken Vielzahl verbotener Verhaltensweisen ab: Kommerziell motivierten Spam, der in der Regel darauf abzielt, den Traffic od. die Aufmerksamkeit weg von einer Unterhaltung auf Twitter und hin zu Accounts, Websites, Produkten, Services zu lenken.