Fast drei Viertel der Häftlinge erleben im Strafvollzug Gewalt

Fast drei Viertel der Häftlinge erleben im Strafvollzug Gewalt

30.03.2021 19:47:00

Fast drei Viertel der Häftlinge erleben im Strafvollzug Gewalt

Umfassende Untersuchung zeigt: Je jünger die Häftlinge, desto größer Wahrscheinlichkeit, dass sie Gewaltopfer werden.

Eine wesentliche Ursache dafür ist der Überbelag in den heimischen Gefängnissen, die 2019 - also vor Ausbruch der Corona-Pandemie - eine Auslastung von rund 106 Inhaftierten pro 100 Haftplätze aufwiesen. Jede sechste befragte Person war in einem überbelegten Haftraum untergebracht. In der Justizanstalt Josefstadt gibt es nach wie vor zahlreiche Hafträume, in denen zehn Personen untergebracht werden können.

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Große Unterschiede in gerichtlichen Gefangenenhäusern"Der Überbelag verschlechtert das Anstaltsklima", erläutert die Kriminalsoziologin Veronika Hofinger im Gespräch mit der APA. Aus Platzgründen ist die an sich rechtlich verankerte Trennung der Ersthäftlinge von Insassen mit Hafterfahrung oft ebensowenig durchführbar wie die Trennung von Insassen, die miteinander Konflikte haben. In Gerichtlichen Gefangenenhäusern gibt es insgesamt weniger Arbeitsmöglichkeiten und längere Einschlusszeiten als in Strafvollzugsanstalten."Aber es gibt auch sehr große Unterschiede zwischen den Gefangenenhäusern: Während die Haftbedingungen und das Anstaltsklima in Korneuburg beispielsweise sehr positiv eingeschätzt wurden, gab es in überfüllten Anstalten wie in Innsbruck viel Kritik." Im Westen geben alle Befragten an, Anspannung und Stress durch die Haft zu erleben, in Korneuburg sagen 95 Prozent, dass sie sich sehr sicher fühlen.

Rote Linien gefordertUm die Gewaltspirale zurückzudrehen, ist neben ausreichenden Haftplätzen vor allem ein entsprechend geschultes und professionell agierendes Personal erforderlich. Die Personal-Insassen-Quote ist in Österreich deutlich niedriger als in unseren Nachbarländern. Wenn es zu Übergriffen durch das Personal kommt, brauche es ganz klare rote Linien und einen konsequenten Umgang damit, so Hofinger. Sie und Co-Autorin Fritsche sprechen sich in diesem Zusammenhang dafür aus, dass Justizwachebeamte in konfliktträchtigen Situationen Bodycams tragen, damit gegen sie gerichtete Vorwürfe von unangemessener körperlicher Gewalt aufgeklärt werden können. headtopics.com

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Und natürlich sitzen nur Unschuldige in den Gefängnissen......seltsam wie selten die Opfer dieser Verbrecher eine Plattform bekommen