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Fix: Abdullah-Zentrum verlässt endgültig Wien

Nach langer Kritik: Das König-Abdullah-Zentrum gab bekannt seine Pforten an der Wiener Ringstraße zu schließen

05.03.2021 13:25:00

Nach langer Kritik: Das König-Abdullah-Zentrum gab bekannt seine Pforten an der Wiener Ringstraße zu schließen

Nach acht Jahren hat das umstrittene „King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue“ ( KAICIID ), im ...

Nach acht Jahren hat das umstrittene „King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre for Interreligious and Intercultural Dialogue“ (KAICIID), im Volksmund auch „Saudi-Zentrum“ genannt, angekündigt, seine Pforten an der Wiener Ringstraße endgültig zu schließen.

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Artikel teilen0DruckenIm Herbst 2012 von Saudi-Arabien, Österreich und Spanien eröffnet, wurde es größtenteils von Riad mit rund 15 Millionen Euro pro Jahr finanziert. Der Vatikan hat Beobachterstatus.Als Hommage an den Geldgeber trug das Institut den Namen des im Jänner 2015 im 90. Lebensjahr verstorbenen saudi-arabischen Monarchen Abdullah.

Das „König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ am Wiener Schottenring(Bild: APA/Herbert Neubauer)Dialogzentrum oder Image-Politur?Kritiker und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sehen in der Institution einen Versuch Riads, sein international wegen Menschenrechtsverletzungen ramponiertes Image aufzupolieren. Das KAICIID sorgte immer wieder für Kontroversen. 2019 forderte der österreichische Nationalrat das Außenministerium auf, das Amtssitz- und Errichtungsabkommen mit dem Saudi-Zentrum zu kündigen. Man habe sich nun gütlich geeinigt, die Trennung erfolgt einvernehmlich. headtopics.com

Der Eingang zum „König Abdullah Bin Abdulaziz Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog“ (KAICIID)(Bild: APA/Herbert Neubauer)„Diese Entscheidung wurde von allen Parteien einstimmig getroffen“, so GeneralsekretärFaisal bin Muammar.

„Es laufen Gespräche mit potenziellen neuen Gastländern.“ Mit vier Standorten sollen laut „Krone“-Informationen Verhandlungen laufen. Der Generalsekretär weiter: „Ich bin der Republik Österreich für die Aufnahme des Zentrums 2012 dankbar und danke dem Königreich Saudi-Arabien, dem Königreich Spanien und dem Heiligen Stuhl - als Gründungsbeobachter - sowie allen Beteiligten, die diese außergewöhnliche zwischenstaatliche Organisation zum Leben erweckt haben, die sich in den letzten acht Jahren für die Prinzipien des interreligiösen und interkulturellen Dialogs eingesetzt hat.“

(Bild: AUSSENMINISTERIUM/MICHAEL GRUBER)„Bleiben Ort des Dialogs“Außenminister Alexander Schallenberg sagte gegenüber der „Krone“:„Es ist uns sehr wichtig, dass alle Vertragsparteien diesen Entschluss mitgetragen haben. Wir danken für die sehr gute Gesprächsbasis, die mit allen Vertragsparteien diesbezüglich besteht, insbesondere auch mit Saudi-Arabien. Ziel ist, dass dieser Ortswechsel reibungslos und geordnet für das Zentrum über die Bühne geht. Österreich ist und bleibt weiter ein verlässlicher Partner als Amtssitz und als Ort des Dialogs“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg zur „Krone“.

Neuer Standort und Zeit unklarWohin das Zentrum nun übersiedeln wird, ist noch nicht klar, ebenso wenig der genaue Zeitpunkt. Genf wurde immer wieder als möglicher neuer Standort genannt, ebenso brachte sich Portugal ins Spiel.Erst in diesen Tagen kam es zu Gesprächen mit dem portugiesischen Botschafter (siehe Instagram-Posting oben), bei dem über eine mögliche engere Kooperation gesprochen wurde. headtopics.com

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