Eine Müllverbrennung für den Luftkurort

Eine Reststoffverwertungsanlage in Reichenau an der Rax könnte zu einer Müllverbrennung werden - eine Bürgerinitiative befürchtet einen Schaden für Tourismus und Wirtschaft.

18.10.2021 11:17:00

Eine Reststoffverwertungsanlage in Reichenau an der Rax könnte zu einer Müllverbrennung werden - eine Bürgerinitiative befürchtet einen Schaden für Tourismus und Wirtschaft.

Eine Reststoffverwertungsanlage in Reichenau an der Rax könnte zu einer Müllverbrennung werden - eine Bürgerinitiative befürchtet einen Schaden für Tourismus und Wirtschaft.

Das Komplizierte daran: Eine Reststoffverwertung auf dem fraglichen Gelände gibt es bereits - im ehemaligen Werk von Mayr-Melnhof Karton wurden dort Überbleibsel aus der Produktion verbrannt. Nachdem das Werk geschlossen wurde, kursierten Pläne, dass der Konzern die Anlage veräußern wird. Und sollte ein kommerzieller Müllentsorger zuschlagen, müsste der natürlich versuchen, das Maximum aus der Anlage herauszuholen, so da Silva. Was bedeuten würde, dass Müll zum Verbrennen zugeliefert werden müsste.

„Und es ist ein Unterschied, ob damit nur Abfall aus einem Betrieb entsorgt und Energie gewonnen wird, oder ob die Anlage kommerziell genutzt wird.“ Die Anlange selbst steht in der Katastralgemeinde Hirschwang - „und der Wind bläst vom Höllental in der Regel in Richtung Reichenau“, sagt da Silva.

Petition und InformationsveranstaltungPetitiongegen die Müllverbrennung gestartet, bei der das selbst gesteckte Ziel von 500 Unterschriften bereits übertroffen wurde. Zum anderen hat man aber auch ein öffentliches Informationsgespräch für Dienstag, 19. Oktober organisiert, bei dem die Bürger ihre Sorgen vorbringen können. Auch Mayr-Melnhof soll dort die Gelegenheit bekommen, Stellung zu nehmen. In einem Brief an die Initiative hat das Unternehmen bereits versichert, dass man „ökologisch verantwortlichen Lösungen seit jeher höchstes Augenmerk“ beimesse. Und dass die Anlage höchste Umweltstandards garantiere. Die von der Behörde vorgeschriebenen Abluft-Grenzwerte würden „strikt eingehalten bzw. unterschritten“. Zudem werde das Kleinkraftwerk von Ministerium als „Muster-Anlage“ geführt. headtopics.com

Fixiert sei noch nichts, doch stehe man einem Verkauf der Anlage grundsätzlich positiv gegenüber, heißt es von Mayr-Melnhof. Und man wolle bei dem Informationsgespräch am Dienstag diese Position auch darlegen - mit Geschäftsführer Thomas Gschwendtner wird auch ein hochrangiger Vertreter anwesend sein. Bei der Initiative bleibt man aber skeptisch und hofft, dass man noch eine andere Lösung für die Anlage finden kann. „Wir wollen nicht nur Nein sagen“, sagt da Silva, „sondern schauen, dass wir Möglichkeiten schaffen, wie Mayr-Melnhof trotzdem einen Gewinn durch den Verkauf mache kann, aber die Region dabei keinen Schaden nimmt.“ Es gehe also darum, nach kreativen Ideen zu suchen, wie man die Anlage anders nützen könnte.

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