EU-weite Regeln : Aus für Rabatt-Schummler: Neue Regeln für den Online-Handel

07.01.2020 20:30:00

Mehr Durchblick beim Online-Kauf, weniger Schummeln mit angeblichen Rabatten und Internet-Rankings. Neue EU-Regeln sollen Online-Käufer besser schützen.

In der Europäischen Union sind am Dienstag neue Verbraucherschutzregeln in Kraft getreten, die binnen zwei Jahren in den EU-Staaten umgesetzt werden sollen.

Mehr Durchblick beim Online-Kauf, weniger Schummeln mit angeblichen Rabatten und Internet-Rankings. Neue EU-Regeln sollen Online-Käufer besser schützen.

Schriftgröße kleiner © (c) vectorfusionart - stock.Youtube Neue Regeln für Youtube-Kindervideos: Weniger Werbung, keine Kommentare Maßnahmen sind die Reaktion auf die von der US-Kartellbehörde FTC verhängte Strafe von 170 Millionen Dollar Foto: Photo by Ethan Miller / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / AFP Nach der im September von der US-Kartellbehörde FTC verhängten zieht Google nun die Konsequenzen und hat mit 6.Online-Bestellungen verursachen viel Verpackungsmüll, der oft nicht sorgsam genug getrennt wird © Joaquin Corbalan - stock..

adobe.com Mehr Durchblick beim Online-Kauf, weniger Schummeln mit angeblichen Rabatten und Internet-Rankings: In der Europäischen Union sind am Dienstag neue Verbraucherschutzregeln in Kraft getreten, die binnen zwei Jahren in den EU-Staaten umgesetzt werden sollen.Dies soll den Kinderschutz erhöhen, wie von der FTC verlangt.Bei ernsten Verstößen drohen Händlern dann saftige Strafen von mindestens vier Prozent ihres Jahresumsatzes.Wer rund um Weihnachten und Silvester seinen Müll wegbringt, hat Mühe, einen Platz in der Tonne zu finden.Die schon 2018 von der EU-Kommission beschlossene Richtlinie hatte Ende vergangenen Jahres die letzten Hürden der Gesetzgebung genommen.Die zuständige Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova forderte die EU-Staaten auf, sie nun rasch und strikt anzuwenden.OK Abo ohne Daten-Zustimmung.

"Die neuen Vorschriften werden die Transparenz und Sicherheit im Online-Handel erhöhen, was im Interesse der Verbraucher liegt" , erklärte sie.Bestellte Produktkritiken verboten Der sogenannte Neue Deal für Verbraucher ist ein Maßnahmenbündel.So sollen Käufer auf Online-Marktplätzen künftig informiert werden, ob der Verkäufer eine Firma oder eine Privatperson ist - denn bei Privatverkäufen gelten geringere Ansprüche bei Problemen oder Defekten.Bei Online-Suchen muss künftig erkennbar sein, ob ein Verkäufer für eine gute Platzierung in der Ergebnisliste gezahlt hat und nach welchen Kriterien diese zustande kam.Von Unternehmen bestellte lobende Produktkritiken werden verboten.

Bei angeblichen Rabatten oder Sonderpreisen müssen Verkäufer künftig zum Vergleich den niedrigsten Preis der vorhergehenden 30 Tage angeben.Damit soll vermieden werden, dass Preise erst hoch gesetzt werden, um dann mit dem angeblichen Rabatt Käufer anzulocken.Die neuen Regeln sollen auch die Praxis eindämmen, dass Markenprodukte mit gleicher Aufmachung in EU-Ländern in unterschiedlicher Qualität angeboten werden.Hintergrund sind Klagen aus östlichen EU-Staaten, dass dort zum Beispiel Fischstäbchen weniger Fisch enthalten.Die nationalen Behörden sollen mehr Handhabe gegen irreführende Vermarktung bekommen.

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