Heute eröffnet Fabrik: Warum das Netzwerk von Infineon Kärntens Wirtschaft trägt

Der deutsche Halbleiterkonzern schafft mit seinem Umfeld 11.300 Arbeitsplätze und5,9 Prozent der Kärntner Wertschöpfung.

17.09.2021 08:44:00

Der deutsche Halbleiterkonzern schafft mit seinem Umfeld 11.300 Arbeitsplätze und5,9 Prozent der Kärntner Wertschöpfung.

Der deutsche Halbleiterkonzern schafft mit seinem Umfeld 11.300 Arbeitsplätze und 5,9 Prozent der Kärntner Wertschöpfung.

Schriftgröße kleinerDachgleiche der neuen 300-mm-Dünnwaferfabrik im Mai 2020 - allein die Bauarbeiten pumpten viele Millionen Euro in die Kärntner Wirtschaft© PRIVAT/KKEine einzige Zahl reicht, um die Bedeutung von Infineon für Kärnten zu verdeutlichen:

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70 Prozent aller Forschungsausgaben trägt laut Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzender Sabine Herlitschka der Hochtechnologie-Konzern bei. 30 Prozent der Rest.Im Oktober 1970 nahm das Siemens Bauelemente-Werk in Villach seinen Betrieb auf. Wohl kein anderer Konzern prägte Kärnten seither so nachhaltig wie der deutsche Halbleiterkonzern. Auch wenn bei Infineon Austria „nur“ rund 4600 Personen beschäftigt sind, der Großteil davon in Villach, lösen Chipproduktion sowie Forschung und Entwicklung enorme Effekte aus. Wie groß diese sind, belegen nun die Wirtschaftsforscher von Economica in einer neuen Studie für die Industriellenvereinigung (IV): Berechnet wurden die direkten, indirekten und „induzierten“ wirtschaftlichen Effekte des „Netzwerks Infineon“ für Kärnten, also auch das Umfeld von Zulieferern und Dienstleistern sowie deren Beschäftigten.

Bezogen auf 2019 betrug dessen Anteil an der gesamten Wertschöpfung Kärntens 1,1 Milliarden Euro bzw. 5,9 Prozent, laut Economica das1-5-Fache von Beherbergung und Gastronomie.Enorme BeschäftigungseffekteAuch die Beschäftigungseffekte von Infineon sind für Kärnten enorm: Der Anteil des „Netzwerks Infineon“ an der Beschäftigung beträgt 4,27 Prozent headtopics.com

; insgesamt löst Infineon einen Beschäftigungseffekt von 11.300 Arbeitsplätzen in Kärnten aus, so viele wie sämtliche Kärntner Restaurants und Gasthöfe. „Das zeigt, dass Infineon verhältnismäßig eine für Kärnten eine größere Bedeutung hat als die OMV für Niederösterreich oder die Voest für Oberösterreich“, vergleicht IV-Präsident Timo Springer.

Forschung, Schule, JobsKärnten verdankt dem Konzern, der heute in Villach seine neue 300-Millimeter-Dünnwaferfabrik eröffnet, seine Sichtbarkeit als Technologieregion für „elektronikbasierte Systeme“ (EBS) sowie Forschungsaktivitäten wie die Silicon Austria Labs (SAL). „Weitere Ansiedelungen entlang der Wertschöpfungskette sind in Vorbereitung bzw. Abstimmung“ heißt es aus dem Büro von Technologiereferentin Gaby Schaunig. Infineon zieht EU-Fördergelder sowie hoch qualifizierte ausländische Arbeitskräfte ins Land und ist Treiber sowie Finanzier der internationalen Schule in Velden.

„Der Multiplikatoreffekt von Infineon ist groß“,sagt Norbert Wohlgemuth, Volkswirt an der Universität Klagenfurt. Dennoch wäre es falsch, „in Kärnten nur auf Hochtechnologie zu setzen“, warnt Wohlgemuth. „Das zeigt der Blick auf die Wirtschaftsstruktur im Land.“

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