Gastkommentar - Eine kluge Steuerreform setzt auf Klimaschutz und Armutsbekämpfung

26.09.2021 20:00:00

Die bisher bekannten Details der geplanten Steuerreform sind jedoch ernüchternd, stellt das Momentum Institut fest.

Eine kluge Steuerreform setzt auf Klimaschutz und Armutsbekämpfung: Die bisher bekannten Details der geplanten Steuerreform sind jedoch ernüchternd. Gastkommentar von mattiasmuck vom Momentum Institut.

Die bisher bekannten Details der geplanten Steuerreform sind jedoch ernüchternd, stellt das Momentum Institut fest.

Die aktuelle sowie zukünftige Bundesregierungen stehen vor großen Herausforderungen: Einerseits erfordert die sich abzeichnende Klimakrise rasches und energisches Handeln."Dies ist ein Moment der Hoffnung, nicht der Angst" Foto: Screenshot Amazon Prime London – Wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow verstärken die Royals ihr Engagement für Umweltschutz im Fernsehen.Wäre der Staat Österreich ein Hotel, er würde in der allerhöchsten Preisklasse spielen.Heinrich Dorner (SPÖ).

Andererseits braucht es nicht nur im Hinblick auf die alternde Bevölkerung einen stark ausgebauten Sozialstaat, der einen Ruhestand in Würde und eine gute Pflege für alle sicherstellt.Zusätzlich dazu hat die Corona-Krise auch noch viele Wirtschaftsbereiche hart getroffen.Vom 3.Die bisher bekannten Details der geplanten Steuerreform sind jedoch ernüchternd.Präsidentensuite.Angesichts der Corona-Krise, die viele soziale Ungleichheiten noch verschärft hat, hätte man ein großes Reformpaket schnüren können, das so viele wie möglich über die Armutsgefährdungsschwelle hebt.Willkommen bei DER STANDARD Sie entscheiden darüber, wie Sie unsere Inhalte nutzen wollen.Die Regierung hält aber unbeirrt am Regierungsprogramm fest.Oktober der Sack zugemacht wird und danach die drei Landeshauptleute gemeinsam mit der Ministerin das Verhandlungsergebnis verkünden.

Hohe Einkommen profitieren von allen Etappen der SteuerreformDie Senkung der unteren drei Einkommenssteuersätze erreicht beispielsweise die niedrigsten Einkommensbezieher gar nicht.Bitte deaktivieren Sie sämtliche Hard- und Software-Komponenten, die in der Lage sind Teile unserer Website zu blockieren.Sauna, Dampfbad, Gegenstromanlage.Teilzeitbeschäftigte (vor allem Frauen sowie viele Systemerhalter) und Saisonarbeitskräfte verdienen oft gar nicht genug, um von einer Steuersenkung zu profitieren.Gleichzeitig bescherte die bereits heuer erfolgte Senkung des niedrigsten Steuersatzes von 25 auf 20 Prozent allen (einschließlich Manager-Millionengehältern), die genug verdienen, Einkommensgewinne.B.Die für 2022 geplante Senkung der höheren Steuersätze betrifft nur die obere Hälfte der Einkommensverteilung.Kaum ein Land der Welt nimmt seinen Bürgern mehr ab.Damit profitieren Menschen mit hohen Einkommen von allen Etappen der Steuerreform.Sie haben ein PUR-Abo?.Wenn da der VOR nicht dabei ist, würden Kunden in Richtung ÖBB abfließen.

Auch die ohnehin große Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern wird durch die Reform verschärft: Männer profitieren mit durchschnittlich 60 Euro netto pro Monat doppelt so stark wie Frauen!Was bisher zur CO2-Steuer bekannt ist, deutet ebenso auf keinen großen Wurf hin.Eine CO2-Steuer von maximal 50 Euro würde die Preise auf Diesel und Benzin um rund 11 Cent verteuern.Die Bewertung auf Booking.Dass Lenkungseffekte so wirken, muss bezweifelt werden - auch vor dem Hintergrund einer Verkehrspolitik, die es verabsäumt hat, auf klimafreundliche Alternativen zum Pkw-Verkehr zu setzen.Wie die Rückverteilung der CO2-Einnahmen aussehen wird, ist noch nicht bekannt.Ein sozial gestaffelter Ökobonus - eine Kopf-Pauschale, die vor allem Haushalten mit niedrigem Einkommen zugutekommen soll - wäre hierfür eine sinnvolle Basis.Das Paar aus Zimmer 308, die müssen sich am guten Zeug bedient haben.Somit kann man dann um 915 Euro jährlich mit Öffis nach und aus Wien pendeln.

Zudem sollten besonders stark betroffene Haushalte ohne gute Öffi-Anbindung und Mieter unterstützt werden.Denn Letztere würden zwar die CO2-Steuer zahlen, können aber nicht so einfach ihr Heizsystem tauschen, weil dafür die Vermieter zuständig sind.Die Abschaffung von Diesel- und Dienstwagenprivileg und eine sozial-ökologische Reform des Pendlerpauschales sollten ebenfalls angegangen werden.Nichts ist einfacher, als von anderen zu fordern, sie mögen doch bitte mehr bezahlen.Wie lassen sich die großen Herausforderungen der Zukunft meistern? Einerseits mit einer Steuerreform, die ihren Namen verdient und nicht nur die während der Corona-Krise ohnehin dicker gewordenen Sparbücher der Besserverdienenden stärkt.Andererseits braucht es eine Vielzahl an CO2-bezogenen Abgaben, die über eine reine Steuer hinausgehen.095 Euro pro Jahr forderten die Grünen im Nationalratswahlkampf 2017.

Unser Steuersystem missachtet derzeit zwei zentrale Grundsätze der Steuergerechtigkeit.Ein bisschen.Wer mehr Einkommen hat, trägt (in Prozent seines Einkommens) nicht mehr an Steuern und Abgaben bei.Mit knapp mehr als 45 Prozent ist der Steuerbeitrag über weite Teile der Bevölkerung gleich hoch - er setzt sich nur aus unterschiedlichen Quellen (etwa Mehrwertsteuer oder Lohnsteuer) zusammen.Zudem werden Kapitalerträge schonender behandelt.Denn der 'Faktor Arbeit', das sind wir alle.Auf ein Bruttojahreseinkommen von 100.Man wollte viel mehr Geld als die 25 Millionen Euro, die das Ministerium der Bundeshauptstadt zugesagt haben soll.

000 Euro, das erarbeitet wurde, werden knapp 39.000 Euro an Steuern und Abgaben fällig.Ach, die wollen übrigens auch alle Parlamentsparteien abschaffen.Stammt es aus Vermögenserträgen, fallen darauf nur 27.500 Euro an Steuern an.Arbeit und Kapital werdenenorm ungleich besteuertDaraus resultiert eine enorme Ungleichheit zwischen der Besteuerung von Arbeit und Kapital.Was in Österreich fehlt, ist eine Steuerdebatte ohne Neid.Dabei könnten andere Themen als die Öffi-Tickets im Vordergrund stehen.

Der Faktor Arbeit kommt in Österreich für acht, Vermögen nur für einen von zehn Steuer-Euros auf.Die Staatshilfen zur Rettung von Unternehmensvermögen werden also vor allem von den Arbeitnehmern bezahlt.Eine Post-Corona-Steuerreform bietet die Chance, einen fairen Beitrag von hohen Vermögen einzuheben.Und die sind eindeutig.In etwa 1,25 Billionen Euro besitzen Österreichs Haushalte, 40 Prozent davon entfallen alleine auf das reichste Prozent.Eine moderate Vermögenssteuer würde daran wohl nicht einmal etwas ändern, könnte aber zumindest für etwas mehr Steuergerechtigkeit sorgen - eine Mehrheit in der Bevölkerung ist bereits dafür.

Ebenso könnte man mit der Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer einen historischen Fehler wiedergutmachen.Jedes Jahr mehr.Potenzial dafür gäbe es genug: In den nächsten drei Jahrzehnten sollen geschätzt knapp 600 Milliarden Euro an leistungslosem Einkommen vererbt werden - und das komplett steuerfrei.Auch Vermögenseinkommen, die noch konzentrierter sind als die Vermögen selbst, müssen fair besteuert werden.Es ist nicht nachvollziehbar, warum Dividenden einer geringeren Besteuerung unterliegen sollen als das mittlere Bruttoeinkommen einer Vollzeit-Arbeitskraft.Gesundheit, Schule, Verwaltung: Überall mangelt es an Qualität, an Motivation und Mut.Eine steuerliche Gleichbehandlung von Einkommen - egal aus welcher Quelle - wäre sichergestellt, wenn man alle Einkommensarten einer progressiven Besteuerung unterzieht.

Und es ist auch unverständlich, warum die Regierung gerade für Unternehmen, die mehr als die Hälfte der Corona-Hilfen erhalten haben, gleich doppelt die Steuern senken will: einmal direkt durch eine Körperschaftssteuersenkung und zusätzlich indirekt durch eine fiktive Eigenkapitalverzinsung.Österreich darf hier die internationale Dumping-Spirale bei Unternehmenssteuern nicht noch weiter befeuern.Ein Grund, warum Österreich nicht so gut wie etwa Dänemark durch die Corona-Krise gekommen ist: Das Vertrauen in Politik und Institutionen ist schlecht.Wenn der Finanzminister davon spricht, dass Österreich schnellstmöglich zum Schuldenabbau zurückkehren soll, gleichzeitig aber vor allem bei den Vermögendsten die Steuern gesenkt werden, dann kann die Lücke im Staatshaushalt nur durch niedrigere Sozialleistungen und geringere Klimainvestitionen finanziert werden.Diese Sichtweise ist aber katastrophal kurzsichtig.Denn gerade für die gerechte Transformation zu einer klimakompatiblen Gesellschaft braucht es jetzt große Ausgaben.Ja, der Staat muss seine Leistungen finanzieren.

Die Alternative - eine ungebremste Klimakatastrophe - wäre jedenfalls teurer als alles, was wir kennen..

Weiterlesen:
Wiener Zeitung »
Loading news...
Failed to load news.

William und Charles setzen auf Fernsehen für den KlimaschutzWilliam und Charles setzen auf Fernsehen für den Klimaschutz:

Gastkommentar - Wir zahlen für Luxus - und wohnen im HostelWir zahlen für Luxus - und wohnen im Hostel: Österreich ist einfach zu teuer für das, was geboten wird. Neue Steuern sind das Letzte, was wir brauchen, meint jilnik von der Agenda Austria im Gastkommentar. JilNik 30% mehr Netto vom Brutto? Klingt super, aber da hätte ich mir doch etwas konkretere Angaben erwartet, wo in dieser Dimension eingespart werden könnte. Vorschläge? JilNik niko was hast du gegen hostels 😔 du warst doch auch mal mit dem Rucksack unterwegs gibs zu JilNik Und wo wäre denn besseres Beispiel?

Öffi-Klimaticket: Der Sack soll jetzt zugemacht werdenEine Einigung zwischen Ministerin Leonore Gewessler und den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland dürfte bevorstehen. Tja, wie bescheuert muss man sein um mit FFP2 Masken stundenlang durch die BOTANIK zu fahren :-)

Nicht Merkel, nicht Kurz sind die ParteiEs mag klingen wie eine paradoxe Intervention, aber anlässlich lokaler und der deutschen Wahlen ertönt hier ein kleines Loblied auf die guten alten Parteien.

Bei Sex auf Fensterbrett: Frau stürzt auf Auto!Anfang September hatte eine Frau in Taipeh (Taiwan) Sex mit ihrem Partner. So weit nichts Ungewöhnliches, doch die beiden waren bei offenem Fenster ... Au weh! Die wird sehr lange Rückenschmerzen haben. Leute lassts das mit dem Kamasutra in lichten Höhen....! Bevor es hinten weh tut, sollte man vorne aufhören 😁😆😅 Da hat jemand 'sich fallen lassen' wohl zu wörtlich genommen.

Ritsch legt alle Funktionen in der Landespartei zurückMichael Ritsch reagiert auf die SPÖ-Abhöraffäre und legt alle seine Funktionen in der Landespartei zurück.