Harry & Meghan im Interview: Rufmord, Rassismus und eine Hochzeit vor der Hochzeit

Harry & Meghan im Interview: Rufmord, Rassismus und eine Hochzeit vor der Hochzeit

08.03.2021 11:36:00

Harry & Meghan im Interview: Rufmord, Rassismus und eine Hochzeit vor der Hochzeit

In dem zweistündigen Stelldichein, das am Sonntagabend in den USA ausgestrahlt wurde, kamen Sensationen im Minutentakt.

Rassismus und psychische ProblemeMeghan sagte, es habe vor der Geburt ihres Sohnes Archie"Bedenken und Gespräche" darüber gegeben,"wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird". Dies sei in Gesprächen zwischen Prinz Harry und der"Familie" zutage getreten. Als Winfrey mehrfach nachsetzte und wissen wollte - wer? - wehrte die Herzogin wie auch später in der zweiten Interview-Hälfte Prinz Harry unmissverständlich ab. Die Quelle zu nennen, wäre"sehr schädlich" für einige Personen, sagte sie.

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Die Botschaft aber ist klar: Ein Baby mit dunkler Haut (Meghans Mutter ist Afro-Amerikanerin) wäre für den Buckingham-Palast offenbar ein großes Problem gewesen. Nicht nur das. Meghan beschrieb minutiös, wie ihr lange vor der Geburt bedeutet worden sei, dass"unser Kind kein Prinz oder keine Prinzessin wird. Und das bedeutete, unser Kind wird keinen Personenschutz bekommen". Warum das"erste farbige Mitglied" der Königsfamilie keine Security bekommen soll, sei ihr nie erläutert worden. Etwas verklausuliert antwortete Meghan auf Winfreys Frage, ob"seine Rasse” wohl den Ausschlag gegeben hat, mit ja. 

Während des darauf folgenden Werbeblocks, für den der SenderCBSfür einen 30-Sekünder Rekordpreise von rund 325.000 Dollar aufgerufen haben soll, explodierte in sozialen Medien eine erste Empörungswelle.Noch beklemmender wurde es, als die Herzogin näher ausführte, was es mit ihrer Formulierung auf sich hat, das britisch Königshaus sei eine"kaum zu überlebende" Institution."Ich habe keine Lösung gesehen. Ich war nächtelang wach und habe geweint. Ich weiß, wie viel Verlust Harry erlebt hat. Ich musste es ihm aber sagen: Ich wollte nicht mehr am Leben sein. Ich hatte Angst, weil das sehr real war. Dies war keine abstrakte Idee.” headtopics.com

Keine HilfeWinfrey, erkennbar entsetzt, nahm das Wort von den Suizidgedanken in den Mund und fragte nach dem Warum. Antwort Meghan, die vorher schilderte, wie sie königshausintern mehrfach vergeblich um professionellen psychologischen Beistand gebeten habe:"Ich dachte, das hätte alles für alle einfacher gemacht."

An dieser Stelle knüpfte kurz danach Prinz Harry an, der nach einer Stunde zum Interview dazugeholt wurde."Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt", sagte der 36-Jährige und meinte damit den tragischen Tod seiner Mutter, die 1997 von Fotografen gejagt in Paris bei einem Autounfall tödlich verunglückt war. Meghan trug während des Interviews ein Armband von

Lady Di.Harry ließ abgesehen von der Queen, über die auch Meghan nur Gutes, ja Herzliches zu sagen wusste, kein gutes Haar am Königshaus. Dass über 70 britische Parlamentarier einmal den"kolonialen Unterton" in der britischen Medien-Berichterstattung über Meghan gegeißelt haben, die komplette Königsfamilie aber keinen Finger rührte,"hat weh getan". Auch dass sein Vater,

Prinz Charles, nach der Abreise des Paares aus England in Richtung Kanada und USA irgendwann Telefonanrufe verweigert habe, sitzt offenbar tief."Ich fühle mich wirklich im Stich gelassen, weil er durch etwas Ähnliches gegangen ist." headtopics.com

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Als Winfrey nachsetzte, was die simpelste Antwort auf die Frage sei, warum sie der Krone den Rücken gekehrt haben, entgegnete er:"Fehlende Unterstützung und fehlendes Verständnis." Er und Meghan hätten “wirklich alles unternommen, was wir konnten", um in der königlichen Familie zu bleiben.

Queen Elizabeth könnte Großbritanniens letzte Königin seinPrinz Harry nahm für sich in Anspruch,"Gefangener" eines Systems gewesen zu sein, in dem die britische Boulevardpresse von großem Übel und Einfluss sei. Vorwürfe, er und seine Frau hätten das Königshaus über ihr Quasi-Ausscheiden aus der Familienbande im Dunkeln gelassen, dementierte der Prinz mit Nachdruck und berichtete von mindestens fünf Gesprächen, die er mit der Queen und seinem Vater geführt habe. Ohne vererbtes Geld seiner Mutter, so Harry, wäre der Wechsel in die USA nicht möglich gewesen. Das Königshaus habe ihn und Meghan vor über einem Jahr finanziell abgeschnitten.

Am Ende des Interviews fragte Oprah Winfrey, die am heutigen Montag in einer Spezial-Sendung noch nicht veröffentlichtes Material nachlegen will, ob Meghan ihn gerettet habe. Prinz Harry nahm sich einige Sekunden bis zur Antwort und sagt dann: ja.

Ob Queen und Hof die berühmte englische"stiff upper lip" zeigen und das Interview getreu der Leitlinie vonQueen Mum- niemals beklagen, nichts erklären - durch Nichtbeachtung strafen, erscheint angesichts der Schwere der Vorwürfe nach Einschätzung von US-Medien als"zweifelhaft". Der"Krieg" zwischen Harry und Meghan auf der einen und der"Firma" auf der anderen Seite gehe wohl jetzt erst richtig los. headtopics.com

Harry und Meghan: Das waren ihre royalen Jahre1 /Meghan Markle und Prinz Harry zeigten sich erstmals im September 2017 als Paar.© Bild: REUTERS/MARK BLINCHDamals besuchten sie gemeinsam die"Invictus Games", eine paralympische Sportveranstaltung. 

© Bild: APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVASBald darauf bestätigte der Palast die Verlobung der beiden, über die in internationalen Medien längst spekuliert wurde.© Bild: APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVASEnde November 2017 gab das Paar bekannt, ihre Hochzeit werde im Frühjahr 2018 stattfinden.

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© Bild: APA/AFP/Royal Mail/HOIm Dezember teilte der Palast auch drei offizielle Verlobungsfotos des Paares, die auch zum Motiv für Briefmarken wurden.© Bild: APA/AFP/ALEXI LUBOMIRSKIMeghan und Harry drückten dabei ihren eigenen Stil aus.

© Bild: APA/AFP/BEN STANSALLAm 19. Mai 2018 trauten sich Meghan und Harry.© Bild: APA/AFP/POOL/BEN STANSALLDas Jawort besiegelten sie mit einem Kuss.© Bild: REUTERS/BENOIT TESSIERDie Traaungszeremonie fand in Windsor statt.© Bild: REUTERS/POOL

Am 15. Oktober verkündete der Palast dann: Herzogin Meghan ist schwanger und erwartet im Frühling 2019 ihr Kind.© Bild: APA/AFP/POOL/DEAN LEWINSNoch am selben Tag brachen Meghan und Harry zur Australien-Reise auf.© Bild: EPA/DAVID ROWLAND / POOL

Als nächstes ging es im Oktober 2018 nach Neuseeland.© Bild: Deleted - 3487315Als nächstes ging es im Oktober 2018 nach Neuseeland.© Bild: REUTERS/POOLTrotz Schwangerschaft keine Atempause: Im Februar 2019 reisten die beiden dann nach Marokko.

© Bild: APA/AFP/POOL/DOMINIC LIPINSKIIm Frühjahr 2019 war die Herzogin bereits hochschwanger und verabschiedetet sich in die Babypause.© Bild: REUTERS/HENRY NICHOLLSDie Herzogin unterbrach ihre Pause allerdings, um gemeinsam mit ihrem Mann den Opfern des Neuseeland-Attentats Tribut zu zollen.

© Bild: APA/AFP/POOL/STEVE PARSONSAm 6. Mai 2019 gab Prinz Harry freudestrahlend bekannt, seine Frau Meghan habe"etwas verspätet" einen gesunden Buben zur Welt gebracht.© Bild: REUTERS/POOL NewEin knappes Jahr vor dem ersten Hochzeitsjubiläum durften sich Meghan und Harry über ihren ersten Nachwuchs namens Archie Harrison freuen.

© Bild: APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVASBereits einen Monat nach der Entbindung wagte sich Meghan wieder aufs royale Parkett: Mit Prinz Harry nahm sie am 8. Juni an der Geburtstagsparade der Queen teil.© Bild: Samir Hussein/WireImage/Getty ImagesIm Juli zeigte sich die Herzogin samt Neugeborenem bei einem Polo-Spiel. Auch Herzogin Kate kam mit George, Charlotte und Louis um die Prinzen William und Harry anzufeuern. Es war bis dato das letzte Mal, das die Cambridges und die Sussexes etwas gemeinsam unternahmen.

© Bild: EPA/TOBY MELVILLE / POOLIm Herbst 2019 unternahmen die Sussexes eine offizielle Reise nach Südafrika.© Bild: REUTERS/TOBY MELVILLEMit von der Partie war natürlich auch Archie, mit dem das Paar Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu einen Besuch abstattete.

© Bild: EPA/FACUNDO ARRIZABALAGADort gaben sie auch das berühmte Interview, in dem einerseits Meghan zugab, unter ihrem neuen Leben sehr zu leiden und andererseits Harry offenbarte, mit seinem Bruder Prinz William Probleme zu haben. Ein Schachzug, der in der Öffentlichkeit nicht gut aufgefasst wurde. Vor allem, weil im Palast ansonsten gilt:"Nie beschweren, nie erklären". Der emotionale Ausbruch sollte der Anfang vom Ende sein.

© Bild: REUTERS/HANNAH MCKAYIm November absolvierten Meghan und Harry dann noch ein paar letzte Termine, bevor sie sich eine sechswöchige Auszeit von ihren royalen Plfichten verabschiedeten. Auch das Weihnachtsfest verbrachten sie nicht mit der Königsfamilie, sondern blieben in dieser Zeit in Kanada, auf Vancouver Island.

© Bild: REUTERS/POOLVon dort kehrten sie strahlend zurück, nur um wenige Stunden später die Bombe platzen zu lassen: Ohne sich erneut mit der Queen abzusprechen, kehrten die Sussexes dem Palast den Rücken um"Teilzeit-Royals" ohne finanzielle Unterstützung zu werden.

© Bild: APA/AFP/TOLGA AKMENDiese Rechnung haben sie Sussexes allerdings ohne die Queen gemacht. Diese gab wenige Tage später bekannt, dass das Paar die Titel der"Königlichen Hoheit" abgeben und die Renovierungskosten für ihr Haus zurückzahlen müsse. Sie werden jedweder royaler Aufgaben enthoben und erhalten - wie gewünscht - keine öffentlichen Gelder mehr.

© Bild: EPA/FACUNDO ARRIZABALAGAMittlerweile leben Harry und Meghan in Kalifornien. Sie haben lukrative Deals mit den Streamingplattformen Spotify und Netflix abgeschlossen und erwarten aktuell ihr zweites Kind.Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

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