Experte über Kindergesundheit: 'Für Kinder sind Corona-Maßnahmen bedrohlicher als das Virus'

„Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bedrohen unsere Kinder bestimmt mehr als das Coronavirus.“

23.01.2021 16:30:00

„Die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bedrohen unsere Kinder bestimmt mehr als das Coronavirus.“

Wie sehr die Corona-Maßnahmen die Psyche von Kindern und Jugendlichen belasten, was es mit der britischen Mutation auf sich hat: Experten sprechen über Kindergesundheit in der Pandemie.

vermehrt Kinder?Dieser anfängliche Verdacht hat sich nicht bestätigt, wie Kinder- und JugendfacharztHans Jürgen Dornbuschsagt: „Kinder sind nicht überdurchschnittlich von der besonders in England verbreiteten, ansteckenderen Variante betroffen,

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die Altersverteilung bei den Infizierten ist die gleiche wie bei vorherigen Virusvarianten“ – das zeigen britische Daten.© KK4. Welche Sicherheitsmaßnahmen muss mein Kind einhalten?„Auch wenn Kinder seltener erkranken, sollten sie die Schutzmaßnahmen einhalten – vor allem mit Blick auf Risikopersonen im Umfeld“, sagt Dornbusch. Klare Ausnahme: Der Mund-Nasen-Schutz muss von Kindern unter sechs Jahren nicht getragen werden. „Kranke Kinder sollen nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen“, sagt Dornbusch – das gelte auch ohne Pandemie.

5. Was bedeuten Homeschooling und fehlender Kontakt zu Freunden für die Kinderpsyche?Volker Strenger: „Die Pandemie-Maßnahmen beeinträchtigen die psychosoziale Entwicklung von Kindern.“ Dabei gehe es nicht nur um die Schulbildung, die durch den Fernunterricht auf der Strecke bleiben kann – sozialer Kontakt zu Gleichaltrigen sei für Kinder und Jugendliche extrem wichtig. Strenger lässt auch das Argument „Es sind ja nur ein paar Monate“ nicht gelten, denn: headtopics.com

„Für einen Jugendlichen ist ein Jahr in seiner Entwicklung ein enorm langer Zeitraum.“Grippe-Impfung gratis6 Monate bis 18 Jahre: Für Kinder und Jugendliche ist die Grippe-Impfung erstmals gratis.„Noch warten 70.000 Dosen des speziellen Impfstoffs darauf, verabreicht zu werden“

, sagt Hans Jürgen Dornbusch.6. Welche Auswirkungen auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen sind zu erwarten?„Wir sehen die Auswirkungen jetzt schon“, sagt Strenger: Während auf der Kinderklinik auf vielen Stationen weniger Kinder betreut werden müssen, da auch andere Infektionskrankheiten durch die verstärkten Hygienemaßnahmen und den Lockdown seltener auftreten, müssen auf der Station für Psychosomatik mehr Patienten als üblich betreut werden. „

Ess- oder Angststörungen sehen wir vermehrt“, sagt Strenger. Bei einer Normalisierung der Situation sei zu hoffen, dass sich vieles davon wieder zurückbildet – der Experte rechnet aber auch mit bleibenden Auswirkungen auf Kinderseelen.Volker Strenger, Kinder- und Jugendfacharzt

© kk7. Was können Eltern tun, um ihre Kinder zu unterstützen?Laut Strenger sei es für Kinder und Jugendliche zentral, einen geregelten Tagesablauf und damit Struktur zu haben. Das unterstreicht auchDina Rahman,Apothekerin und zweite Expertin beim Gesundheitstalk: „Auch in der Apotheke sehen wir, dass sich headtopics.com

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psychische Probleme von Kindern in körperlichen Symptomen äußern: Bauchweh, Schlafprobleme, Veränderungen der Haut.“ Die Apotheke könne hier unterstützen, indem Kinder mit wichtigen Nährstoffen wie Vitamin D oder B-Vitaminen versorgt werden – „all das, was der Körper jetzt braucht“, sagt Rahman.

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